Mario Sonnleitner - "Strafraum-Kobra" ist zurück

 

„Unsere Strafraumkobra ist zurück!“, lachte Abwehr-Kollege Marvin Potzmann nach dem 2:0-Heimsieg des SK Rapid über die Admira am Sonntag. Spielbericht >>>

Spieler des Spiels war Innenverteidiger Mario Sonnleitner, der mit seinem ersten Doppelpack in seinem 366. Bundesliga-Spiel der klare Matchwinner war.

Beide Male war der 32-jährige Steirer nach einem Corner erfolgreich – überraschenderweise jeweils mit dem Fuß und nicht dem bewährten Kopf, mit dem er normalerweise nach Standardsituationen für Gefahr im gegnerischen Strafraum sorgt.

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"Da sieht man, was Sonny für ein Spieler-Typ ist – der gibt keinen Ball verloren“, kommentierte Christopher Dibon, der gemeinsam mit Sonnleitner in der Innenverteidigung stand.

„Er hat uns ja auch schon die Europa League geschossen. Ich bin sehr froh und glücklich, dass er die zwei Tore gemacht hat. Sonny ist sehr gut in Form“, ist Potzmann mit seinem Abwehrchef zufrieden.



Gerade in der aktuellen Situation bei Rapid ist ein routinierter Mann wie Sonnleitner doppelt wichtig. „Sonnleitner ist ein sehr cleverer und sehr williger Spieler. Wenn man dem etwas erklärt, dann führt er das auch so aus“, erklärt Coach Didi Kühbauer die Stärken des Routiniers.

Sonnleitner über Rapid-Krise

Sonnleitner nahm im "Sky"-Interview ebenfalls Stellung zur grün-weißen Krise: „Wir können nur zusammen aus dieser Situation herauskommen. Das war heute schon viel, viel besser. Wille und Einstellung haben gestimmt. Wir müssen als Mannschaft agieren. Fußballerisch wissen wir, dass wir viel Qualität haben. Das müssen wir abrufen. Dann kommen wir aus der Geschichte heraus.“

„Wir haben an vielen Ecken und Enden versucht, die Hebel schnell anzusetzen. Wir müssen jedes Spiel so agieren wie die letzten zwei Heimspiele: Konzentriert gegen den Ball arbeiten und bei den wichtigen Aktionen ruhig bleiben“, fordert Sonnleitner. „Dann wir das Werkl wieder laufen. Alle müssen sich gegenseitig pushen und das Positive herausholen.“

Strebinger: "Ein wichtiger Spieler für uns"

Für Torhüter Richard Strebinger ist es kein Zufall, dass ausgerechnet Sonnleitner zum Matchwinner gegen die Admira avancierte.

„Ich freu mich für ihn, er macht es seit Wochen überragend. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Da sieht man seine Mentalität, weil er doch eine Zeit hatte, in der es nicht so gut für ihn lief“, sagte der Schlussmann über Sonnleitner, der bereits im Sommer 2010 von Sturm Graz zu Rapid wechselte und seitdem jahrelang Fixposten in der Innenverteidigung der Hütteldorfer war.

Sonnleitner widersetzte sich Abgang

Nur vor zwei Jahren schien der Stern des früheren GAK-Nachwuchsspielers im 14. Wiener Gemeindebezirk im Sinken begriffen zu sein: Sonnleitner sollte trotz eines langfristigen Vertrags aussortiert werden.

Doch der Abwehrrecke widersetzte sich den Planungen der sportlichen Leitung, wartete auf seine Chance und setzte sich am Ende durch. Seit einigen Monaten ist Sonnleitner wieder nicht mehr aus der Innenverteidigung Rapids wegzudenken.

"Es war nicht immer einfach"

„Es war nicht immer einfach in den letzten zwei Jahren“, sagte Sonnleitner. "Die letzten Monate waren dafür wieder sehr gut. Ich bin kein Mensch, der sich immer gleich wegschicken lässt. Ich wollte mich noch einmal zurückkämpfen und das habe ich geschafft.“

„Der Verein hat sehr viel für mich getan. Für mich ist er einfach Weltklasse und deshalb werde ich immer alles für ihn geben“, formuliert er seine Liebeserklärung an den SCR.

Die einzigartige Stellung Rapids sei für manche Spieler auch eine Herausforderung, mit der sie laut Sonnleitner erst umzugehen lernen müssen. „Wir haben viele Spieler, die erst lernen müssen, um was es da wirklich geht. Rapid ist der größte Verein Österreichs und hier herrscht immer Druck.“

Nach über acht Jahren weiß Sonnleitner, wovon er spricht.

Textquelle: © LAOLA1.at

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