Endstand
3:0
0:0 , 3:0
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Salzburgs System mache "die Gegner am Ende müde"

Sechs Spiele konnte man zuletzt nicht gegen Sturm gewinnen, unter Trainer Danny Röhl war es wieder soweit. So wird dieser Erfolg erklärt.

Salzburgs System mache "die Gegner am Ende müde" Foto: © GEPA

Zwölf Minuten haben Red Bull Salzburg in der siebten Runde der ADMIRAL Bundesliga zum Sieg gereicht!

Gegen Sturm Graz taten sich die "Bullen" gerade in der ersten Halbzeit schwer. Schlussendlich durfte man jedoch über einen späten 3:0-Sieg und die nächsten drei Punkte jubeln (zum Spielbericht >>>).

Somit beendet das Team von Danny Röhl auch die Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg gegen die "Blackies".

Wieder in der Startelf stand der zuletzt angeschlagene Innenverteidiger Valentin Zabransky. Nach dem Spiel spricht er von einem schwierigen Duell: "Ich glaube, heute war es besonders in der ersten Halbzeit kein perfektes Spiel von uns. Sturm hat gut gepresst. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass wir schon öfters solche Spiele gespielt haben, dass wir erfahren sind und dass wir nach vorne die Tore machen und hinten die Null halten", erklärt er.

Nach einem guten Start der Gäste verzeichnet das Heimteam nach rund 20 Minuten eine kurze Drangphase, muss jedoch kurz vor der Pause eine weitere gute Gelegenheit von Kayombo (38.) und Koller (43.) hinnehmen.

Nachdem diese nicht genutzt wurden, ging es mit 0:0 in die Pause. "Uns hat ein bisschen die Handlungsschnelligkeit gefehlt in der ersten Halbzeit - mit Ball, aber auch gegen den Ball", analysiert der Trainer kritisch.

Wechsel führten zum Erfolg

Bereits in der 52. Minute vollzog Röhl dann einen Dreifachtausch, der sich als richtige Option erwies. Kitano brachte Schwung und auch Camara und Vertessen brachten Ideen und Gefahr.

Nachdem die Mozartstädter am Donnerstag international im Einsatz waren, waren die letzten Tage intensiv. Sturm Graz hatte im Gegensatz dazu einen Tag mehr Regenerationszeit und keine Reise hinter sich. Als Ausrede der anfänglichen Probleme will das der Trainer aber nicht verwenden.

"Wir wollen genau diese Spiele haben. Wir haben einen großen, einen tiefen Kader. Sie waren einfach aggressiver, sie waren scharf in den Aktionen, haben die Basics gut gemacht und haben uns dann in den Duellen ein bisschen die Schneid abgekauft", schildert er.

In der 66. Minute ersetzte Tohumcu Barry. Nur sechs Minuten später sorgte Veratschnig für das erste Tor des Abends. Es war bereits sein zweites in der Liga. Vor allem mit den Läufen in die Tiefe und der guten Verteidigung zeigt sich der Trainer zufrieden.

Gelb-Rote-Karte schwächt Sturm zusätzlich

Ab der 76. Minute musste Sturm zudem nach einem Platzverweis von Heil zu zehnt agieren. Salzburg nutzt die Gunst der Stunde und gab daraufhin das Tempo an.

Es folgte das 2:0 durch Bomas erstes Bundesliga-Tor und der 3:0-Endstand durch Camara, der sich ebenfalls neu in die Torschützenliste eintrug.

"Es zeigt die Tiefe des Kaders, dass man mit einem Dreifachwechsel einen Impuls setzen kann, und dann haben wir es hervorragend gemacht", meint der Chefcoach. Gerade die Entwicklung von Boma sei hervorragend gewesen und auch Camara konnte sich nach kurzer Zeit am Sonntag durchsetzen.

"Die Gegner werden gegen Ende müde"

Insgesamt habe man gegen einen aggressiv und intensiv spielenden Gegner die Wechsel genutzt, diese hätten Energie gebracht und auch mit der Verteidigung der Standards war Röhl nach Schwierigkeiten in den letzten Spielen zufrieden. Vor allem, nachdem man über die Stärken der Gegner Bescheid wusste.

Letztendlich hat man ein "schwieriges Spiel" erneut gewonnen. "Wir haben mit dem 3:0 gegen Sturm und 5:1 gegen Rapid zwei Ausrufezeichen gesetzt."

Zabransky sieht auch die Spielweise seines Teams als ausschlaggebend für den späten Sieg. "Umso länger das Spiel geht, desto eher geht der Gegner gegen uns ein. Das liegt an unserem System, wie wir spielen, wie wir pressen, die Gegner werden gegen Ende müde", erklärt er. Loben will er sowohl die Offensive, als auch die Defensive, die abermals die Null hielt.

Wichtige Punkte für die Tabelle

In der Tabelle liegt Salzburg einen Punkt hinter Rapid und einen vor dem LASK. Sturm ist bereits sechs Zähler zurück. Auf dem guten Saisonstart ausruhen darf man sich dennoch nicht, wie Röhl mahnt: "In der Liga muss man auch die kleineren Spiele mehr auf seine Seite ziehen und da haben wir zwei gehabt, wo wir etwas liegenlassen haben."

Für unter anderem Veratschnig und Zawieschitzky geht es nun zum Nationalteam, doch auch für die Teamkollegen steht Arbeit auf dem Programm. Nach einer Regeneration wird weiter trainiert. Röhl hat bereits eine Liste mit essentiellen Punkten zusammengestellt.

Nach der Länderspielpause treffen die "Bullen" am 10. Oktober auf den GAK.

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