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"Sehr bittere Niederlage" - Sturm hadert mit den Eigenfehlern

Der SK Sturm Graz kassierte gegen den SK Rapid die erste Liga-Niederlage seit Mitte Februar. Am Ende leistete man sich zu viele individuelle Fehler.

"Sehr bittere Niederlage" - Sturm hadert mit den Eigenfehlern

Jede Serie geht einmal zu Ende!

17 Spiele in Folge hat der SK Sturm Graz in der ADMIRAL Bundesliga nicht verloren. Die letzte Niederlage datierte vom 14. Februar, damals kassierte man ein 0:1 bei der WSG Tirol.

Nichts zu holen gab es nun in der fünften Runde auswärts beim SK Rapid. Nach 90 Minuten waren die Hütteldorfer, trotz der langen Nacht vom Mittwoch gegen die Hearts, die klarere und bessere Mannschaft.

Am Ende setzte es daher für die Steirer eine 1:3-Niederlage. Zum Spielbericht >>>

Individuelle Fehler

"Eine sehr bittere Niederlage, die speziell im Moment sehr schmerzt", zeigte sich Cheftrainer Fabio Ingolitsch nach Schlusspfiff enttäuscht.

Der Grund für die Niederlage in Wien-Hütteldorf war schnell ausgemacht. Die ersten beiden Gegentreffer der "Blackies" entstanden aus individuellen Fehlern. Beim ersten Tor verschuldete Jürgen Heil nach einem Stellungsfehler den Strafstoß, beim zweiten Tor vertändelte JP Hödl die Kugel völlig unnötig am eigenen Sechzehner.

"Wir haben heute teilweise haarsträubende Fehler gemacht, die eiskalt bestraft wurden. Das ist uns in den letzten Monaten nicht passiert. Und somit haben wir dieses 50/50-Spiel auf Augenhöhe auch verloren. Wir haben den Gegner eingeladen", resümierte Ingolitsch die Pleite.

Das sagen Ingolitsch und Heil zum Elfmeter

Das sagen Ingolitsch und Heil zum Elfmeter
Jürgen Heil verursachte den Elfmeter zum 1:0 für Rapid.
Foto: ©GEPA

Vor allem der Elfmeter in Minute drei sorgte nach der Partie für Diskussionen: "Beim ersten Tor verteidigen wir schlecht und dann gibt es diesen Griff. Ist es ein Foul für mich? Nein. Speziell in der dritten Minute, in so einem Spiel", so der Cheftrainer.

Und was sagt Heil selbst zur Situation? "Es war nicht gut verteidigt von mir. Trotzdem glaube ich nicht, dass es ein Elfer war. Gefühlt stolpert er über seine eigenen Füße. Es sagt schon alles, wenn der Elfer minutenlang gecheckt wird. Aber ich kann es auch nicht ändern."

Offensive Power fehlte

Die Wahrheit ist aber auch, dass Sturm mit Ausnahme des Treffers von Belmin Beganovic erneut die offensive Durchschlagskraft vermissen ließ.

Die "Blackies" hatten zwar insgesamt drei Abschlüsse mehr als Rapid (19:16). Jedoch lag die Qualität der Abschlüsse klar aufseiten der Hausherren (xGoals: 2,01:0,72).

In Halbzeit zwei war Sturm zwar deutlich besser im Spiel, die großen Torchancen auf die Wende fehlten aber. So schlugen die Rapidler durch Joker Petter Nosa Dahl in der Schlussphase nochmal zu (86.), ehe Albert Vallci nach einer Notbremse noch vom Platz gestellt wurde (90.).

Sturm tat sich an diesem Sonntagabend über weite Strecken schwer und leistete sich zu viele individuelle Fehler. So gab es in Hütteldorf nichts zu holen.

Lob für Rapid

Ingolitsch war dennoch mit der Leistung nicht komplett unzufrieden: "Wir haben Rapid nicht so ins Spiel kommen lassen, wie sie das wollten. Sie mussten viele lange Bälle spielen, was nicht ihr Style ist. Das ist schon ein Zeichen, dass sie von ihrem Plan abweichen mussten. Am Ende hat uns nicht Rapid geschlagen, sondern wir uns selbst."

Lob für die Leistung von Rapid gab es von Rechtsverteidiger Heil: "Es war heute nicht irgendein Gegner. Rapid hat bisher jeden Gegner dominiert. Es war aber ein Weckruf, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben."

Viel Arbeit steht ohne Zweifel an. Die Europacup-Auftritte ausgeklammert, schaffte es Sturm in dieser Bundesliga-Saison bisher noch nicht, an das eigene Leistungsmaximum zu kommen.

Debüt der Neuzugänge

Debüt der Neuzugänge
Belmin Beganovic erzielte sein erstes Saisontor.
Foto: ©GEPA

Siege gegen Hartberg und Altach stehen Remis gegen Lustenau und Tirol, sowie jetzt eine Niederlage gegen Rapid gegenüber. Vor allem in den letzten drei Spielen offenbarten sich bei den "Blackies" aber die altbekannten Probleme im Chancenkreieren.

Positiv waren gegen Rapid neben dem ersten Saisontor von Beganovic aber auch die ersten Auftritte von Valmir Matoshi und Joshua Quarshie. Die beiden Neuzugänge feierten in der zweiten Halbzeit ihr Debüt für Sturm.

Ingolitsch äußerte sich auch nach Schlusspfiff zu den beiden Neuen: "Matoshi ist sehr energetisch, ein Box-to-Box-Spieler. Er bringt alles mit. Quarshie hatte jetzt einen Monat keine Matchpraxis, da müssen wir behutsam sein. Aber man hat schon gesehen, welche Präsenz er mitbringt. Er wird unserer Abwehr künftig viel geben."

Entscheidende Wochen

Für Sturm warten jetzt spannende Wochen. Am Samstag geht es im Cup nach Voitsberg, ehe innerhalb von drei Tagen sowohl der LASK (13.9.) als auch Stade Rennes (16.9.) nach Liebenau kommen.

Abgerundet wird die "knackige Woche" mit dem Auswärts-Kracher in Salzburg (20.9.). Spätestens in diesen Spielen wird sich abzeichnen, wohin die Reise von Sturm heuer geht.

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