Streit Wattens vs. Wacker eskaliert

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Nachdem der FC Wacker Innsbruck zu Mittag Lokalrivale WSG Swarovski Tirol wegen des Transfers von Florian Rieder scharf kritisierte und behauptete, dem Spieler keine Freigabe für den Wechsel zu Wattens erteilt zu haben, schießt der Bundesliga-Aufsteiger zurück. Hier die Sicht der Innsbrucker nachlesen >>>

Es habe eine Einigung zwischen den Klubs gegeben, behaupten die Wattener. "Bundesliga kann nicht jeder, Abmachungen einhalten anscheinend auch nicht", ist in einer Stellungnahme zu lesen.

"Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin entrüstet, enttäuscht und stinksauer", sagt WSG-Sportmanager Stefan Köck.

Köck weiter: "Wir haben am Freitag von den Beratern die Zusage bekommen, dass mit Wacker Innsbruck in Person von Ali Hörtnagl alles geklärt ist. Ich war in die Gespräche nicht involviert, vertraute aber darauf, dass alles ordentlich geregelt wurde. Wir haben uns daraufhin mit dem Spieler geeinigt, dass wir Montagfrüh den Vertrag unterschreiben und der Flo ins Training einsteigt. Dass am Montag in der Früh auf einmal eine Nachforderung eintrafen, überraschte die Berater und mich doch sehr. Das ist das eine. Dass wir jetzt wie Vollidioten dargestellt werden, stört mich massiv und das lass ich mir auch nicht gefallen."

Das Statement der WSG:

"Gestern Vormittag bestritt unsere WSG das erste gemeinsame Mannschaftstraining im Zuge der Vorbereitung für die Tipico Bundesliga 2019/20. Mit dabei waren natürlich unsere Neuzugänge Zlatko Dedic, Julian Gölles und Stefan Hager. Bereits vor der Einheit trafen sich WSG-Sportmanager Stefan Köck, Florian Rieder und sein Berater Thomas Pichlmann zur Vertragsunterzeichnung im Sportbüro. Eine klare Zusage Wackers an die Berater und den Spieler kam bereits vor dem Wochenende, Alfred Hörtnagl wusste, dass Rieder am Montagvormittag in Wattens unterschreibt und am Training teilnehmen will. Eine Überraschung, wie im Statement Wackers angegeben, ist die Sache also keine. Die Transfersumme war klar, wir nahmen sie an. Dass bereits Fotos und Interviews zu diesem Zeitpunkt an Medien gegeben wurden, war unglücklich und ein Fehler- zugegeben. Dass wir uns in Wattens auf Zusagen und Handschlagqualitäten Wackers verlassen auch.

Wir verzichteten auf unseren Kanälen auf eine Verlautbarung des Transfers, solange dieser nicht durch ist. Urplötzlich war eine prozentuelle Beteiligung an einem eventuellen Weiterverkauf Rieders ein Thema. Wir gaben nicht nach, dennoch kam grünes Licht für den Transfer aus Innsbruck, denn so war es vereinbart. Kurz vor dem Nachmittagstraining der nächste Rückschlag: Jetzt sollte die Bereitstellung der Transfersumme durch einen Sponsor ein Problem sein. Nur weil man diesen jetzt Investor nennt, ist und bleibt er ein offizieller Sponsor des Vereins. Mittendrinnen ein junger Spieler, der aus der Kampfmannschaft der Innsbrucker aussortiert wurde und in Wattens die Chance bekäme, eine tragende Rolle in einer Bundesligamannschaft zu übernehmen. Bei dir, Florian, müssen wir uns besonders entschuldigen.

Bundesliga kann nicht jeder, Abmachungen einhalten anscheinend auch nicht. Wenn Vereinbarungen zwischen Vereinen, Spielern und Beratern trotz Zusagen jederzeit geändert werden, dann wird das kein gutes Ende nehmen. Wir arbeiten konzentriert an der Mission Bundesliga, lassen uns nicht aus der Ruhe bringen – und ganz sicher lassen wir uns in dieser Causa nicht den schwarzen Peter zuschieben."

Textquelle: © LAOLA1.at

Transfer-Streit zwischen FC Wacker und Wattens um Florian Rieder

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