So steht es um die Rapid-Finanzen

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Die Situation ist haarig. Dass die finanzielle Situation des SK Rapid durch die Corona-Krise und die Geisterspiele in der Bundesliga zumindest prekär ist, ist ein offenes Geheimnis.

"Wir haben eine ganz besondere Situation in Österreich, haben im Schnitt 20.000 Zuschauer. Wir planen natürlich mit diesen Einnahmen, deshalb trifft uns der Ausfall der Einnahmen stark", erklärt Klub-Boss Martin Bruckner gegenüber "Sky".

Der Ausweg? "Wir hoffen auf einen Ersatz durch die Politik, weil wir können nichts dafür, dass wir keine Zuschauer im Stadion haben dürfen. Ich gehe davon aus, dass dieser Ersatz kommen wird. Wir sind ein wichtiger Faktor in der Wirtschaft und in der Integration in Österreich. Ich denke, es gibt keinen Grund, zu sagen, der Fußball kriegt nicht die Förderung, die andere Sektoren bekommen", wirbt der Rapid-Präsident um Hilfe von der öffentlichen Hand.

Gender-und-Diversity-Management und Workshops

Ein vergleichsweise klitzekleines Minus verbucht die Klub-Kasse durch die 5.000 Euro, die als unbedingt Strafe wegen des sexistischen Fan-Transparents im Heimspiel gegen Hartberg bezahlt werden müssen. "Wir können uns für dieses Plakat nur entschuldigen, wir haben uns auch schon mehrmals entschuldigt. Es ist klar, dass wir die Strafe akzeptieren, so wie sie gekommen ist", sagt Bruckner.

Auf die Kritik an Geschäftsführer Christoph Peschek, der im Interview nach dem Spiel eine ganz schlechte Figur abgegeben hat, reagiert der SCR-Chef so: "Dieses Interview war unglücklich, ist nicht gut gelaufen. Ich glaube, wir haben das danach mehrmals richtiggestellt. Jeder Mensch hat das Recht, einen Fehler zu machen."

Die Folgen des Spruchbands und der Kritik daran: "Wir werden diese Situation zum Anlass nehmen, um einige Dinge im Verein anzustoßen. Wir werden mit einem eigenen Gender-und-Diversity-Management beginnen, wir haben mit 1. September einen hauptamtlichen Fanbetreuer beim SK Rapid. Wir gehen mit dem Thema sehr aktiv um. Wir werden auch mit der Fanszene, mit den Fans Workshops machen, um auf dieses Thema noch einmal hinzuweisen."

Möglich, dass die 5.000 Euro Geldstrafe nicht die einzige finanzielle Folge bleiben. Gerüchten zufolge soll sich Hauptsponsor "Wien Energie" mit einem möglichen Ausstieg beschäftigen. Bruckner gibt sich diesbezüglich eher schmallippig: "Es ist klar, dass diese Situation auch für unsere Partner extrem unangenehm war. Wir haben mit all unseren Partnern schon Gespräche aufgenommen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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