Historisches Derby: "Unglaublich und überragend"

 

Die Wiener Austria gestaltete das erste Wiener Derby in der runderneuerten Generali Arena zu einem totalen Triumphzug. Die Veilchen fertigten Erzrivale Rapid in der 328. Auflage des ewig jungen Duells mit 6:1 (Spielbericht) ab.

Es war der höchste Derby-Erfolg eines Wiener Klubs in der Bundesliga-Geschichte, der höchste FAK-Erfolg seit einem 6:0-Sieg am 11. Oktober 1969.

Zudem beendeten die Violetten die zuvor sieben Spiele andauernde Heimmisere gegen die Grün-Weißen – und das in beeindruckender Manier.

"Nach dem 3:1 waren sie gebrochen"

"Ein wahnsinniger Abend. Das ist unglaublich und überragend. Du denkst niemals, dass so etwas passiert. Wir wollten im ersten Derby hier im Stadion ein Zeichen setzen“, erklärte James Jeggo, dessen 2:1 (35.) unmittelbar nach der Roten Karte für Dejan Ljubicic den Anfang vom Ende Rapids einläutete.

Der Australier reagierte beim Freistoß von Madl blitzschnell, duckte sich beim Schuss, lief sofort Richtung Rapid-Tor und spekulierte auf einen Abpraller.

„So war es nicht geplant, aber Michael hat gesagt, ich soll mich in die Mauer stellen, um ein bisschen Platz zu machen. Ich schieße ja nicht viele Tore. Aber es ist ein schönes Gefühl ein Tor zu machen – speziell in einem Derby.“

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Christoph Monschein (37.) und Florian Klein (41.) legten noch vor der Pause nach. „Nach dem 3:1 waren sie gebrochen. Der Spielverlauf war für uns. Und mit so einem perfekten Spielverlauf kann man Rapid mit 6:1 schlagen. Heute haben wir auch unsere Chancen verwertet. Es war ein perfekter Abend“, meinte Michael Madl, der von einem „überragenden Gefühl, wenn man das erste Derby im neuen Stadion mit 6:1 gewinnt“, sprach, bei LAOLA1.

Klein erleichtert

Ein Eigentor von Mateo Barac (57.) und ein Treffer von Alon Turgeman (78.) sorgten für den Enstand und dafür, dass auch Monschein völlig losgelöst war. „Da kann man nicht viel dazusagen, das war überragend. Dass es so ein Derby wird, ist ganz arg. Normalerweise muss ich drei Tore machen, aber nachdem wir 6:1 gewonnen haben, ist das wichtiger. Dieser Sieg hat einen riesigen Stellenwert.“

Klein fühlte hingegen in erster Linie große Erleichterung: „Nachdem, was in der letzten Woche auf uns zugekommen ist, war schon viel Druck vorhanden. Viele Spieler haben das so auch noch nicht erlebt. Es wurde ja gemunkelt, dass bei einer Niederlage der Trainer weg sein könnte. Wenn man dann 6:1 gewinnt, ist das unheimlich befreiend“, so der Blondschopf, der über seinen Treffer ehrlich sagte:

„Bei so einem Schuss gehört auch Glück dazu. Ich habe mir den Ball nach einer Standard-Situation mit der Brust gestoppt, aber gesehen, dass ein Verteidiger kommt und deswegen habe ich schnell abschließen müssen. Ich habe die Kugel sehr gut getroffen.“

Nicht alles rosig

Auch für ihn war die Phase nach dem Ausschluss der Knackpunkt. „Es war zu Beginn nicht einfach. Wir sind sehr schwer reingekommen. Nach dem 1:0 haben wird recht schnell den Ausgleich bekommen. Nach der Roten Karte und dem 2:1 ist aber der Knoten geplatzt.“

Trainer Letsch fügte hinzu: „Die Anfangsphase war sehr, sehr ausgeglichen. Mich hat nach unserer Führung der Ausgleich sehr geärgert, denn wir machen wieder einmal einen unnötigen Fehler nach hinten.“

Am Ende überwog beim Deutschen natürlich auch große Freude. „Es war ein toller Abschluss für den Herbst. Es gibt kein besseres Gefühl, als mit so einem Sieg in die Pause zu gehen. Dennoch haben wir keinen guten Herbst gespielt, sowohl was Punkte als auch was die Art und Weise betrifft, wie wir Fußball gespielt haben, aber heute ist es mir gut gelungen, die Mannschaft einzustellen. Jetzt können wir entspannt in die Weihnachtspause gehen.“

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Salzburg - St. Pölten 5:1

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Altach - Hartberg 6:1

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Sturm-Admira 3:0

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LASK - Mattersburg 2:1

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Und das mit einem Eintrag in die Geschichtsbücher, denn wie anfangs erwähnt, hat in der Bundesliga noch nie ein Wiener Klub das Derby mit einem 5-Tore-Unterschied für sich entschieden.

„Es ist schön, so einen Rekord aufzustellen. Der Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen, wir können mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen.“

Freude für Fans

Uros Matic war ebenfalls happy, „wie wir 2018 beendet haben. Das war ein ganz wichtiger Sieg. Auf diesem Spiel können wir aufbauen, damit wir 2019 erfolgreich sind.“

Mit einem Augenzwinkern meinte der Serbe aber: „Ich würde lieber sechs Derbys in Serie mit 1:0 gewinnen, aber klar fühlt sich dieses 6:1 überragend an.“

Er freute sich vor allem für die Fans: „Sie werden dieses Derby sehr lange in Erinnerung behalten.“

Madl war abschließend ebenfalls froh, den Anhängern ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht zu haben: „Wir haben auch den Fans heute einiges zurückgeben. Sie haben für uns immer alles gegeben, uns brutal unterstützt, auch wenn es nicht konstant gut gelaufen ist.“

Textquelle: © LAOLA1.at

Derby: Polizei hält Rapid-Fans stundenlang fest

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