Beendet
3:1
2:1 , 1:0
NEWS

Sturm Graz: Die Krux, Chancen zu kreieren

Die "Blackies" hatten gegen den SK Rapid erneut Probleme, die großen Torchancen herauszuspielen. Ein Muster, das sich seit Monaten durch die Spiele zieht.

Sturm Graz: Die Krux, Chancen zu kreieren Foto: © IMAGO / PS Images

Am Valentinstag (14. Februar) und damit vor mehr als sechs Monaten kassierte der SK Sturm Graz die letzte Liga-Niederlage.

Bei der 1:3-Pleite gegen den SK Rapid in der fünften Runde der ADMIRAL Bundesliga riss diese Serie von 17 Spielen in Folge nun.

Die Auswärtsreise nach Wien-Hütteldorf war, wie schon im Februar gegen die WSG, kein Tag der Liebe für die "Blackies". Zum Spielbericht >>>

Individuelle Fehler

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Sturm in diesen 17 Spielen nur acht Mal als Sieger vom Platz ging. Neun Partien endeten Remis. Mit auch ein Grund, warum man in der vergangenen Saison am Ende dem LASK im Kampf um den Titel den Vortritt lassen musste.

Gegen Rapid offenbarte der Vizemeister ungewohnte Schwächen im Umschaltspiel und bestrafte sich selbst mit individuellen Fehlern. So geschehen beim 0:1 und 1:2, sowie der Roten Karte von Albert Vallci in der Nachspielzeit.

Am Ende nutzten die Hütteldorfer die Fehler der Steirer und gingen verdient als Sieger vom Platz. "Sehr bittere Niederlage" - Sturm hadert mit den Eigenfehlern >>>

Kaum Durchschlagskraft

Nach dem frühen Rückschlag in Minute sieben fand der SK Sturm noch zurück in die Partie, zeigte wenige Minuten später eine Reaktion und glich durch Belmin Beganovic aus. Nach dem zweiten Gegentor zeigte man sich aber beeindruckt.

In weiterer Folge fehlte über weite Strecken die offensive Durchschlagskraft. 19 Abschlüsse sind zwar auf dem Papier ein guter Wert, davon waren jedoch nur fünf innerhalb des Strafraums.

Sturm fand gegen gut organisierte Rapidler selten die Lücken in der Defensive und versuchte so, über Distanzschüsse zum Abschluss zu kommen.

Rechtsverteidiger Jürgen Heil fand dazu klare Worte: "Unser Spiel muss mit Ball einfach besser werden. Wir tun uns schwer, Torchancen zu kreieren."

Es ist ein Muster, das sich auch schon durch große Teile der letzten Saison zog. "Wir treffen einfach oft die falschen Entscheidungen. Es bereitet uns Kopfzerbrechen, wie leicht wir die Bälle verlieren. Unsere Gegentore fallen meist nach einem Muster", so Heil

Raum für Verbesserungen

Raum für Verbesserungen
Auf Fabio Ingolitsch und sein Team wartet Arbeit.
Foto: ©GEPA

Innenverteidiger Paul Koller wollte die Probleme im letzten Drittel nicht zu überdramatisieren, sah aber dennoch auch Raum für Verbesserungen: "Ich finde nicht, dass wir es so schlecht gemacht haben. Wir hatten gute Balleroberungen und Umschaltmomente. Im letzten Drittel müssen wir sauberer und konsequenter sein."

Ingolitsch selbst probierte gegen Rapid viel, um dieser Thematik entgegenzuwirken, wechselte mit Balbo, Mamageishvili und Weiper früh. Am Ende wollte es trotzdem nicht reichen.

"Es war ein 50/50-Spiel. Wir haben die entscheidenden Momente einfach nicht nutzen können und dem Gegner dann serviert. So verlierst du das Spiel. Dass wir bei Rapid jetzt nicht hochdominant auftreten werden, war aber auch klar", sagte Ingolitsch.

Spannende Wochen

Für Sturm war die Partie bei Rapid der Startschuss für spannende Wochen. Am Samstag geht es im Cup nach Voitsberg, ehe innerhalb von drei Tagen sowohl der LASK (13.9.) als auch Stade Rennes (16.9.) nach Liebenau kommen.

Abgerundet wird die Woche mit dem Auswärts-Kracher in Salzburg (20.9.). Spätestens dann braucht es vor allem offensiv mehr Durchschlagskraft.

Kommentare

JETZT NEU: Diskutiere mit den LAOLA1-Usern bei Live-Events in unserem neuen LAOLA1-Chat!