Rose: "Wollen Hannes Wolf noch lange behalten"

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"Ja, das war ein guter Tag."

Hannes Wolf wird den 28. September 2017 nicht so schnell vergessen. Jenen Tag, an dem er mit RB Salzburg Olympique Marseille 1:0 geschlagen hat – und erstmals ins ÖFB-Team einberufen wurde.

"Ich habe vor ein paar Tagen einen Anruf bekommen, habe es also schon gewusst und es freut mich natürlich. Es zeigt einfach, dass meine Leistungen gut waren", sagt der 18-Jährige, der aber dadurch nicht abgelenkt war.

"Ich bin nicht der Typ, der sich dann lang damit beschäftigt und nur darauf konzentriert, denn ich war mit meinen Gedanken beim Spiel gegen Marseille.“

Die Einberufung ist die nicht überraschende Folge eines unglaublichen Jahres für den Youngster aus Graz.

"Spricht für unsere Arbeit"

Mit der Salzburger U19 holte der Offensivspieler im April sensationell den Titel in der UEFA Youth League, rückte im Sommer endgültig zu den Profis auf (Debüt bereits 2016 gegen Schalke) und spielte sich dort schnell ins Rampenlicht.

Ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren, wie Wolf in einem Interview mit LAOLA1 bewies (Hier nachlesen!).

Bereits für die WM-Quali-Spiele gegen Wales und Moldawien stand der Steirer auf der ÖFB-Abrufliste, musste dann aber dem U21-Team und folglich auch dem A-Team verletzungsbedingt absagen.

Wolf nahm die erstmalige Einberufung glücklich zur Kenntnis, sein Trainer freut sich.

"Ich bin extrem stolz. Auch auf die Arbeit, die hier im Nachwuchs geleistet wird. Das ist ein Spieler, der seit der U16 bei uns ist und hier ausgebildet wurde. Er ist jetzt A-Nationalteamspieler geworden, das zeigt, dass wir viele Dinge richtig machen und hoffentlich damit dem österreichischen Fußball helfen können", so der Deutsche, der Wolf in der U16, U18, Youth League und nun in der Kampfmannschaft betreut(e).

Lob von internationalen Trainern

Bei der Abschlusskonferenz vor dem Duell mit Marseille hob Gäste-Trainer Rudi Garcia, der auch schon die AS Roma trainierte, Wolf hervor, im August auch Rumäniens Fußball-Legende Gheorge Hagi rund um das Playoff-Duell zwischen Salzburg und Viitorul Constanta.

Rose nimmt diese Aussagen mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis. "Klar macht es mich stolz, aber wir müssen aufpassen. Hannes ist ein Spieler, der sich hier gerade etabliert. Das macht er richtig gut, er ist ein wertvoller Spieler für uns. Dass der eine oder andere auf Hannes aufmerksam wird, war zu erwarten. Jetzt geht es darum, ihn so lange wie möglich bei uns zu behalten.“

Wolf hat noch Vertrag bis 2020, doch sollte sich seine Entwicklung so rasant fortsetzen und er auch im Nationalteam aufzeigen, werden sich die Klubs aus den Top-Ligen bald konkreter interessieren.

Im August meinte Wolf dazu: "Ich lasse das auf mich zukommen, weil ich weiß, dass es im Fußball schnell gehen kann. Wenn man eine gute Saison hat, hat man viele Möglichkeiten. Ich plane da aber nichts, will hier zunächst auf hohem Niveau spielen und dann werden wir sehen, was in ein paar Jahren passiert.“

Nach dem Heimspiel gegen den WAC wird Wolf zunächst erstmals ins Teamcamp einrücken. Unterstützung bekommt er von Stefan Lainer: „Er ist mein Zimmerkollege und hat sich diese Einberufung verdient.“

Dünne Personaldecke

Bleibt zu hoffen, dass gegen Wolfsberg nichts mehr passiert, schließlich darf Red Bull Salzburg derzeit als „Red Cross“ Salzburg bezeichnet werden – nicht weniger als zehn Spieler fehlten gegen Marseille.

Marc Rzatkowski (Zehe), Marin Pongracic (Adduktoren), Takumi Minamino (Innenband), Stefan Stangl (Oberschenkel), Samuel Tetteh (Knie), Reinhold Yabo (Jochbein), Hee-Chan Hwang (Oberschenkel), Fredrik Gulbrandsen (krank), Patson Daka (Knöchel) und Christoph Leitgeb (Knie).

Gegen Marseille saßen nur vier Spieler auf der Ersatzbank.

„Das habe ich noch nie erlebt, aber das ist die Situation und es können auch alle bei uns kicken. Es ist nicht so schlecht, wenn du David Atanga bringen kannst“, meinte Alexander Walke.

Wolf sah das Positive: „Es ist eben zurzeit so, aber wir halten als Mannschaft zusammen. Der Sieg ist vielleicht noch umso schöner, weil wir so geschwächt waren.“

Walke: "Wir bilden Fahrgemeinschaften"

Ein Prestige-Erfolg wie jener hebt freilich auch die Laune, wie Walke nach dem Spiel gegen Marseille bewies. Auf die Frage, wie die Mannschaft nun regenerieren würde, meinte der Deutsche: „Wir stecken unsere Kadaver in die Eistonne rein. Die die noch reinkommen, gehen selber rein, die anderen tragen wir rein. Jeder bleibt dann eine Viertelstunde drinnen und dann bilden wir Fahrgemeinschaften, weil ein paar musst du heute ins Bett bringen. Der eine oder andere kann sicher nicht mehr laufen. Aber das ist wichtig für Sonntag, denn da haben wir auch wieder ein extrem wichtiges Spiel.“

Danach ist Länderspiel-Pause, Rose ist guter Dinge, dass sich das Lazarett bis dahin lichtet. Gegen Wolfsberg könnten zumindest Gulbrandsen, Daka und Leitgeb wieder im Kader stehen.

„Wir hoffen schon, dass zwei, drei, vier Jungs in der Pause wieder zurückkommen", sagt Rose. Während neun Teamspieler unterwegs sind, werden die anderen Spieler behutsam reintegriert.

„Es ist auch wichtig, dass wir die Jungs, die zurückkommen, nicht zu schnell in Kleingruppen in Höchstleistung jagen. Wir werden das sehr individualisieren und versuchen, dass sie richtig spielfähig werden, aber trotzdem versuchen, Fußball zu arbeiten. Einfach ist es nicht.“

Das Heimspiel gegen Wolfsberg ist vor der Länderspielpause das siebente für Salzburg binnen 21 Tagen - trotz großem Lazarett hat der Meister in dieser Phase kein Spiel verloren (3 Siege, 3 Unentschieden).

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FC Red Bull Salzburg - RZ Pellets Wolfsberg

19.00 Uhr, Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, SR Schörgenhofer
Bisheriges Saisonergebnis: 2:0 (a). Saisonergebnisse 2016/17: 1:1 (h), 2:2 (a), 3:0 (h), 2:0 (a)

Salzburg: Walke - Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - Haidara, X. Schlager, Samassekou, Berisha - Wolf, Dabbur

Ersatz: Stankovic - Farkas, Onguene, Meisl, Atanga

Es fehlen: Rzatkowski (Zehenbruch), Pongracic (Adduktoren), Minamino (Innenband-Teilriss), Stangl (Oberschenkel), Tetteh (Knie), Yabo (nach Jochbeinbruch), Hwang (Oberschenkel)

Fraglich: C. Leitgeb (Schlag aufs Knie), Daka (Knöchel), Gulbrandsen (nach fiebriger Erkältung)

WAC: Sallinger - Zündel, Sollbauer, Rnic, Palla - Flecker, G. Nutz, Rabitsch, Wernitznig - Gschweidl, Orgill

Ersatz: Robitsch - Frieser, Drescher, Mulahalilovic, Ranacher, Ouedraogo, Topcagic

Es fehlen: Kofler (Meniskuseinriss), Hüttenbrenner (eingerissenes Kreuzband), Klem (Kreuzband- und Außenmeniskusriss), Dobnik (Kreuzbandriss), Offenbacher (Muskelprobleme), M. Leitgeb (Sprunggelenksverletzung)

Textquelle: © LAOLA1.at

RB Salzburg: Munas Dabbur trotzt den Pfiffen

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