Das war der Plan
Der 20-Jährige sollte mit seiner "Wucht", wie Ingolitsch bestätigte, die Defensive der Salzburger beschäftigen. Mit Ausnahme eines Abschlusses aus der Distanz fehlte aber der Output.
"Wir waren sehr oft im letzten Drittel, hatten durch das 4-4-2 gegen den Ball viele hohe Ballgewinne, haben versucht mehr Breite zu generieren und so von den Salzburgern wegzukommen. Das ist uns gut gelungen und dann geht es um die Entscheidungsfindung und die letzte Effizienz", hob der Coach das Verbesserungspotenzial hervor.
Spielentscheidend war dann die 72. Minute, als Salzburg durch einen schnellen Angriff über mehrere Stationen durch Nikolas Veratschnig in Führung ging. Danach kippte die Partie, auch mit der Gelb-Roten von Jürgen Heil.
Kevin Boma traf nach einem Standard (76.) und Joker Aboubacar Camara vollendete einen schönen Angriff mit einem Seitfallzieher via Querlatte (83.).
Erstes Tor entscheidet
"Das 1:0 war dann spielentscheidend. Dieses Tor ist bezeichnend wie Salzburg das Spiel heute gewonnen hat. Weil ich glaube, dass der Niki Veratschnig bis jetzt nicht weiß, wie er den Ball im Tor untergebracht hat. Aber so ist Fußball", sagte Ingolitsch.
Auch Simon Seidl sah das ähnlich: "Am Schluss hat dieses eine Tor entschieden. Wichtig ist es, dass du nach so einem Tor draufbleibst, das haben wir etwas verschlafen. Klar bekommst du dann aber die Rote Karte und den Standard."
Lob für die Leistung
Trotzdem wollte Ingolitsch nach dem Spiel nicht Trübsal blasen. In einer schweren Woche holte man gegen den LASK einen Sieg, remisierte gegen Stade Rennes und kassierte jetzt eine Niederlage in Salzburg.
"Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben in einer Situation, wo ich meiner Mannschaft nach einer 0:3-Niederlage ein Kompliment geben kann. Wie wir die letzten drei Spiele gegen diese Gegner gespielt haben, haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt."
Zwar ist mit dieser Niederlage der Rückstand auf die Spitze auf sieben Punkte angewachsen, abgerechnet wird aber erst im Frühjahr.