Last-Minute-Sieg ist für Senft "Rieder Weg in Reinkultur"
Der Rieder Trainer zeigt sich sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Beim WAC stellt man sich hingegen die Mentalitätsfrage.
Die SV Ried zeigte beim 1:0-Heimsieg über den Wolfsberger AC in der 15. Runde der ADMIRAL Bundesliga über die gesamte Partie eine bärenstarke Leistung. Einzig vor dem Tor haperte es lang.
Ried-Coach Maximilian Senft zeigte sich trotz der mangelnden Chancenverwertung sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
"Zum Glück gut ausgegangen"
"Natürlich, wenn man so viele Chancen vergibt, ist das schon sehr bitter, aber wir haben als Aufsteiger den amtierenden Cupsieger fast durchgehend dominiert. Zum Glück ist das Ganze am Ende gut ausgegangen", sagte der Trainer der Innviertler am "Sky"-Mikro.
Dass es am Ende gut ausgegangen ist, lag laut Senft an der Mentalität der Rieder: "Das ist der Rieder Weg in Reinkultur. Ich glaube, das ist bereits das dritte Mal in dieser Saison, dass wir so spät ein Tor schießen. Die Mannschaft spielt einfach mit Mut und Leidenschaft bis zum Ende."
Mutandwa wieder mit dem Goldtor
Zum Matchwinner der Rieder kürte sich abermals Kingstone Mutandwa, der mit seinem Siegtreffer in der Nachspielzeit bereits sein achtes Saisontor schoss.
Vom Rieder Chefcoach gab es nach der Partie Sonderlob für den Mann aus Sambia: "Das Kingstone (Anm. Mutandwa) ein Glücksgriff ist, war uns schon länger klar und natürlich hat er das durch sein Tor wieder getoppt. Das ist aber kein Zufall, er ist einer der härtesten Arbeiter in der Mannschaft und hat sich dann solche Tore auch verdient."
Atalan sieht vor allem mentales Problem
Während die Rieder ein super Spiel zeigten, fanden die Wolfsberger bis zur 70. Minute offensiv gar nicht statt. Für Neo-WAC-Coach Ismail Atalan lag das vor allem an der Unsicherheit seiner Mannschaft.
"Es ist eine mentale Sache, dass man erstmal auf Sicherheit geht. Man will vor allem kein Gegentor kassieren und nimmt deshalb statt dem Risiko, den sicheren Weg", sagte Atalan.
Mit der zweiten Hälfte zeigte sich der Deutsche jedoch zufrieden: "In der zweiten Hälfte haben wir schon ein gutes Spiel abgeliefert, abgesehen von der Situation in der Nachspielzeit. Ich bin ziemlich sicher, dass es anders ausgegangen wäre, wenn wir schon in der ersten Hälfte wie in der zweiten gespielt hätten."
Am kommenden Wochenende geht es für den WAC zuhause weiter gegen die Wiener Austria. Die Rieder müssen nach Hütteldorf zum SK Rapid.