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Trainer-Ausbildung: Mehr Chancen für Jung-Trainer

Schöttel will die Jung-Trainer in der Ausbildung nicht mehr bremsen.

Trainer-Ausbildung: Mehr Chancen für Jung-Trainer Foto: © GEPA

In Deutschland dominieren junge, aufstrebende Trainer wie Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco das Geschehen in der Bundesliga.

Künftig sollen solche Trainer auch in Österreich mehr Chancen bekommen.

Peter Schöttel, der Sportdirektor des ÖFB, will den Zugang zu den Kursen für jene Trainer-Talente, die früher nicht selbst im Profi-Fußball aktiv waren, erleichtern. Die Trainer-Aus- und -Fortbildung soll weiterentwickelt werden.

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"Ziel ist es ja, die besten Trainer nach oben zu bringen und nicht die besten Kicker als Trainer zu haben", erklärte Schöttel. Es habe bereits erste Gespräche mit dem Sportministerium, der Bundessportakademie (BSPA), Vertretern des ÖFB und der Landesverbände gegeben. "Wir sind uns alle einig, dass es gerechter werden soll", sagte der Ex-Internationale. "Das heißt aber nicht, dass wir den Weg erfolgreicher Spieler in die Trainerlaufbahn verhindern wollen."

"Die Spielerkarriere wird ab der kommenden Ausbildung definitiv niedriger bewertet"

Das Thema beschäftige ihn sehr, zumal er mit den beiden Gruppen - hier die Ex-Spieler, dort die starken Theoretiker - nichts anfangen könne. "Zwischen diesen beiden Gruppen ist zu wenig Wertschätzung und zu wenig Respekt vorhanden", meinte Schöttel. "Für mich gibt es nur gute oder schlechte Trainer." Vertreter beider Interessensgruppen sollten die Möglichkeit erhalten, auf der höchsten Ebene anzukommen.

Für den nächsten Pro-Lizenz-Lehrgang hätte es laut Schöttel rund 50 Anmeldungen gegeben. Ein letztes Mal wird bei der Auswahl unter den bisherigen Gesichtspunkten gereiht. "Die Spielerkarriere wird ab der kommenden Ausbildung definitiv niedriger bewertet", sagte Schöttel. Man schaue sich aber alles an - von der Bewertung der Zeugnisse über den Zeitpunkt des psychologischen Eignungstests bis hin zu anderen Parametern.

"Wir überlegen uns gerade ein neues Punktesystem, um ein transparentes, nachvollziehbares Modell zu entwickeln", erklärte Schöttel. Der Prozess sei bereits weit fortgeschritten. Mögliche Veränderungen müssen aber noch durch die Sportkommission und das ÖFB-Präsidium. Der Bedarf dazu besteht. Laut Schöttel gebe es mehr als genug Trainer, die sich im Nachwuchs Schritt für Schritt hochdienen. "Die sind dann aber zum Teil angestanden." Etwa, weil sie nicht in den nächsthöheren Kurs gekommen sind.

Die beiden Verantwortlichen

Begonnen wurde mit den Veränderungen bei der Pro-Lizenz, sie sollen dann aber auch weiter nach unten getragen werden. Die Gesamtleitung der Traineraus- und -fortbildung liegt unter Schöttel nicht mehr beim Sportdirektor, sondern bei Frauen-Teamchef Dominik Thalhammer. Dieser bekam mit dem früheren FAC-Trainer Thomas Eidler zuletzt einen sportlichen Leiter zur Seite gestellt, der den Bereich bis einschließlich des UEFA-A-Diploms verantwortet.

Schöttel möchte die Abteilung nicht nur als Aus- und Fortbildung sehen, sondern auch als eine, die "in Richtung Innovation und Projekte geht". Thalhammer und Eidler hält er dafür für die richtige Besetzung. "Das sind zwei, die perspektivisch und strategisch planen können, und die auch sehr engagiert sind." Möglicherweise komme noch weitere personelle Verstärkung hinzu.

Wichtig genug ist der Bereich. "Es ist eine einfache Rechnung: Je besser die Trainer ausgebildet sind, desto bessere Spieler sollten unter dem Strich irgendwann einmal herauskommen", erklärte Schöttel. Österreichs Toptrainer Peter Stöger (Borussia Dortmund), Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig) oder Adi Hütter (Young Boys Bern) sind allesamt Ex-Profis. Im Ausland machten aber auch Hoffenheims Nagelsmann (30 Jahre) oder Schalkes Tedesco (32) von sich reden.

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