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Ilzer über RBS-Duell: "Stadion wird aus allen Enden platzen"

Ilzer über RBS-Duell: "Stadion wird aus allen Enden platzen" Foto: © GEPA

Die Chance auf einen Tabellenführer in der Meistergruppe der Admiral Bundesliga, der nicht Red Bull Salzburg heißt, stehen kommenden Sonntag so groß wie wohl noch nie.

Aufgrund des torlosen Remis' von Red Bull Salzburg gegen den LASK konnte der SK Sturm Graz mit einem 2:0-Erfolg bei Austria Klagenfurt bis auf zwei Punkte an den Liga-Krösus herankommen. Mit einem Sieg im Top-Spiel in der eigenen Merkur-Arena würden die Grazer neuer Spitzenreiter sein.

Dem ist sich auch Christian Ilzer bewusst, der über das Salzburger Resultat informiert war. "Ich weiß, wie sie gespielt haben. Das schafft natürlich eine super Ausgangssituation für uns", sagt der Sturm-Trainer im "Sky"-Interview.

"Es ist angerichtet für ein Topspiel am kommenden Sonntag. Unser Stadion wird aus allen Enden platzen. Ich freue mich schon riesig auf dieses Spiel", kann der Steirer das Duell mit den Mozartstädtern kaum erwarten.

Zwei Halbzeiten "wie Tag und Nacht"

Zuvor wird aber viel Detailanalyse bei den "Blackies" betrieben werden. Denn die Partie in Klagenfurt war von zwei Hälften geprägt, die Ilzer "wie Tag und Nacht" sah.

"Vor der Pause können wir überhaupt nicht zufrieden sein. Es ist uns nicht gelungen, die sehr kompakt und beherzt spielende Klagenfurter Mannschaft aus der Balance zu bringen. Da haben uns Tempo und kreative Lösungen gefehlt", erklärt der Erfolgscoach.

Sinnbildliche Situationen wurden in der Halbzeitpause mit Videobild veranschaulicht, "die Mannschaft hat die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Nach dem Seitenwechsel war es wie eine Explosion. Wir sind viel geradliniger aufgetreten", war Ilzer mit dem Auftreten in den zweiten 45 Spielminuten hochzufrieden.

In diesen überrannte Sturm die Elf von Peter Pacult förmlich, ging in der 63. Spielminute durch Tomi Horvat auch hochverdient in Führung. "Wir haben endlich getroffen und es uns damit leichter gemacht", meinte der Slowene. Der zuvor bereits einen Elfmeter herausholte, den Otar Kiteishvili jedoch leichtfertig vergab.

Ilzer ärgern lange VAR-Unterbrechungen

Der Strafstoß wurde erst nach längerem Studium Video Assistant Referees gegeben, der generell einen arbeitsreichen Nachmittag erlebte. In Minute 50 kassierte der VAR die vermeintliche Führung von Emanuel Emegha ein, der 2:0-Endstand von Jusuf Gazibegovic in der Nachspielzeit wurde ebenfalls nochmal genauestens beäugt.

Ilzer meint darauf angesprochen: "Man muss sagen, dass es enge Entscheidungen waren. Es ist aber nicht jede Berührung ein Foul. Man braucht nicht immer minutenlang das Spiel unterbrechen. Das hat unseren Spielfluss und unsere Konzentration oftmalig unterbrochen", ärgerte er sich.

Und sagt weiter: "Es wäre für mich nicht notwendig gewesen, so oft einen On-Field-Review zu machen. Wenn man es aber macht, warum schaut man sich die Situation mit Emegha in der 80. Minute dann nicht an, denn das war für mich eine klare Elfmetersituation. Das lässt für mich schon Fragen offen."

So kommt Sturm seinen Träumen "ganz nahe"

Doch diese Frage wird ebenso wie jene bezüglich des neuen Bundesliga-Meisters (vorerst) unbeantwortet bleiben.

Das 2:0 in Klagenfurt war die richtige Reaktion auf die knappe Pleite in der Vorwoche beim LASK, die Titelambitionen wurden neuerlich untermauert.

Diese will Ilzer gar nicht wegreden: "Klar strebt man nach dem Höchsten, das ist klar. Von dem sind wir auch inspiriert und das begeistert uns auch." Am Ende sei das Resultatdenken jedoch nicht das, "wohin ich will. Ich will einfach, dass die Jungs sich auf die Leistung fokussieren, denn die können wir beeinflussen."

"Alles andere hängt ja auch von anderen ab und von dem her sollten wir uns darauf fokussieren, dass wir unsere Topleistung durchgängig auf den Platz bringen, denn dann ist die Möglichkeit auch am größten, dass wir unseren Träumen ganz nahekommen", sagt Ilzer.

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