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WAC unter Zugzwang: "Halte Siege absolut für möglich"

Für den WAC bietet sich gegen Sturm die letzte Chance auf die Meistergruppe. Austria und LASK stehen vor dem Einzug, Salzburg will den nächsten Sieg.

WAC unter Zugzwang: "Halte Siege absolut für möglich" Foto: © GEPA

Der WAC kämpft gegen den Meister um die letzte Chance, noch in die Meistergruppe der ADMIRAL Bundesliga vorstoßen zu können.

Für den Cupsieger zählt am Sonntag (ab 17:00 Uhr im LIVE-Ticker>>>) in der vorletzten Runde des Grunddurchgangs gegen Sturm Graz nur ein Heimsieg.

Hartberg hofft beim zuletzt erstarkten Tabellenführer Salzburg auf ein Ende eines jahrelangen Negativlaufs. In Wien-Favoriten peilen die Austria und der LASK im direkten Duell den entscheidenden Schritt in die Top sechs an.

Cupsieger gegen Meister unter Siegzwang

Sturm Graz ist unter Fabio Ingolitsch weiter um Konstanz bemüht. Sieg und Niederlage wechselten sich beim Meister zuletzt immer ab. Getreu dem Gesetz der Serie müssen die Grazer Fans vor dem "Packderby" beim WAC wieder bangen.

Die Wolfsberger sind gegen Sturm schon fünf Duelle unbesiegt, feierten dabei drei Siege. Auch nun helfen den "Wölfen" nur drei Zähler, um im Rennen um die Meistergruppe noch irgendwie mitzumischen. Sturm steht schon fix in den Top sechs des Grunddurchgangs.

Ingolitsch erwartete im Lavanttal gegen den Tabellenneunten "einen echten Fight" mit vielen Duellen. "Unser Ziel für die verbleibenden beiden Partien des Grunddurchganges ist klar – so viele Punkte wie möglich einfahren, um uns eine bestmögliche Ausgangsposition für die zehn Partien nach der Punkteteilung zu erarbeiten", sagte der Sturm-Trainer.

Otar Kiteishvili und Jusuf Gazibegovic sind aufgrund muskulärer Probleme fraglich.

Beim WAC droht Alessandro Schöpf wegen Muskelproblemen auszufallen. Trainer Ismail Atalan erhielt zuletzt Rückendeckung von Dietmar Riegler, der Klubchef nahm die Profis in die Pflicht. Atalan hofft auf mehr Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse.

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"Wir sind vor dem Tor nicht konkret und klar genug." Im Training setzte Atalan einen Schwerpunkt auf das Offensivspiel. Gewinnt der WAC gegen Sturm, müssten gegen den LASK in der kommenden Woche wohl erneut drei Zähler her. "Ich halte Siege absolut für möglich", erklärte Atalan.

Beichler auf nächsten Sieg aus

Nach dem fulminanten ersten Auftritt unter Daniel Beichler will Salzburg nachsetzen. Der schon fix in der Meistergruppe stehende Tabellenführer hat nach dem 5:1 in Linz mit Hartberg ein Defensivbollwerk zu Gast.

Die fünftplatzierten Oststeirer sind noch mittendrin im Rennen um die Top sechs, haben gegen Salzburg aber eine Horror-Statistik vorzuweisen: In 22 Duellen setzte es bei zwei Unentschieden 20 Niederlagen.

Beichler hakte sein Debüt als Salzburger Chefcoach rasch ab. "Wir wollen dort weitermachen, wo wir angefangen haben. Der Grundtenor muss sein, dass wir uns alle Dinge massiv erarbeiten müssen, uns nichts geschenkt wird", sagte der 37-Jährige – und ortete gute Vorzeichen.

"Die Jungs waren in den ersten Tagen extrem auf Zug, waren online, das hat sich in der Woche nicht verändert. Nochmals sichtbar war, dass das Selbstvertrauen nicht gelitten hat, um eine Spur größer geworden ist", so Beichler.

Vorgeben muss Salzburg Sota Kitano und Stefan Lainer, die wegen Oberschenkelverletzungen ausfallen. Offen ist der Einsatz von Jannik Schuster, der sich beim Aufwärmen in Linz an den Adduktoren verletzt hat.

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Was für das Team von Manfred Schmid spricht: Hartberg hat im Moment einen Lauf. In elf der vergangenen zwölf Runden blieben die Blauweißen unbesiegt. "Es darf nicht nur an Salzburg liegen, wie das Spiel aussieht. Da müssen wir uns schon einmischen, wie das abzulaufen hat", sagte Schmid. Zum Abschluss des Grunddurchgangs wartet ein Heimspiel gegen Blau-Weiß Linz.

Wiener und Linzer wollen sich Bangen ersparen

Die Austria wie auch der LASK benötigen noch Punkte, um den Meistergruppen-Start zu fixieren. Dem Vierten könnte wie dem Dritten je nach den übrigen Resultaten schon ein Remis reichen.

Einig sind sich sowohl die Wiener als auch die Linzer: Eine Zitterpartie am folgenden Wochenende soll vermieden werden. LASK-Trainer Dietmar Kühbauer erwartete ein "Spiel auf Augenhöhe". Die Austria sei eine gut organisierte Mannschaft. "Kleinigkeiten werden entscheiden, deshalb müssen wir schauen, die Fehlerquote gering zu halten."

1:5 verloren die unter Kühbauer davor schier unbezwingbaren Athletiker zuletzt gegen Salzburg. "Der LASK hat individuelle Klasse und einen erfahrenen Trainer. Ich glaube nicht, dass das Spiel von letzter Woche irgendwie nachwirken wird", meinte Stephan Helm.

Der Austria-Coach kassierte mit dem 1:2 in Altach mit seinem Team zuletzt ebenfalls eine Niederlage. Vor heimischer Kulisse soll die Leistungsgrenze wieder erreicht werden. "Wir haben uns in eine gute Ausgangslage gebracht. Da braucht man nicht, dass es sich zuspitzt", sagte Helm mit Blick auf die Tabelle. In der Abwehr kehrt Aleksandar Dragovic wieder zurück. Vorne droht der Ausfall von Sanel Saljic (muskuläre Probleme).

Das erste Saisonduell gewann der LASK 2:1. Die Linzer sind drei Tage später im Halbfinale des ÖFB-Cups in Ried gefordert.

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