Endstand
3:0
0:0 , 3:0
NEWS

Ingolitsch nach Topspiel-Pleite: "Fühlt sich komisch an"

Der Sturm-Trainer fand nach der Niederlage in Salzburg nur positive Worte für sein Team. Warum die Steirer dennoch mit leeren Händen dastehen.

Ingolitsch nach Topspiel-Pleite: "Fühlt sich komisch an" Foto: © IMAGO / Fotostand

Nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge gegen den FC Red Bull Salzburg steht der SK Sturm Graz nach einem Topspiel wieder mit leeren Händen da!

Die "Blackies" mussten sich in einer über weite Strecken ausgeglichenen und offenen Partie in der Mozartstadt mit 0:3 geschlagen geben. Zum Spielbericht >>>

Doch so deutlich sich das Ergebnis auch liest, war über weite Strecken nicht absehbar, welche Mannschaft die Begegnung am Ende ziehen wird.

Unverständnis bei den Grazern

"Das 3:0 spiegelt das Spiel nicht wieder", resümierte Innenverteidiger Joshua Quarshie. Sturm-Coach Fabio Ingolitsch sah das ähnlich: "Fühlt sich irgendwie komisch und falsch an, wenn man das Spiel von außen betrachtet und dann dieses Ergebnis sieht."

Und der 37-Jährige legte nach: "Wir haben ein super Spiel abgeliefert, waren spielbestimmend, hatten Kontrolle und waren bissiger. Wir haben das Spiel eigentlich in eine Richtung gelenkt, dass wir die Mannschaft sind, die heute den Lucky Punch setzt", so der Chefcoach.

Dennoch steht man am Ende mit leeren Händen da.

Bissig und griffig

Und das, obwohl sich Sturm an diesem Sonntagabend in guter Verfassung präsentierte, Salzburg einen echten Kampf lieferte und vor allem in den Zweikämpfen und im Gegenpressing die bissigere Mannschaft war.

"Unser Matchplan ist gut aufgegangen. Wir haben Salzburg nie in ihre 'Salzburg-Neu'-Spielweise kommen lassen. Sie sind ja Ballbesitz und Kontrolle bestrebt. Vor dem Spiel hat es geheißen, dass wir nur das Spiel zerstören wollen. Am Ende hatten wir aber mehr Ballbesitz und Kontrolle", so Ingolitsch.

Einzig im letzten Drittel haperte es wie so oft in dieser Saison. Im Vergleich zum Europacup bat Ingolitsch überraschend Axel Kayombo, der zwischenzeitlich schon kurz vor einem Wechsel in die Türkei stand, als Solo-Spitze auf.

Das war der Plan

Das war der Plan
Cheftrainer Fabio Ingolitsch war durchwegs zufrieden.
Foto: ©IMAGO / Kirchmayr

Der 20-Jährige sollte mit seiner "Wucht", wie Ingolitsch bestätigte, die Defensive der Salzburger beschäftigen. Mit Ausnahme eines Abschlusses aus der Distanz fehlte aber der Output.

"Wir waren sehr oft im letzten Drittel, hatten durch das 4-4-2 gegen den Ball viele hohe Ballgewinne, haben versucht mehr Breite zu generieren und so von den Salzburgern wegzukommen. Das ist uns gut gelungen und dann geht es um die Entscheidungsfindung und die letzte Effizienz", hob der Coach das Verbesserungspotenzial hervor.

Spielentscheidend war dann die 72. Minute, als Salzburg durch einen schnellen Angriff über mehrere Stationen durch Nikolas Veratschnig in Führung ging. Danach kippte die Partie, auch mit der Gelb-Roten von Jürgen Heil.

Kevin Boma traf nach einem Standard (76.) und Joker Aboubacar Camara vollendete einen schönen Angriff mit einem Seitfallzieher via Querlatte (83.).

Erstes Tor entscheidet

"Das 1:0 war dann spielentscheidend. Dieses Tor ist bezeichnend wie Salzburg das Spiel heute gewonnen hat. Weil ich glaube, dass der Niki Veratschnig bis jetzt nicht weiß, wie er den Ball im Tor untergebracht hat. Aber so ist Fußball", sagte Ingolitsch.

Auch Simon Seidl sah das ähnlich: "Am Schluss hat dieses eine Tor entschieden. Wichtig ist es, dass du nach so einem Tor draufbleibst, das haben wir etwas verschlafen. Klar bekommst du dann aber die Rote Karte und den Standard."

Lob für die Leistung

Trotzdem wollte Ingolitsch nach dem Spiel nicht Trübsal blasen. In einer schweren Woche holte man gegen den LASK einen Sieg, remisierte gegen Stade Rennes und kassierte jetzt eine Niederlage in Salzburg.

"Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben in einer Situation, wo ich meiner Mannschaft nach einer 0:3-Niederlage ein Kompliment geben kann. Wie wir die letzten drei Spiele gegen diese Gegner gespielt haben, haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt."

Zwar ist mit dieser Niederlage der Rückstand auf die Spitze auf sieben Punkte angewachsen, abgerechnet wird aber erst im Frühjahr.

Die besten Fan-Bilder des SK Sturm Graz

Kommentare

JETZT NEU: Diskutiere mit den LAOLA1-Usern bei Live-Events in unserem neuen LAOLA1-Chat!