Austria: Logo und Klubfarben ein Tabu

Austria: Logo und Klubfarben ein Tabu Foto: © GEPA
 

Kommende Woche beginnt ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte von Austria Wien, wenn der neue Investor der "Veilchen" offiziell verkündet wird.

Dass es sich dabei um die "Insignia Group" des georgischen Multi-Millionärs Michael Surguladze handelt, ist ein offenes Geheimnis. Mit Merab Jordania soll ein Statthalter installiert werden, was Peter Stöger bei "Sky" im Prinzip bestätigt.

Der Trainer erklärt, Jordania aus dessen Tätigkeiten in Deutschkand und den Niederlanden zu kennen: "Wir haben schon Kontakt gehabt und werden in den nächsten Wochen Gespräche führen, wie eine sinnvolle Kooperation für alle stattfinden kann."

Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer möchte keine Namen bestätigen und bleibt dabei, dass man erst über die Ziellinie müsse, bekräftigt jedoch, dass die Identität der Austria nicht angerührt werden darf:

"Dieser Klub wird 110 Jahre alt. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst, deshalb waren Themen wie zum Beispiel Logo und Klubfarben immer ganz klar absolute No-Gos, dass die in irgendeiner Form verändert werden können."

Erinnerungen an Stronach-Zeiten

Den Eindruck, dass man aufgrund der Deadline bezüglich der Abgabe der Unterlagen für die Lizenz unter Zeitdruck geraten sei und nehmen müsse, was auf dem Tisch liegt, teilt Kraetschmer nicht.

Er spricht von einem 16 Monate langen Prozess, bei dem man sich "verschiedenste Modelle und Kombinationsmöglichkeiten" angeschaut habe, ehe man einen "sehr interessanten strategischen Partner" gefunden habe.

"Es gab mehrere Angebote, mehrere Interessenten, verschiedene Modelle. Da waren auch Dinge dabei, bei denen wir gesagt haben, auch wenn es mehr Geld war, wollen wir die Identität und Zukunft der Austria nicht verkaufen", so der langjährige FAK-Funktionär, der erinnert:

"Wir hatten mit dem Betriebsführervertrag mit Magna und Frank Stronach von 1999 bis 2007 unsere Erfahrungen. Die haben gerade mir, der ich doch schon seit 23 Jahren in führender Funktion in diesem Klub tätig bin, sehr geholfen, um zu wissen, was auf uns zukommen kann."

Was passiert, wenn Partnerschaft endet?

Es gehe in solchen Verhandlungen also nicht nur darum, einen neuen Partner zu gewinnen: "Man muss auch berücksichtigen: Was passiert denn, wenn so eine Partnerschaft endet? Da geht es auch darum, an den Klub zu denken."

Der neue Partner habe klar gesagt, "wir kommen nicht nach Wien, um alles neu zu erfinden." Vielmehr möchte man auf die bestehende Infrastruktur und Struktur des Vereins aufbauen.

Wie die Details der Zusammenarbeit aussehen, wird erst verkündet. Hier geht es auch um die beiden auslaufenden Verträge von Kraetschmer und Stöger.

Stöger bleibt, wenn...

Letzterer kann sich einen Verbleib bei der Austria vorstellen, jedoch nicht um jeden Preis.

"Für mich ist entscheidend, ob ich mir zutraue, dass ich umsetzen kann, was erwartet wird. Wenn ich das Gefühl habe, das kann funktionieren, kann ich mir ohne Weiteres vorstellen, hierzubleiben. Die letzten zwei Jahre waren weit entfernt von lustig. Wenn ich das Gefühl habe, dass es Spaß machen könnte, dann bin ich dabei, wenn das einen realistischen Ansatz hat", so Stöger.

Und wenn nicht?

"Wenn ich glaube, dass ich selbst das nicht hinkriege, dann muss es eben wer anders machen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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