Rapid: Erstes Teamtraining trotz Coronafall

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Der SK Rapid erlebt wieder einmal turbulente Tage. Nur einen Tag nach dem Auftreten des ersten Coronafalls im Kader startet die Mannschaft ins erste Teamtraining für die neue Saison. Der infizierte Akteur sowie die Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne und sind beim Trainingsauftakt naturgemäß nicht dabei.

Ebenfalls nicht zugegen ist Kapitän Stefan Schwab, dessen Vertrag ausgelaufen ist, und der aktuell einen Wechsel zu PAOK Saloniki in Erwägung zieht. Die sportliche Leitung des Vereins befindet sich war noch in Gesprächen mit dem 29-Jährigen, die Zeichen stehen aber auf Abschied.

Seine früheren Kollegen trainieren nach dem positiven Corona-Test vorerst bis Freitag in reduzierter Form. "Am Donnerstag folgt der nächste Test für jene Spieler und Betreuer, die mit dem Spieler in Kontakt waren und die sich aktuell in Isolation befinden", erklärt Klubarzt Thomas Balzer.

Entscheidung über Trainingslager notwendig

Die Testergebnisse sollen laut Klubangaben am Freitag vorliegen. Erst danach wird entschieden, ob die Anreise ins Trainingslager nach Bad Tatzmannsdorf planmäßig am Samstag erfolgt - inklusive eines avisierten Testspiels gegen den Regionalligisten SV Draßburg.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Der positive Test sei laut Balzer bei einer routinemäßig nach dem Präventionskonzept der Bundesliga durchgeführten Kontrolle nach dem Urlaub aufgetreten. "Dem Spieler geht es gut, er hat keinerlei Symptome", sagt der Vereinsarzt. "Er unterliegt nun den Auflagen der Behörde und befindet sich zuhause in Quarantäne."

Auch die anderen Rapid-Akteure werden regelmäßig kontrolliert. "Man braucht nicht nervös zu werden, wenn ein Test positiv ist", betont Balzer. "Denn genau deswegen gibt es das Präventionskonzept und wir alle wissen, wie danach strukturiert zu handeln ist." Zur Anzahl der beim Teamtraining abwesenden Personen wollte ein Klubsprecher am Mittwoch keine Angaben machen.

Wechsel-Poker vor dem Ende

Der bisherige Kapitän jedenfalls fehlt in Hütteldorf. Ein Angebot auf Verlängerung seines ausgelaufenen Vertrags hat Schwab bisher nicht angenommen, die Zeichen stehen auf Abschied. Man befinde sich allerdings nach wie vor in Gesprächen mit Rapids Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic, betont Bruder und Berater Roland Schwab gegenüber der APA. "Der Ausgang ist offen."

Griechische Medien berichteten von einer mündlichen Übereinkunft mit PAOK. Schwab werde demnach am Donnerstag in Saloniki erwartet, um abschließende Gespräche und einen Medizincheck zu absolvieren. Dem 29-jährigen Mittelfeldspieler soll beim griechischen Vizemeister, einem möglichen Kontrahenten Rapids in der anstehenden Champions-League-Qualifikation, ein Dreijahresvertrag zur Unterschrift vorgelegt werden. Sein Bruder wollte dieses Szenario nicht gänzlich ausschließen. "Es ist aber auch nicht beschlossen. Wir wollen den heutigen Tag abwarten, wie sich der entwickelt", erklärt Roland Schwab.

Neben den Gesprächen mit Rapid spielt auch die Situation bei US Lecce eine Rolle. Schwab liegt ein Angebot von den Süditalienern vor, diese könnten bei vier Punkten Rückstand auf Genoa aber bereits am Mittwochabend in die Serie B absteigen. Holen sie zumindest zwei Zähler auf, fällt die Entscheidung über Lecces Ligazugehörigkeit erst in der letzten Serie-A-Runde am Sonntag.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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