Zwei Spieler, die sinnbildlich für die Reaktion von Rapid stehen, sind Marco Tilio und Moulaye Haidara. Am Mittwoch waren sie es, die ihre Elfmeter gegen Hearts nicht verwandeln konnten. Gegen Sturm standen beide in der Startelf und konnten dabei dem Spiel auch ihren Stempel aufdrücken.
Haidara holte bereits in der dritten Minute einen Elfmeter raus, den Yusuf Demir zur frühen Führung verwandeln konnte. Und Tilio, der besorgte nach einer schönen Vorarbeit von Tonni Adamsen das zwischenzeitliche 2:1 in der 17. Minute.
"Zu sehen, wie sie heute spielen, freut mich auch im Namen der Mannschaft und im Namen der beiden, denn es sagt viel darüber aus, wer man als Spieler ist, wenn man sich so wieder aufrappeln kann, wie es beide vier Tage nach der Enttäuschung am Mittwoch getan haben", sagt Hoff Thorup über die beiden.
"So kommt man nicht in die Startelf"
Dass ausgerechnet die beiden Fehlschützen gegen Sturm starteten, begründete der Trainer jedoch nicht damit, sie aufmuntern zu wollen.
"Es hat nichts mit Mittwoch zu tun. Wir brauchten Spieler, die sich schnell von einer Seite zur anderen bewegen können, um die gegnerische Manndeckung unter Druck zu setzen. Nicht, weil sie ein paar Elfmeter verschossen haben. So kommt man nicht in die Startelf", sagt Hoff Thorup.
Drei Auswärtsspiele in Folge
Die Reaktion nach dem Europacupaus war aus Rapid-Sicht auch wichtig, weil es in den nächsten Wochen nicht leichter wird.
Bei drei Auswärtsspielen in Folge geht es zunächst am Mittwoch im Nachholspiel gegen Red Bull Salzburg, das immer besser in Schwung kommt. Dann wartet eine schwierige Cup-Partie bei Austria Klagenfurt, ehe Rapid eine Woche später erneut in Kärnten gegen den WAC ran muss.
Vor der langen Länderspielpause gibt es dann noch ein Heimspiel gegen die WSG Tirol und spätestens dann weiß man im Westen Wiens, was diese Saison möglich ist.