Horn: Rapid hat im Derby "etwas gutzumachen"
Die Hütteldorfer hoffen beim Lokalrivalen auf den ersten Derbysieg in dieser Saison. Die Niederlage im letzten Derby schmerzt noch immer.
Im 349. Wiener Derby zwischen Austria und Rapid (17:00 Uhr/LIVE-Ticker>>>) geht es für beide um nichts weniger als die Möglichkeit, die Titelchance noch am Leben zu halten.
"Eine sehr spannende Ausgangsposition", konstatierte Austria-Coach Stephan Helm vor dem Heimspiel gegen den Stadtrivalen. Seine Elf liegt fünf Punkte hinter Leader Sturm und einen hinter Rapid auf Platz fünf.
"Jedes Spiel hat mehr Bedeutung"
Als Entscheidungsspiel empfindet der 43-Jährige das Prestigeduell aber doch nicht. Aufgrund der Ausgeglichenheit der Meisterschaft "hat jedes Spiel in Relation mehr Bedeutung, deswegen sehe ich es nicht so endgültig", gab Helm an.
In jedem Fall könne man "zusätzliche Energie erzeugen" und sich einen Schub für die letzten sechs Runden holen. In der laufenden Saison gab es zwei Siege über die Hütteldorfer (3:1, 2:0) zu feiern.
Letzteren Mitte Februar in der Anfangszeit von Johannes Hoff Thorup als Rapid-Trainer. Seither merke man, "dass sie etwas stabiler geworden sind und Fortschritte gemacht haben. Rapid ist keine Wundertüte, sondern ein sehr gut organisierter Gegner", konstatierte Helm, der mit einer frischen Vertragsverlängerung bis 2028 in die Partie geht.
Stephan Helm: Nicht der beste, aber der richtige>>>
In der Meistergruppe gelang bisher nur ein "Dreier" gegen Hartberg, die Auftritte gegen Sturm (2:5) und beim LASK (1:4) gerieten zu Desastern. Jedes Mal agierte man dabei in Unterzahl, das will Violett diesmal - ohne den gesperrten Verteidiger Tin Plavotic - tunlichst vermeiden.
Gelingt der "Derby-Hattrick", wäre es ein gutes Omen: Drei Derbys in Folge konnte man zuletzt in der Meistersaison 2012/13 gewinnen.
"Haben was gutzumachen"
Rapid wird alles daran setzen, diesen Hattrick zu vermeiden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir ein anderes Spiel zeigen wie in den ersten zwei Spielen, weil ich gesehen habe, wie viel Feuer im Training diese Woche war. Eine Derbyniederlage tut mehr weh, wir haben was gutzumachen", erklärte Jannes Horn, der nach seiner Sperre wieder dabei ist.
Nach davor drei Siegen gegen Salzburg (zweimal) und den LASK hatte es vergangenes Wochenende gegen Sturm ohne ihn einen Rückschlag gegeben. "Das bringt uns nicht aus dem Konzept. Wir haben nicht die Leichtigkeit verloren", betonte der Deutsche.
Auch Hoff Thorup ist überzeugt, dass seine Elf wieder auf die Siegerstraße zurückkehren wird, die Erfolge im März hätten sein Team auf positive Weise beeinflusst.
Ich habe einen starken Glauben in die Stärken des Teams. Ich habe keine Mannschaft gesehen, die wir nicht schlagen können", sprühte der Däne vor Selbstvertrauen.
Als Lehre aus der Sturm-Niederlage wurde in dieser Woche an einer Verbesserung der defensiven Disziplin und besseren Lösungen im letzten Angriffsdrittel gearbeitet.