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Meistergruppen-Auftakt mit zwei Schlager-Spielen

Die Austria empfängt Lieblingsgegner Sturm, während Salzburg vor dem nächstem Duell mit Rapid an der Torflaute knabbert.

Meistergruppen-Auftakt mit zwei Schlager-Spielen Foto: © GEPA

Während der LASK und Hartberg bereits am Freitagabend loslegen (ab 19:30 Uhr, hier im Live-Ticker>>>), hoffen vier andere Schwergewichte am Sonntag auf den perfekten Start in die achte Auflage der Bundesliga-Meistergruppe.

Rapid will Ligakrösus Salzburg eine Woche nach dem 1:0 in Wien auch auswärts in Schach halten (am Sonntag ab 14:30 Uhr, hier im Live-Ticker>>>), Austria Wien seine besondere Serie gegen Meister Sturm Graz (am Sonntag ab 17:00 Uhr, hier im Live-Ticker>>>) in der ersten von zehn Finalrunden fortsetzen. Den Ersten und den Sechsten trennten nach der Teilung nur drei Punkte.

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Austria - Sturm: Angstgegner gegen Meister

Dem Umbruch zum Trotz gastiert Sturm als bestes Team des Grunddurchgangs bei der Austria.

Die Veilchen wuchsen sich insbesondere in der Trainer-Ära Jürgen Säumel zu einem Grazer Angstgegner aus. Seit sieben Spielen (5 Siege, 2 Remis) ist Violett gegen Schwarz-Weiß ungeschlagen, die jüngsten vier Duelle wurden allesamt von der Austria gewonnen.

"Diese Spiele waren einmal, wir sind im Hier und Jetzt. Natürlich haben wir in den letzten Spielen - für mich verdient - die Oberhand behalten, aber nur weil wir immer an unserer Top-Leistungsgrenze waren", sagte Austria-Kapitän Manfred Fischer.

Trainer Stephan Helm sagte zur Ausgangslage: "Wir sind in dieser Gruppe dabei, die um alles mitspielt. Der eine oder andere ist laut den Buchmachern etwas mehr zu favorisieren, aber wir glauben an uns und wollen in diesen zehn Runden das Beste aus uns rausholen."

Veilchen seit Oktober 2025 daheim ungeschlagen

Zuhause sind die Veilchen seit dem 0:3 gegen Salzburg im Oktober ungeschlagen. Während die Austria am Sonntag ihr 115-jähriges Jubiläum zelebrieren will, versucht sich Sturm unter Trainer Fabio Ingolitsch mit neuer Grundformation daran, die Serie zu beenden.

"Die Austria verfügt über eine routinierte Achse mit viel Qualität, steht kompakt und strahlt offensiv stets Gefahr aus. Wir wollen unsererseits unsere Spielprinzipien von der ersten Minute an auf den Platz bringen, aggressiv sein und so Zählbares mit aus Wien zurück nach Graz bringen", erklärte Ingolitsch.

Sturm-Sportchef Parensen: "Jedes Spiel hat Endspielcharakter."

Auswärts holte Sturm unter ihm gegen nunmehrige Qualigruppe-Teilnehmer keinen Sieg. Die Partie am Verteilerkreis darf als richtungsweisend für den Champion der vergangenen zwei Saisonen bezeichnet werden.

In Graz ließ man am Montag bei einem Mitgliederabend die turbulente jüngere Vergangenheit Revue passieren, räumte Fehler in der Kommunikation des Umbruchs ein und artikulierte die Sorge, dass ein Beschluss in puncto Stadion-Umbau nicht mehr vor den Wahlen in Graz Ende Juni erfolgen könnte.

Auf die nähere sportliche Zukunft wurde auch geblickt. "Jedes Spiel hat jetzt Endspielcharakter", meinte Sportchef Michael Parensen. Man strebe nach dem maximalen Erfolg. Erklärtes Ziel der Grazer ist die Erreichung eines internationalen Startplatzes.

Salzburg - Rapid: Abermals Wiener Betontaktik?

Salzburg-Coach Daniel Beichler knabbert noch immer daran, dass seine Truppe bereits seit drei Pflichtspielen kein Tor erzielt hat.

"Aber ich vertraue den Burschen in der Offensive maximal. Die Jungs da vorne werden ihre Tore wieder schießen", meinte der Ex-ÖFB-Teamspieler.

Einmal mehr betonte Beichler, dass der Titelgewinn das große Ziel der "Bullen" sei. "Doch die Ansprüche waren in den letzten zwei Jahren die gleichen, und haben wir es geschafft? Nein." Daher meinte der Steirer: "Wir alle tun gut daran, uns wenig daran zu erinnern wie dominant Salzburg vor ein paar Jahren war, sondern daran zu arbeiten, dass wir dort wieder hinkommen."

Revanche für die Bullen

In der Vorwoche agierte Salzburg gegen Rapid dominant, scheiterte aber an der eigenen Chancenverwertung und der Betontaktik der Hütteldorfer.

"Ihr Trainer hat mir danach gesagt dass das nicht unbedingt ihr Stil ist. Ob sie es diesmal einen Tick offensiver angehen, kann ich nicht sagen - wir werden für beides gerüstet sein", sagte Beichler.

Johannes Hoff Thorup antwortete beim Rapid-Medientermin darauf indirekt: "Ich will, dass wir im hohen Pressing ein bisschen aggressiver sind. Unser Zugang muss offensiver sein", sagte der Rapid-Trainer. Man wisse jedoch, wozu die Salzburger trotz ihrer Torflaute imstande sind.

Personelle Änderungen bei Rapid

Er kündigte die eine oder andere personelle Umstellung an. Mittelfeldspieler Romeo Amane ist nach Sperre zurück, Offensivmann Petter Nosa Dohl laut dem Coach bereit für mehr Spielzeit. Weil sich im Grunddurchgang niemand absetzen konnte, ist auch für Rapid noch eine erfolgreiche Saison möglich.

"Ich glaube nicht, dass es das Beste ist, den Spielern eine Ziellinie aufzuerlegen", sagte Hoff Thorup zur Tabellensituation. "Wir haben noch viel zu lernen und zu verstehen, damit wir wirklich jede Woche konkurrenzfähig sein können. Das heißt nicht, dass wir am Sonntag nicht gewinnen können, aber die Liga ist so eng."

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