Coach Stephan Helm spricht von einem gewissen Lehrgeld, welches seine in vielen Mannschaftsteilen sehr junge Mannschaft am Sonntag zu zahlen gehabt hätte.
"Aber das ist einfach der Weg, den wir gehen. Der ist sehr anspruchsvoll, da muss man manchmal die Zähne zusammenbeißen", so der Burgenländer.
Seiner Mannschaft könne er nicht viel vorwerfen, nicht zuletzt deshalb, weil sie speziell international bisher vielen Widerständen trotzte und auch einen Top-Klub wie Braga durchaus vor Problemen stellen konnte.
"...dann bin ich überzeugt, dass wir richtig kompetitiv sein werden"
"Heute haben wir 30 Minuten ausgelassen, daraus werden wir unsere Lehren ziehen. Aber das muss man richtig einschätzen: Gegen Salzburg muss alles zusammenpassen, dass du sie fordern kannst. Speziell in einer Phase, in der wir uns nicht vier Tage auf das Spiel vorbereiten und ohne Abstriche alles auf den Platz werfen können", spielt Helm auf die Doppelbelastung durch den Europacup an.
Speziell eine junge Mannschaft wie seine würde unter diesen Strapazen besonders leiden.
In den letzten Wochen habe bei der Nominierung seiner Startelf die Frische seiner Spieler eine große Rolle gespielt, "jetzt wird wieder beinhart die Top-Elf am Platz stehen. Dann bin ich überzeugt, dass wir wieder eine richtig kompetitive Mannschaft sein werden", verspricht Helm.
Helm hofft auf ähnlichen Effekt wie im Vorjahr
Bereits in der Vorsaison gelang kurz nach Wegfall der Doppelbelastung eine deutliche Leistungssteigerung - zwischen der 5. und 22. Runde sammelte der FAK die meisten Punkte aller Bundesliga-Vereine. Ähnliches erwartet sich Helm auch heuer:
"In der kommenden Phase, in der der Rhythmus normal ist, in der es für unser Setup leistungsfördernder ist, bin ich überzeugt, dass wir eine richtig gute Rolle spielen werden und als Team nochmal einen Schritt nach vorne machen werden."
"Mannschaft so weiterentwickeln, dass der Verein langfristig profitiert"
Eine Teilnahme am oberen Playoff ist auch heuer ein erklärtes Saisonziel, das andere lautet: "Die Mannschaft so entwickeln, dass der Verein auf lange Sicht davon profitieren kann."
Übersetzt heißt das: So vielen jungen Spielern wie möglich die Bühne zu bieten, damit sich diese für einen millionenschweren Transfer empfehlen können.
Helm fordert Geduld ein
Den Weg, den wir gewählt haben, kann man erst im Winter das erste Mal so richtig bewerten.
Bei diesem Unterfangen "dürfen wir uns nicht von Rückschlägen - vor allem einem auswärts bei Salzburg - aus der Bahn werfen lassen", fordert Helm.
Er fügt an: "Den Weg, den wir gewählt haben, kann man erst im Winter das erste Mal so richtig bewerten."
"Eines kann ich aber jetzt schon sagen: Wenn man sich anschaut, welches Transferpotenzial wir vor zwei Jahren in unserer Mannschaft gehabt haben und welches wir jetzt haben, ist uns schon einiges gut gelungen", spielt der 43-Jährige auf die Vasilije Markovics, Sanel Saljics und Daniel Nnodims im Kader an.