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Murat Satin
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Ramiz Harakate
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Alexander Hofleitner
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Martin Moormann
Mörec vor dem Aus? "Werden uns Gedanken machen"
Der Trainer von Blau-Weiß Linz scheint nach der Niederlage im Kellerduell beim GAK mehr als nur angezählt.
Die Stimmung bei Blau-Weiß Linz hat den Tiefpunkt erreicht.
Elf Niederlagen in den ersten 15 Spielen der ADMIRAL Bundesliga, die 1:3-Pleite im Kellerduell beim GAK war das sechste Spiel in Folge ohne Punktgewinn.
"Wir haben wieder verloren, viel investiert, den einen oder anderen guten Moment gehabt", suchte Trainer Mitja Mörec im "Sky"-Interview immerhin nach positiven Elementen. Einen Stangenschuss von Simon Pirkl oder einen Lattentreffer von Martin Moormann (traf in Minute 88 zum zwischenzeitlichen 2:1) etwa.
Aber: "In der Situation, in der wir uns befinden, da geht der Ball nicht ins Tor und hinten verteidigen wir wieder einmal katastrophal. Wenn man sich so verhält, vor allem gegen den Ball, sich Tore selber schießt, kannst du nicht gewinnen."
Mörec über Zukunft: "Das müssen andere entscheiden"
Schon früh wurde das schlechte Abwehrverhalten der Linzer bestraft, Murat Satin brachte den GAK bereits in Minute vier aus der Distanz in Führung. Ramiz Harakaté per Einzelaktion (75.) und Alexander Hofleitner vom Elfmeterpunkt (90.+3) erzielen die weiteren Treffer. "Alle drei Tore musst du besser verteidigen", brachte es Mörec sichtlich niedergeschlagen auf den Punkt.
Für Mörec wird die Luft dünn, in 18 Spielen als Blau-Weiß-Trainer kommt er lediglich auf einen Schnitt von 1,09 Punkten. Klammert man die Cupspiele aus, stehen drei Siege und ein Remis zu Buche.
"Ich werde nie aufgeben, werde weiter hart arbeiten mit dem Trainerteam, die Mannschaft mental aufbauen", meinte er zwar. Ob er die Chance dafür bekommt, scheint äußerst fraglich.
"Was meine Zukunft betrifft, müssen das andere entscheiden. Ich kann nur sagen, dass ich bis zum letzten Tag alles geben werde für die Mannschaft und für Blau-Weiß Linz", sagte Mörec. Wusste aber auch: "Im Fußball zählen nur Ergebnisse."
Schößwendter sagt nichts - und doch vieles
"Ich werde mich so kurz nach dem Spiel, wo wir versucht haben, während der Woche sämtliche Energie reinzustecken, nicht herstellen und darüber reden, wie die Chancen stehen", wollte Sportdirektor Christoph Schößwendter sich nicht zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Schößwendter äußern.
Man habe "genug Themen, angefangen bei mir, über den Trainer und die Spieler. Es gilt jetzt, die Emotionen vorbeiziehen zu lassen und die richtigen Schritte zu setzten".
Dass ein entsprechender Schritt die Freistellung des Trainers sein könnte, scheint keineswegs illusorisch - vielleicht sogar noch im Laufe des Wochenendes. Auch wenn Schößwendter sagt: "In erster Linie ist mein Gedanke immer, es mit einer guten, intensiven Zusammenarbeit herumzureißen." Zusatz: "Und so werden wir uns auch heute wieder Gedanken machen."