Die Wiener Austria war für den bosnischen Nationalhelden damals das Sprungbrett ins Nationalteam und in die große Fußballwelt. Entsprechend zurückhaltend fiel sein Jubel aus.
"Ich hatte echt eine tolle Zeit in Wien. Deshalb hat das auch etwas mit Respekt zu tun. Dass man jetzt ausrastet, gehört sich nicht", gibt sich Tabakovic danach bei "Sky" respektvoll.
"Hervorragende" erste Halbzeit
Weniger respektvoll war, wie die Salzburger die Gastmannschaft in der Folge an die Wand spielten und nach einer guten halben Stunde auch noch auf 3:0 stellten.
Auch wenn bis zum Pausenpfiff danach nicht mehr alles gelang, findet Röhl: "Die ersten 45 Minuten waren hervorragend."
Zur Pause blieb Tabakovic leicht angeschlagen in der Kabine; ein Einsatz am Mittwoch im Nachtragsspiel gegen Rapid dürfte aber nicht gefährdet sein.
Das muss in Hinsicht auf die Europa League noch besser werden
Nach Seitenwechsel erwischte erneut die Austria den besseren Start und traf diesmal auch ins gegnerische Tor.
Auch wenn dieser Treffer schlussendlich nur eine Randnotiz war, "ärgert er mich sehr. Nicht nur das Gegentor an sich, sondern auch der Zeitpunkt. Das gibt dem Gegner Hoffnung", schüttelt Röhl den Kopf.
Speziell auf internationaler Bühne dürfen solche kurzen Phasen der Unachtsamkeit nicht mehr passieren: "Das sind die Momente, die wir noch abstellen müssen. Die können dich international killen."
Gleichzeitig betont Röhl: "Trotzdem will ich heute nicht das Haar in der Suppe suchen."
Matchwinner Vertessen: "Habe Selbstvertrauen vermissen lassen"
Yorbe ist manchmal zu selbstkritisch. Ich habe ihn in den letzten Spielen besser gesehen als er sich selbst.
Salzburg riss nach dem kurzen Schock sofort wieder das Spielgeschehen an sich und kam speziell durch den groß aufspielenden Joker Aboubacar Camara zu guten Möglichkeiten. Der Youngster aus Burkina Faso bereitete schließlich auch das 4:1 durch Vertessen vor.
Für den Spielausgang schlussendlich ein eher nebensächlicher Treffer, aber einer, der für den Belgier persönlich extrem wichtig war.
"In den letzten Spielen habe ich etwas Selbstvertrauen vermissen lassen", gibt der 25-Jährige danach zu.
Röhl präzisiert: "Yorbe ist manchmal zu selbstkritisch. Ich habe ihn in den letzten Spielen besser gesehen als er sich selbst. Er arbeitet in jedem Spiel hart für die Mannschaft. Heute hat er sich für die letzten Wochen, in denen er viel investiert hat, belohnt."
Drei Stürmer, viele Tore
Für Vertessen, der das Spiel am linken Flügel begann und es als Mittelstürmer beendete, war es das dritte Saisontor.
Karim Konate, der aufgrund des Spielverlaufs sogar 90 Minuten geschont werden konnte, hat bereits vier Saisontreffer am Konto, Tabakovic sogar schon sechs.
"Macht viel Spaß aktuell"
Für Verteidiger Tim Drexler ist diese Treffsicherheit der Stürmer der wichtigste Faktor, warum es heuer so viel besser läuft als zuletzt.
"Am Anfang der Saison haben wir zu viel liegen gelassen und es so nochmal spannend gemacht. Jetzt nutzen wir die Chancen. In den englischen Wochen ist es extrem wichtig, Spiele so früh wie möglich zuzumachen, um Power für die nächsten Spiele zu sparen", analysiert der Deutsche.
Landsmann Röhl bringt es auf den Punkt: "Egal wer spielt, wir treffen."
Nicht zuletzt aufgrund dieses Umstands hält ein glücklicher "Bullen"-Coach fest: "Es macht viel Spaß aktuell."