Endstand
0:3
0:3, 0:0
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WAC-Coach Dutt nach Derby-Sieg: "Wir sind ein Team"

Die Niederlage gegen WSG Tirol scheint vergessen. In Klagenfurt boten die Lavanttaler eine ordentliche Leistung, womit die Chance auf die Top sechs lebt.

WAC-Coach Dutt nach Derby-Sieg: Foto: © GEPA

Das Kärntner-Derby hat in der 18. Runde der Admiral Bundesliga einen Sieger gebracht! Der Wolfsberger AC schlägt Austria Klagenfurt auswärts mit 3:0 (>>>Spielbericht).

Das Sturm-Duo bestehend aus Tai Baribo, der zwei Mal traf und Maurice Malone, der den WAC-Sieg mit der Führung einleitete, bringt einen wichtigen Erfolg der Wolfsberger im Kampf um einen Platz in der Meisterschaftsgruppe.

Nur mehr drei Punkte fehlen auf Rang sechs, den die Wiener Austria aktuell belegt. Allerdings treten die "Veilchen" am Sonntag noch in Lustenau an.

In Klagenfurt bewiesen die Lavanttaler nach der Heimschlappe über die WSG Tirol Moral und überzeugten mit einer gefestigen Mannschaftsleistung. Matthäus Taferner, der die Tore zwei und drei einleitete, ist dabei besonders hervorzuheben.

Glück auf Seiten des WAC

"Wir haben die Situationen gut ausgespielt. Mit Maurice und Tai haben wir zwei schnelle Spieler vorne, die das hervorragend gemacht haben", sagte der Mittelfeldspieler bei "Sky", der die Gäste als Kapitän anführte.

Auch die beiden Torschützen zeigten sich nach dem Sieg im Derby erleichtert. Baribo sprach davon, dass gegen Klagenfurt das "Spielglück einfach da war", während für Sturmkollege Malone der Mix aus "eher jung" und einem "bisschen älteren Piesinger" den Unterschied ausgemacht hat.

Innerhalb einer Woche änderte sich die Stimmungslage bei den "Wölfen". Während die Lavanttaler gegen die WSG noch ideenlos wirkten, schien im Wörthersee-Stadion der Gameplan voll aufgegangen zu sein.

Richtige Reaktion nach Heimschlappe gegen WSG Tirol

"Wir haben das Spiel anders angelegt, haben diszipliniert gegen den Ball gearbeitet und mit mehr Geduld auf Umschaltsituationen gewartet", lautete die Analyse von WAC-Coach Robin Dutt.

Genau wie seine Spieler war auch der Deutsche "sehr froh" über den Erfolg. Die Niederlage gegen die WSG Tirol in der Vorwoche habe besonders "wehgetan".

Die Reaktion auf diese Niederlage habe Dutt sehr beeindruckt: "Wie die Jungs das in dieser Woche getan haben war sehr gut, es war eine sehr gute Trainingswoche. Jeder hat gewusst, um was es geht und dementsprechend sind wir aufgetreten."

Robin Dutt: "Ich brauche alle"

Der 58-jährige Kölner hat ebenso personell Änderungen vorgenommen, so musste beispielsweise Kerschbaumer im Derby zunächst auf der Bank Platz nehmen, bevor er in der Schlussphase eingewechselt wurde. In der Verteidigung feierte Bukusu nach einer Verletzungspause sein Debüt in der Bundesliga.

"Wir sind ein Team. Wir brauchen alle, auch die, die vielleicht nicht glücklich mit ihrer Situation sind. Ich brauche alle, wie einen Röcher, Kerschbaumer oder Leitgeb auf die ich mich immer verlassen kann", sagte Trainer Dutt über seine Entscheidung zur Aufstellung und fügte hinzu: "Ich hab mich für diese Jungs entschieden. Es war zum Glück die richtige Entscheidung."

Ganz im Gegensatz zu Dutt ist Trainer-Kollege Peter Pacult nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gewesen. Die Spieler hätten sich nicht an den Spielplan gehalten, wie der gebürtige Wiener vor dem Sky-Mikrofon verriet.

"Wir haben dem WAC die Tore aufgelegt. Beim 0:1 spielen wir durch die Mitte, es wurde klar angesprochen, dass wir über die Seiten kommen", sprach Pacult die Fehler von Klagenfurt an.

Peter Pacult hadert mit Schiedsrichter- und Mannschaftsleistung

Doch etwas Pech war trotz der schwachen Leistung trotzdem dabei. Beim Stand von 0:2 aus der Sicht Klagenfurts wurde Moreira im Strafraum zu Boden gelegt. Schiedsrichter Gishamer entschied auf Freistoß, der VAR revidierte diese Entscheidung nicht - eine strittige Szene und zudem Fehlentscheidung laut Peter Pacult.

"Da war die ein oder andere Entscheidung des Schiedsrichters, die zum Tragen gekommen ist. Es ist bereits das dritte Spiel mit vier klaren Fehlentscheidungen aus meiner Sicht. Da kannst du keine Spiele gewinnen", zeigte sich der Klagenfurt-Trainer leicht verärgert.

Aufmunternde Worte von den Klagenfurt-Fans

Allerdings war der Wiener auch reumütig, als er das Auftreten seiner Elf ansprach: "Dennoch war es insgesamt von uns zu wenig."

Nach dem Schlusspfiff kam es zu Szenen auf den Tribünen, wo sich die Anhänger der Austria unzufrieden zeigten und auch das Gespräch mit Peter Pacult suchten. 

"Da war gar nichts. Das war alles sehr nett, alles im normalen Rahmen. Dass sie enttäuscht sind ist gar keine Frage. Es war nichts Bösartiges oder Negatives dabei. Von beiden Seiten gab es aufmunternde Worte", verharmloste der Klagenfurt-Coach die Geschehnisse nach Schlusspfiff.

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