Endstand
2:2
1:2 , 1:0
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Hinterseer nach Aufholjagd: "Das zeigt unsere Mentalität"

Die WSG Tirol beweist nach frühem 0:2-Rückstand Moral und holt gegen Altach noch einen Punkt – ein wichtiges Lebenszeichen nach zuletzt schwierigen Wochen.

Hinterseer nach Aufholjagd: "Das zeigt unsere Mentalität" Foto: © GEPA

Bei der WSG Tirol stand nach dem 2:2-Remis gegen SCR Altach (zum Spielbericht>>>) vor allem die Moral im Mittelpunkt.

Nach dem frühen 0:2-Rückstand und den deutlichen Niederlagen in den Wochen zuvor war die Ausgangslage alles andere als einfach. Umso wichtiger war der späte Punktgewinn – auch für das Selbstvertrauen.

"Das zeigt unsere Mentalität"

"Ich glaube schon, dass wir heute in diesen Relegationsgruppen-Modus geschaltet haben", erklärt Lukas Hinterseer am "Sky"-Mikro nach dem Spiel.

Gerade nach den jüngsten Ergebnissen – dem 0:5 gegen Blau-Weiß Linz und der 1:5-Heimniederlage gegen den GAK – sei das Selbstvertrauen angeknackst gewesen. "Wenn du dann gleich wieder zwei Traumtore kassierst, zeugt es schon von Mentalität, wenn man so zurückkommt und so kämpft", so der 35-Jährige.

Der Stürmer selbst avancierte mit seinem Treffer zum 2:2 spät zum Match-"Winner". "Ich habe es am Schluss schon gespürt, aber für die letzte Aktion hat es zum Glück noch gereicht", sagte der ehemalige österreichische Nationalspieler mit einem Schmunzeln.

Boras: "Hat uns extrem geholfen"

Auch Torschütze Marco Boras hebt den Charakter der Mannschaft hervor: "Nach einem 2:0 so zurückzukommen, Chapeau an die Mannschaft.“

Der Innenverteidiger sieht im Punktgewinn vor allem einen mentalen Push: "Das hat einen sehr, sehr großen Effekt. Vor allem wie das Spiel verlaufen ist. Wir haben Charakter gezeigt und das hat uns extrem geholfen."

Trotzdem trauert Boras auch ein wenig einem möglichen Sieg nach: "Am Ende hätten wir nichts gegen drei Punkte gehabt."

Semlic stolz auf "Charakter der Burschen"

WSG-Coach Philipp Semlic wollte die Frage nach "gewonnenem oder verlorenen Punkt" nicht überbewerten. Viel wichtiger sei die Reaktion seiner Mannschaft gewesen.

"Nach dem 0:5 letzte Woche und dann nach dem 0:2 hier zurückzukommen, das spricht für die Mannschaft. Welchen Charakter sie gezeigt hat und wie sie zusammengestanden ist – das macht mich viel stolzer als der eine Punkt", betont der 42-Jährige.

Auch die schwierige Phase nach den frühen Gegentoren spricht Semlic an: "Natürlich erwischst du dich kurz beim Hadern, aber wir haben das schnell beiseitegewischt, weil wir gut im Spiel waren."

Ein Sonderlob gab es für Torschütze Hinterseer, der zuletzt quasi der Wattener Carney Chukwuemeka war: "Ich kann mich nicht erinnern, wann er das letzte Mal 90 Minuten gespielt hat. Aber er war richtig gut im Spiel und hat sich das Tor verdient."

Wichtige Tage für die WSG

Der Punktgewinn könnte sich noch als richtungsweisend erweisen. Nach zuletzt drei Niederlagen aus vier Spielen und der schwächsten Defensive der Liga drohte die WSG Tirol, weiter in Richtung Tabellenkeller abzurutschen.

Mit nun 19 Punkten beträgt der Vorsprung auf Schlusslicht Blau-Weiß Linz fünf Zähler – dennoch bleibt die Situation angespannt.

Schon in wenigen Tagen kommt es zur nächsten Bewährungsprobe: Am Dienstag steht im Schnabelholz das direkte Rückspiel gegen den SCR Altach an. "Wir müssen wieder mit derselben Mentalität reingehen", fordert Hinterseer. "Ich glaube daran, dass wir dort die drei Punkte holen können."

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