Nach Skandal: Gruber legt Aufsichtsrats-Job ruhend

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Bei der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz von Bundesliga-Tabellenführer LASK, einen Tag nach Bekanntwerden der Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen, zieht LASK-Präsident Sigmund Gruber Konsequenzen. Dieser stellt sein Mandat im Aufsichtsrat der Liga während des Bundesliga-Verfahrens ruhend. "Ich habe heute in der Früh eine E-Mail an Philip Thonhauser geschickt, wo ich mitgeilt habe, dass ich die Position des Aufsichtsrat vorerst ruhend stelle", verlautet der LASK-Boss.

Einer möglichen Strafe sehen die Oberösterreicher entspannt engegen. "Man habe eine gute Rechtsposition", so Gruber.

LASK-Vizepräsident Jürgen Werner gibt zu, dass das aufgetauchte Video das Mannschaftstraining von vergangenem Mittwoch, zwei Tage vor der offiziellen Erlaubnis, zeigt. Insgesamt wurden vier Trainings abgehalten, bei denen Abstandsregeln missachtet wurden.

Werner habe LASK-Präsident Sigmund Gruber seinen Rücktritt angeboten, diesen hat der LASK-Boss aber abgelehnt. Werner und Ismael seien "sakrosankt", so Gruber. Konsequenzen werde es für den Cheftrainer und den Vize-Präsidenten von seiner Seite nicht geben. "Die sozialen Medien spare ich mit auf", erklärt Gruber, der sich bei der Konkurrenz entschuldigt, von Sponsoren aber keine negative Rückmeldung erhalten haben will.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Haben jeden Stein desinfiziert"

Werner verteidigt die Maßnahmen, die die Linzer gesetzt haben. "Wir haben jeden Stein desinfiziert", so der LASK-Vize. In den ersten zehn Tagen sollen die Spieler jeden Tag getestet worden sein. Es soll keinen einzigen positiven Corona-Fall geben. Das Trainerteam soll auf ihn zugekommen sein.

"Wir sind da auf einer falschen Fährte gewesen", sagt Werner, der sich für das Fehlverhalten des Vereins entschuldigt - auch bei der Konkurrenz, die sich über die Trainings echauffiert hatte. Er legt aber nach, dass man dem Verein gesundheitstechnisch "nichts vorwerfen könne".

"Ich möchte mich in meiner Funktion als Cheftrainer entschuldigen - aufrichtig und ehrlich", gibt LASK-Trainer Valerien Ismael an. Der Verein habe alle Hygienemaßnahmen eingehalten, man habe "ein sicheres Gefühl" gehabt. Mit den vier Trainings habe das Trainerteam "einen Impuls setzen" wollen, erläutert Ismael, der es im Nachhinein als Fehler sieht.

Der Bundesliga und den elf Kontrahenten der Linzer wurde Bildmaterial zugespielt, die das Training belegen soll. Der Tabellenführer hat daraufhin eine Aussendung veröffentlicht, in der Fehlverhalten zugegeben wurde.

Textquelle: © LAOLA1.at

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