WAC-Wut nach 3:4 gegen SCR: "Unfassbar enttäuscht"

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Die Gefühlswelt des Wolfsberger AC nach der 3:4-Last-Minute-Heimpleite gegen Rapid kann man sich ausmalen.

Enttäuschung, Wut, Ärger - all das spiegelte sich in den Gesichtern der Verlierer wieder. Präsident Dietmar Riegler lief nach dem Spiel aufgebracht den Schiedsrichter-Gespann nach und war mit diversen Entscheidungen alles andere als zufrieden.

Trainer Ferdinand Feldhofer sah schon an der Seitenlinie Gelb, da er phasenweise fast jede Situation anders als die Referees sah. Nach dem Spiel war er hingegen die Ruhe selbst. Das Aufholen eines 0:2-Rückstands, die 3:2-Führung und dann der Nackenschlag mit dem 3:4 in der Nachspielzeit haben ihm den Rest gegeben.

"Ich bin so unfassbar enttäuscht", konnte es der Ex-Profi, der damals unter anderem auch für Rapid spielte, nicht fassen. "Was wir wieder investiert haben und trotzdem geht uns auch noch dieser eine Punkt verloren - das tut weh."

Feldhofer sah viele Schiri-Entscheidungen anders

Die Achterbahnfahrt zehrte an den Nerven aller Beteiligten. Nach dem unglücklichen Saisonstart hätte eine Partie wie diese neue Kräfte freisetzen können, doch mit der Niederlage in allerletzter Sekunde war der ganze Aufwand weitestgehend umsonst.

"Wir haben unglaubliche Moral bewiesen nach dem 0:2-Rückstand, führen dann, haben einen Stangenschuss, dann eine Elfmeterentscheidung gegen uns", rekapitulierte der WAC-Coach nach dem Schlusspfiff.

Die Elfmeterentscheidung selbst, als Lochoshvili Kara von den Beinen holte, sorgte gar nicht für so große Situationen. Viel mehr war es die Tatsache, dass davor andere Szenen ebenfalls nicht zu Gunsten der Kärntner entschieden wurden.

"Erste Halbzeit war ein klares Handspiel über dem Kopf, das nicht für uns gepfiffen wurde. Das passt zur aktuellen Situation von uns in der Meisterschaft", erklärte Feldhofer und fügte hinzu: "Wenn man es neutral sieht, waren diesmal wenige Entscheidungen glücklich für uns."

"Jammern wird uns nichts helfen"

Dementsprechend lautstark wurde kritisiert und Rieglers Gefühlsausbruch könnte auch noch für den WAC-Boss ein Nachspiel bedeuten. Doch es war nicht nur der Schiedsrichter, der laut den Wolfsbergern nicht ganz unbeteiligt war an der Niederlage.

"Jammern wird uns nichts helfen. Wenn man jedes Spiel vier Tore kriegt, kann man schwer ein Spiel gewinnen", gab der Steirer ehrlich zu. Nach einer ersten Halbzeit, wo der Plan komplett danebenging, raufte man sich zusammen und schaffte ein Mega-Comeback.

Die Gegentor-Anzahl war aber im Endeffekt zu hoch. "Wir werden aktuell hart bestraft, aber wenn hohe Bälle wie beim 3:3 nicht wegverteidigt werden können, braucht man nicht diskutieren. Es ist mal so, es ist passiert. Wenn wir das 4:3 gemacht hätten, hätten wir wahrscheinlich gewonnen", glaubt Feldhofer.

Aufgegeben wird aber nur ein Brief. Schließlich bekam man es bisher schon mit den Top 3 der vergangenen Saison zu tun, alle drei Spiele wurden verloren, was nicht zufriedenstellend ist und wo man sich mehr erhofft hatte. "Aber jetzt kommen die Gegner, gegen die wir punkten müssen."

Nachsatz Feldhofers: "Es kommt derzeit viel zusammen in der Meisterschaft, aber wir werden das packen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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