Endstand
2:0
0:0 , 2:0
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Rapids Sieg, ohne viel zu gewinnen: "Der Druck wird nie weggehen"

Das "Wie" war kein Fortschritt, nur das Ergebnis. Im Kampf um die Meistergruppe helfen drei Punkte und die individuelle Klasse eines Rückkehrers.

Rapids Sieg, ohne viel zu gewinnen: "Der Druck wird nie weggehen" Foto: © GEPA

Der SK Rapid kann wieder gewinnen. Über das "Wie" sollte nicht lange gesprochen werden.

Dass mit dem Wolfsberger AC eine andere Mannschaft gastierte, die sich gerade im freien Fall befindet, war 70 Minuten lang zu sehen.

Die Hütteldorfer ideenlos und nervös, die Kärntner ohnehin mit reaktivem Spielansatz und der Überforderung, tatsächlich Ballbesitz und Spielanteile zu bekommen.

Dazu eine Minuskulisse, ein Stimmungsboykott vom Block West>>> und eine überschaubare Leistung des Schiedsrichter-Teams rund um Stefan Ebner: Es war ein Potpourri des Fußball-Übels, das sich jenen 10.425 doch Anwesenden bot.

Die historische Sieglosserie endet nach zwölf Spielen, zwei Runden vor Ende des Grunddurchgangs hat Rapid die Teilnahme am Meister-Playoff in der eigenen Hand. Petter Nosa Dahl ist wieder da und glänzt sofort weiter. Und Daniel Nunoo belohnte seine jugendliche Unbekümmertheit mit dem ersten Treffer.

Soweit das Positive eines zähen Kicks.

Der Trainer forderte zu viel

Dass sein Team in der ersten Hälfte so schlecht auftrat, nahm Johannes Hoff Thorup erfrischend ehrlich auf sich: "Unser hohes Pressing war nicht gut genug. Das gehört mir. ich habe einen Fehler mit der Art des Pressings, mit der Formation gemacht. Es war zu schwierig für die Spieler, das umzusetzen."

"Diese Art zu gewinnen ist nicht meine liebste. Ich möchte, dass das Team offensiver denkt. Aber heute ist es erst einmal anders."

Johannes Hoff Thorup

Zur Pause wurde das geändert. Den großen Unterschied machte aber die Einwechslung von Petter Nosa Dahl: Mit seiner ersten Aktion des Kalenderjahres leitete der Norweger das Fesseln lösende 1:0 durch den ebenfalls erst zur Halbzeit eingewechselten Matthias Seidl ein.

In einer verunsicherten Mannschaft war es dadurch individuelle Qualität, die zuletzt fehlte und nun ausschlaggebend wurde.

Nur eine Prise Nosa Dahl

Den Hoffnungen auf mehr Einsatzzeit für den Flügelstürmer und wohl besten Rapidler der laufenden Saison - wenn er denn fit ist - musste der Trainer allerdings schnell einen Bremsklotz vor die Füße werfen.

"Dass ich viel mit ihm spielen will, ist keine Diskussion, denn jeder hat gesehen, was für ein guter Spieler er ist. Aber ich kann meine Entscheidungen nicht den Emotionen überlassen. Wir müssen seine Einsatzminuten und Trainings clever managen", verwies der Däne auf die Rekonvaleszenz.

Auch die Vergangenheit wurde da zur Warnung, denn das erste Comeback Nosa Dahls endete ja gleich wieder verletzungsbedingt.

Aber, so Hoff Thorup: "Wenn es der Gameplan sein kann, dass er nur ein paar Minuten spielt und einen Assist gibt, ist das auch okay für mich."

Den Druck genießen

Eine gewisse Erleichterung über das Ergebnis war den Spielern erlaubt, es soll vor allem positiv auf die Stimmung in der kommenden Trainingswoche einwirken. Nächste Woche geht es auswärts in Altach im direkten Duell mit einem Konkurrenten um "oben" um sehr viel.

"Heute kann man sich auch mal freuen, denn wir haben die letzten Wochen viel Dreck gefressen", so Jannes Horn, der ebenfalls aus einer Verletzungspause zurückkehren konnte.

Seidl hoffte auf eine Woche mit "Mut und Selbstvertrauen, damit wir uns im Spiel mehr zutrauen und nach vorne attackieren."

Denn gewonnen ist durch diesen Sieg noch rein gar nichts, wenn es nächstes Wochenende im Ländle den nächsten Dämpfer geben sollte.

"Der Druck wird immer noch da sein, das ändert sich nicht. Er wird nie weggehen. Wenn du das nicht magst, ist das kein Business für dich. Wir müssen genießen, dass es Druck gibt", bekräftigte Hoff Thorup.

Und irgendwann soll auch das Dargebotene wieder besser werden: "Diese Art zu gewinnen ist nicht meine liebste. Ich möchte, dass das Team offensiver denkt. Aber heute ist es erst einmal anders. Heute dürfen wir das schwere Spiel feiern, das die Jungs erfolgreich absolviert haben."

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