"Wenn wir immer so gewinnen, ist es mir auch egal", erklärt der 33-Jährige weiters, nur um dann doch zu fordern: "Über 90 Minuten muss es besser ablaufen. Mit dem Ball war es ganz ok, aber die Konter müssen wir besser spielen und das 2:0 schießen. Wir sind dann richtig in Bedrängnis gekommen und haben das 1:0 ein bisschen glücklich drübergebracht."
Rapid-Einbruch nach Führung: "Weiß nicht, was passiert"
Der Kärntner war einer von sieben Spielern, die nach dem 2:1-Sieg in Danzig am Donnerstag von Ferdinand Feldhofer zu Beginn geschont wurden. Das hielt ihn nicht davon ab, nach seiner Einwechslung zur Pause dank eines verwandelten Handelfmeters zum Matchwinner zu avancieren.
Burgstallers Tor fiel in der 67. Minute. Bis zu diesem Zeitpunkt war Rapid die dominantere und aktivere Mannschaft, danach klappte offensiv gar nichts mehr. Zwar blieben auch die Klagenfurter Großchancen auf den Ausgleich bis zum Schluss rar, allerdings gab es gleich drei strittige Strafraumszenen im Rapid-Sechzehner, die Schiedsrichter Schüttengruber durchaus auch als elfmeterwürdig empfinden hätte können.
"Bis zum 1:0 war es ok. Ich weiß nicht, was passiert, wenn wir in Führung gehen. Wir lassen uns zu tief fallen, kriegen keinen Druck mehr auf den Ball. Das müssen wir sicherlich besser machen in der Zukunft, aber wichtig ist, dass wir nach der englischen Woche drei Punkte nachlegen konnten", bilanziert Burgstaller.
Feldhofer: "Das ist nicht unsere DNA"
Bereits beim 2:1-Sieg über Lechia ließ sich ein ähnliches Verhalten der Hütteldorfer beobachten. Die Grün-Weißen gingen nach einem Doppelschlag früh in Polen in Führung, konnten danach aber nicht mehr nachsetzen und mussten schlussendlich noch ordentlich um den Aufstieg in Quali-Runde drei zittern.
"Das fällt mir auch auf, dass wir innerhalb von drei Tagen nach Führung zwei Mal mehr Angst vor dem Verlieren bekommen als zu gewinnen. Das müssen wir ändern, das ist nicht unser Plan, nicht unsere DNA, aber es ist auch verständlich, das nicht immer alles funktioniert", so SCR-Coach Feldhofer zu dieser Problematik.
Für den Steirer war der Sieg in Klagenfurt "ein verdienter, hart erarbeiteter". Rapid sei oft "nur am letzten Pass und an der Chancenverwertung gescheitert". "Wir tun uns aktuell etwas schwer, Tore zu erzielen, trotzdem bin ich mit dem Ergebnis natürlich überglücklich", kann auch Feldhofer mit den "schirchen" Siegen Rapids gut leben.
Einen solchen Erfolg würden die Hütteldorfer auch kommenden Donnerstag mit Sicherheit nehmen. Bei Aserbaidschans Vize-Meister Neftci Baku geht es dann auswärts um den Aufstieg ins Playoff zur Europa Conference League (Donnerstag, 19 Uhr im LIVE-Ticker) . Das grün-weiße Motto bleibt bis dahin gleich: "Hauptsache gewinnen".