TV-Gelder: Admira blitzt mit Antrag ab

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Die Admira ist mit ihrem Antrag auf eine neue Verteilung der TV-Gelder abgeblitzt.

Wie nach einer außerordentlichen Klubkonferenz vor der Jahreshauptversammlung am Freitag bekannt wird, ändert sich an der Verteilung der TV-Gelder in der Bundesliga vorerst nichts.

"Der Antrag hat die Zwei-Drittel-Mehrheit nicht erreicht", verlautet die Liga auf einer Pressekonferenz am Freitagabend in Wien. Liga-Vorstand Christian Ebenbauer berichtet, man habe ausgemacht, das Thema im Blickfeld zu behalten und wenn nötig dann "an Rädchen zu schrauben".

Angeführt von der Admira wollten die kleineren Bundesliga-Klubs eine neue Verteilung der TV-Gelder durchsetzen. Eine zentrale Forderung dabei: Der Österreicher-Topf, sowie der Zuschauerbonus sollten wegfallen.

Der aktuell gültige Verteilungsschlüssel war erst für diese Saison beschlossen worden.

Öffentlich gemacht hatte den Vorstoß der Admira das Fußball-Webportal "90minuten.at". Die Südstädter sehen sich bei der Verteilung der Einnahmen aus dem TV-Vertrag (rund 33 Mio. Euro) benachteiligt. Ab 2019/20 sollte laut ihrer Ansicht neben einem Sockelbetrag (derzeit 30 Prozent) nur noch der sportliche Erfolg (30) berücksichtigt werden. Aktuell werden die Gelder zudem noch nach einem Schlüssel für Stadionzuschauer (20) und eingesetzte Österreicher ("Österreicher-Topf"/20) vergeben.

"Es überrascht mich, dass man deshalb überrascht ist"

Dem Antrag der Admira - die Niederösterreicher sprachen sich für eine Erhöhung des Sockelbetrags aus - schlossen sich noch der LASK und der WAC an. Rapid als größter Profiteur des Zuschauerbetrags und Sturm Graz deklarierten sich als Befürworter des Status quo. Rapids Wirtschafts-Geschäftsführer Christian Peschek ließ gegenüber dem Kurier (Freitag-Ausgabe) durchklingen, im Fall eines Kippens der Regelung rechtliche Schritte setzen zu wollen.

Andere Vereine hielten sich bedeckt. Für die Austria äußerte Vorstand Markus Kraetschmer am Freitag ein gewisses Verständnis für das Ansinnen der kleinen Klubs. Die Ist-Zahlen würden gegenüber den simulierten Zahlen bei der Beschlussfassung "doch eine deutliche Abweichung" ergeben.

Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits konnte damit wenig anfangen. "Wenn man sich ansieht, was wir im letzten Jahr präsentiert haben weist das marginal davon ab, was jetzt bei den Klubs passiert ist", meinte Herovits. "Es überrascht mich, dass man deshalb überrascht ist."

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Davon abgesehen, waren die Liga-Vertreter demonstrativ bemüht, die Debatte nicht zu groß zu spielen. Die Diskussionen seien dahingehend gelaufen, dass das Thema mit dem heutigen Tag nicht abgeschlossen sei, stellte Ebenbauer klar. "Unser Ziel als Liga ist es, die Klubs zu einen", erklärte er. Dass es unterschiedliche Interessen gebe, sei normal. Zumindest nach der Jahreshauptversammlung samt Weihnachtsfeier der Liga wurde der Weihnachtsfriede gewahrt.

Klubs bei Videobeweis einig

Abseits der TV-Gelder waren sich die Klub-Vertreter in einem anderen Punkt einig. Der Videobeweis soll auch in Österreich Einzug halten. "Alle Klubs haben sich dazu bekannt, dass der Videobeweis umgesetzt werden muss", sagte Ebenbauer.

Knackpunkt: "Es geht ums Geld." Die Finanzierbarkeit könnten Förderungen von der FIFA oder UEFA begünstigen. Klar ist aber, dass die Vereine die Hauptlast selbst tragen müssen. Rund 500.000 Euro kostet die Installation der Technik pro Klub.

Laut Ebenbauer soll die Einführung so früh wie möglich und "spätestens mit dem neuen TV-Vertrag kommen". Der derzeitige Vertrag mit Rechteinhaber Sky läuft noch bis 2022. Eingeplant werden muss außerdem, dass die Einführung des Videobeweises ein Jahr geprüft werden muss.

Textquelle: © LAOLA1.at

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