Rapid zum Abschluss auf ungeliebtem Terrain

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Der SK Rapid muss zum Abschluss der Saison auf ungeliebtes Terrain. Die Hütteldorfer gastieren am Sonntag (17:30 Uhr im LIVE-Ticker) beim WAC, gegen den es in den bisherigen elf Meisterschaftspartien nur zu einem Sieg reichte - dieser gelang aber immerhin auch in einem Saison-Abschluss-Match, und zwar mit einem 5:0 vor drei Jahren.

Ein neuerlicher Umfaller gegen die Kärntner wäre zumindest für die Tabelle unerheblich, weil Endrang drei bereits fixiert wurde. "Dennoch heißt das nicht, dass wir die Aufgabe in Wolfsberg nicht ernst nehmen. Es gilt, diese Saison professionell zu beenden und da erwarte ich mir auch die entsprechende Leistung auf dem Platz. Wir müssen noch einmal alles geben, alles hinaushauen, was in uns steckt", erklärt Trainer Goran Djuricin. "Wenn wir dann auch dieses Spiel gewinnen, dann erst können wir sagen, dass es unterm Strich eine gute Saison gewesen ist, weil der Abschluss gepasst hat."

Der Coach ist aufgrund der zuletzt starken Leistungen der Kärntner, die ihre jüngsten drei Spiele gewonnen haben, auf harte Gegenwehr eingestellt. "Was sie geleistet haben in den letzten Wochen, ist beachtlich. Man sieht ja, dass wir es bei ihnen immer sehr schwer hatten. Aber darum wird es Zeit, in Wolfsberg endlich mal wieder zu gewinnen, damit über diese Statistik keiner mehr spricht."

Zahlreiche Umstellungen bei Rapid

Angesichts der Personalsituation könnte dies ein schwieriges Unterfangen werden, schließlich sind gleich elf Spieler aus dem Profikader nicht dabei. Steffen Hofmanns Karriere ist vorbei, Louis Schaub, Thomas Murg und Richard Strebinger reisten schon zum Nationalteam, Mario Pavelic zählt nach seinem Wechsel zu Rijeka nicht mehr zum Kader und sechs weitere Kicker (Bolingoli, Dibon, Mocinic, Szanto, Kuen, Kvilitaia) sind nicht fit.

Daher wird wohl eine grün-weiße Mannschaft einlaufen, die es in dieser Zusammensetzung noch nicht gegeben hat. "Aber jeder, der auf dem Platz steht, wird alles für Rapid geben. Das ist unser Anspruch", erklärte Djuricin.

WAC-Trainer Robert Ibersberger hofft dennoch insgeheim, dass bei den Hütteldorfern die Luft draußen sein könnte. "Es ist schwer einzuschätzen, ob sie noch einmal 100 Prozent bringen können. Wir müssen aber auf jeden Fall davon ausgehen." Die Heim-Erfolgsserie des WAC gegen Rapid ist für den Salzburger unerheblich. "Wie die Statistik ausschaut, ist nicht entscheidend. Die Spieler brennen einfach auf dieses Spiel und glauben an einen Sieg."

Ibertsberger: "Keine faire Chance bekommen"

Für Ibertsberger bedeutet das Duell mit den Wienern den Schlusspunkt beim WAC - in der neuen Saison übernimmt Christian Ilzer das Ruder. Angesichts der jüngsten Bilanz stellt sich die Frage, ob die Trainer-Entscheidung bei den Kärntnern nicht zu früh gefallen ist. "Da bin ich der falsche Ansprechpartner, aber wirken tut es so. Meine persönliche Meinung ist, ich habe eigentlich gar keine faire Chance bekommen."

Ibertsberger hatte nach dem Rauswurf von Heimo Pfeifenberger am 17. März dessen Nachfolge angetreten, am 6. Mai verkündete der WAC Ilzer als neuen Coach für die Saison 2018/19. Festgestanden war diese Personalie wohl schon einige Zeit zuvor. "Aber ich habe das so hingenommen, es als Chance gesehen, dass ich mich für andere präsentieren kann. Und das ist mir glaube ich ganz gut gelungen", meinte Ibertsberger.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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