Marsch-Sonderlob für Adeyemi

 

Nicht einmal zwei Wochen ist es her, dass Salzburg-Coach Jesse Marsch Karim Adeyemi beim Spiel gegen den SK Sturm frühzeitig vom Feld nahm und danach durchaus hart kritisierte.

Der 19-jährige Deutsche sei "nicht bereit" und dessen Niveau "nicht gut genug gewesen". Adeyemi selbst verzichtete bei seiner Auswechslung noch vor der Pause auf einen Handschlag mit Marsch und marschierte schnurstracks in die Kabine.

Nun ist die Welt beim FC Red Bull Salzburg wieder heil. Beim 3:1-Erfolg über die Admira (Spielbericht>>>) war Adeyemi einer der besten Salzburger und bereite einen Treffer vor.

Dafür gibt es Sonderlob von Coach Marsch für den schnellen Stürmer. "Ich war sehr zufrieden mit ihm, Karim ist ein guter Spieler. Er war bereit, tiefer und aggressiver zu spielen und hinter die Kette zu laufen", erklärt der US-Amerikaner nach dem Spiel bei "Sky".

Adeyemi: "Heute habe ich es gezeigt"

Adeyemi, der aufgrund von Adduktorenproblemen von Mergim Berisha in die Startelf rutschte, gab zu, dass er schwierige Wochen hinter sich hat.

"Es war nicht einfach für mich, aber ich habe mit dem Trainer geredet, wir haben Gespräche geführt - das lief gut. Er vertraut immer noch auf mich und ich vertraue ihm. Heute habe ich es gezeigt", sagt der DFB-U21-Teamspieler. Bereits beim 4:0-Cup-Sieg über den SK Sturm konnte Adeyemi einen Treffer auflegen und wurde danach von der gesamten Mannschaft demonstrativ gefeiert.

(Text wird unter dem VIDEO fortgesetzt)

Bernede bejubelt ersten Profitreffer entfesselt

Ähnliche Szenen spielten sich am Samstag gegen die Admira ab. Als Antoine Bernede die "Bullen" nach einem Junuzovic-Freistoß in Führung schoss, wurde der junge Franzose innig von der ganzen Mannschaft geherzt. Bernede selbst jubelte ausgelassen und bringt im Interview nach dem Spiel auf den Punkt, wie viel ihm dieser Treffer - sein erstes Tor im Profifußball überhaupt - bedeutet:

"Es war hart, zurückzukommen. Man hat an meinem Jubel gesehen, wie wichtig es für mich nach meinen beiden Schienbeinbrüchen war, zu treffen", sagt Bernede, der im Winter 2019 von Paris Saint-Germain nach Salzburg kam und seither insgesamt fast ein Jahr verletzungbedingt ausfiel.

Überhaupt lichten sich die Personalsorgen bei Salzburg momentan wieder. Mitte Februar beklagte Jesse Marsch im Angesicht der Dopingsperren von Mohamed Camara und Sekou Koita und den vielen Englischen Wochen eine zu dünne Personaldecke. Gegen die Admira konnte der US-Amerikaner fast wieder auf den gesamten Kader zurückgreifen. So feierte Winter-Neuzugang Bernardo sein Comeback.

Marsch: "War nicht unser bestes Spiel"

Außer den beiden Doping-Gesperrten fehlten Salzburg nur Ersatzgoalie Alex Walke sowie Mergim Berisha und Noah Okafor. Die beiden Letzteren sollen laut Auskunft von Marsch aber bereits kommende Woche gegen den LASK wieder einsatzbereit sein. "Es ist wichtig, dass wir gesund geblieben sind", freut sich Marsch über den klaren Erfolg über die Admira, bei dem am Ende sogar noch Kräfte geschont werden konnten.

Nach 30 Minuten und drei Treffern schalteten die Mozartstädter gegen die Südtstädter mindestens einen Gang zurück und taten in der letzten Spielstunde nur mehr wenig dafür, den Sieg höher zu gestalten. "Auf der Plusseite steht, dass wir gewonnen haben und Big Points gemacht haben. Aber es war nicht unser bestes Spiel. In der zweiten Halbzeit war der Gegner besser im Spiel, sie haben unseren Raum hinter der letzten Kette limitiert", vermisste auf Marsch diesmal ein Offensiv-Feuerwerk seiner Mannschaft.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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