Klares Schwab-Handspiel bleibt ungeahndet
Die seit sieben Spielen ungeschlagenen Rapidler haben als Auswärtsteam ein Chancenplus, in der Schlussphase aber auch das nötige Glück, da ein Handspiel von Stefan Schwab im Strafraum (81.) ungeahndet blieb.
Unmittelbar zuvor (80.) hatte Lucas Galvao wegen Torraubs die Rote Karte gesehen. Die verletzungsgeplagte Austria konnte trotzdem ihren Abwärtstrend nicht stoppen, kassierte die dritte Pflichtspiel-Niederlage nacheinander. Chance zur Revanche gibt es bereits am Mittwoch (20.30 Uhr), im Achtelfinale des ÖFB-Cups an selber Stelle.
Viel Kampf stand im Mittelpunkt eines völlig zerfahrenen Geschehens in der ersten halben Stunde. Die Austria hatte Rapid kommen lassen, auf Konter gehofft, beide Seiten blieben spielerische Highlights schuldig.
Das änderte sich ab der 31. Minute schlagartig. Die Favoritner riskierten mehr und sorgten damit für eine deutlich offene Partie, in der beide Teams der Führung sehr nahe kamen.
Kevin Friesenbichler schoss nach schöner Prokop-Vorarbeit ins Außennetz (31.) und scheiterte zudem an Rapid-Goalie Richard Strebinger (43.). Aufseiten der Hütteldorfer mangelte es noch mehr an der nötigen Effizienz.
Rapid münzt Chancen in Führung um
Vor allem Giorgi Kvilitaia, der im Vergleich zum Spiel gegen St. Pölten gegenüber Joelinton den Vorzug erhalten hatte, ließ die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen.
Der Georgier konnte Patrick Pentz nicht überwinden (35.) und setzte eine Schaub-Hereingabe im Stile eines gegnerischen Abwehrspielers aus zwei Metern über das Tor (41.). Stefan Schwab (37./drüber, 45.+1/daneben) und Louis Schaub (45.+3) vergaben weitere Möglichkeiten.
Nach der Pause war auf dem Platz lange Zeit augenscheinlich, dass die Rapidler aktuell in deutlich besserer Form sind. Ihre Führung war daher durchaus verdient. Nach Schaub-Flanke konnte Schobesberger ins lange Eck einköpfeln (55.), die Austria-Abwehr samt Pentz sah dabei nicht gut aus.