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"Haben so oft Scheiße gefressen" - Rapid zeigt richtige Reaktion

Nach dem bitteren Aus gegen Hearts wusste Rapid gegen Sturm zu überzeugen - vor allem mit Einsatz und Energie.

"Haben so oft Scheiße gefressen" - Rapid zeigt richtige Reaktion Foto: © GEPA

Der SK Rapid war am Mittwoch wieder einmal am Boden. Mit der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Hearts verpassten die Hütteldorfer die Conference-League-Ligaphase.

Trotz Tabellenführung und einer sonst bisher makellosen Saison-Frühphase stand Rapid gegen Sturm Graz unter Druck. Die Wiener mussten eine Reaktion zeigen. Und das taten sie.

Beim 3:1-Sieg gegen die Grazer (zum Spielbericht>>>) waren die Grün-Weißen fast über die gesamte Partie die gefährlichere Mannschaft und konnten vor allem mit Energie und Einsatz überzeugen.

"Es zeigt viel über uns als Team"

Gegen körperlich starke Grazer war es auch notwendig, das wusste Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup bereits im Vorfeld.

"Wir wussten, dass es ein physisch hartes Spiel wird. Daher mussten wir Momente im Spiel finden, wo wir unseren Fußball spielen konnten. Ganz allgemein, kann ich nicht unzufrieden sein. Es war viel Gutes dabei, vor allem charakterlich. Das macht mich glücklich", sagt der Däne nach der Partie.

Weiters meint er: "Nach Mittwoch so zurückzukommen war super. Es zeigt sehr viel über uns als Team, wo wir gerade stehen."

"Das ist Fußball"

Für Niklas Hedl war vor allem die Anfangsphase entscheidend: "Wir wussten wie Sturm spielt. Gerade die ersten paar Minuten haben wir richtig gut dagegen gehalten. Dadurch haben wir versucht das Spiel auf unsere Seite zu ziehen."

Der Keeper selbst hat sowohl persönlich als auch mannschaftlich schon einige Höhen und Tiefen bei Rapid erlebt, daher weiß er auch, wie es bei Rapid läuft.

"Ich glaube, das ist das einzig Positive an dem Ganzen, dass wir schon so oft Scheiße gefressen haben. Jeder einzelne, ich auch. Das ist Fußball. Da geht es von Spiel zu Spiel", meint der 25-Jährige.

Haidara und Tilio als Sinnbild für Rapid

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Foto: ©GEPA

Zwei Spieler, die sinnbildlich für die Reaktion von Rapid stehen, sind Marco Tilio und Moulaye Haidara. Am Mittwoch waren sie es, die ihre Elfmeter gegen Hearts nicht verwandeln konnten. Gegen Sturm standen beide in der Startelf und konnten dabei dem Spiel auch ihren Stempel aufdrücken.

Haidara holte bereits in der dritten Minute einen Elfmeter raus, den Yusuf Demir zur frühen Führung verwandeln konnte. Und Tilio, der besorgte nach einer schönen Vorarbeit von Tonni Adamsen das zwischenzeitliche 2:1 in der 17. Minute.

"Zu sehen, wie sie heute spielen, freut mich auch im Namen der Mannschaft und im Namen der beiden, denn es sagt viel darüber aus, wer man als Spieler ist, wenn man sich so wieder aufrappeln kann, wie es beide vier Tage nach der Enttäuschung am Mittwoch getan haben", sagt Hoff Thorup über die beiden.

"So kommt man nicht in die Startelf"

Dass ausgerechnet die beiden Fehlschützen gegen Sturm starteten, begründete der Trainer jedoch nicht damit, sie aufmuntern zu wollen.

"Es hat nichts mit Mittwoch zu tun. Wir brauchten Spieler, die sich schnell von einer Seite zur anderen bewegen können, um die gegnerische Manndeckung unter Druck zu setzen. Nicht, weil sie ein paar Elfmeter verschossen haben. So kommt man nicht in die Startelf", sagt Hoff Thorup.

Drei Auswärtsspiele in Folge

Die Reaktion nach dem Europacupaus war aus Rapid-Sicht auch wichtig, weil es in den nächsten Wochen nicht leichter wird.

Bei drei Auswärtsspielen in Folge geht es zunächst am Mittwoch im Nachholspiel gegen Red Bull Salzburg, das immer besser in Schwung kommt. Dann wartet eine schwierige Cup-Partie bei Austria Klagenfurt, ehe Rapid eine Woche später erneut in Kärnten gegen den WAC ran muss.

Vor der langen Länderspielpause gibt es dann noch ein Heimspiel gegen die WSG Tirol und spätestens dann weiß man im Westen Wiens, was diese Saison möglich ist.

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