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Hartberg hadert: "Heute haben wir zwei Punkte verloren"

Hartberg erkämpft sich ein Remis bei Sturm, ist am Ende mit dem Ergebnis aber dennoch nicht zufrieden. Ein Sieg wäre möglich gewesen:

Hartberg hadert: "Heute haben wir zwei Punkte verloren" Foto: © GEPA

Der TSV Hartberg nahm im Steirer Derby der 26. Runde in der ADMIRAL Bundesliga ein 0:0 bei Sturm Graz mit (Zum Spielbericht>>>). Nach dem Spiel sahen sich die Hartberger um den ersten Sieg in der Meisterrunde gebracht.

Für Trainer Manfred Schmid war die Sache im Interview bei "Sky" klar: "Heute haben wir zwei Punkte verloren." Seine Mannschaft sei über weite Strecken die bessere und vor allem die gefährlichere gewesen.

"Bis auf eine Aktion am Ende hat Sturm keine Torchance gehabt", sagt Schmid. Hartberg habe genau gewusst, wo man dem Tabellenführer wehtun kann und das über weite Strecken auch umgesetzt. Nur eines fehlte: das Tor.

"Wir müssen das Tor machen"

Auch Ex-Sturm-Spieler Konstantin Schopp sah die Vorteile bei den Gästen. "Ich finde, wir hätten uns den Sieg verdient." Hartberg habe viele Lösungen nach vorne gefunden und Sturm unter Druck gesetzt.

Fridrikas schlug in die gleiche Kerbe, sprach von einer starken ersten Halbzeit und viel Aufwand. Der 28-Jährige räumte aber auch ein, dass im letzten Drittel die letzte Konsequenz gefehlt hat.

Für einen kuriosen Moment sorgte der Angreifer abseits des Spiels: Sein Trikot aus der ersten Hälfte war fehlerhaft bedruckt (Alle Infos>>>). Aufgefallen ist ihm das zunächst gar nicht. "Normalerweise schaue ich immer drauf, das war heute das erste Mal nicht." Was nun damit passiert? Fridrikas nahm es aber mit Humor: "Vielleicht versteigern wir es."

Für den Cheftrainer war die fehlende Effizienz am Sonntag der entscheidende Faktor: "Wir müssen das Tor machen." Gerade in solchen Spielen sei das der Unterschied. Er ist überzeugt: "Wenn wir in Führung gehen, gewinnen wir das Spiel."

Ärger über strittige Szenen

Für zusätzlichen Frust sorgten zwei Entscheidungen rund um den Strafraum. Ein mögliches Handspiel sowie ein aberkanntes Tor brachten Schmid auf die Palme.

Beim vermeintlichen Treffer sprach er von einer sehr kleinlichen Entscheidung. "Das kommt tausendmal im Strafraum vor." Für ihn ist klar: "Ich bin der Meinung, dass man das Tor geben muss."

Auch bei der Handspielszene zeigte er sich unsicher, ob die Entscheidung regeltechnisch überhaupt haltbar ist – verwies aber gleichzeitig auf vergleichbare Situationen aus der Vergangenheit.

Viel Lob – trotz leerer Hände

Bei aller Kritik fand Schmid auch klare Worte für die Leistung seiner Mannschaft. Vor allem die Offensive überzeugte ihn. Die drei vordersten Spieler sorgten mit viel Bewegung und Positionswechsel für Probleme.

"Die Jungs haben das richtig gut gemacht, sie haben sich komplett ausgepumpt." Insgesamt spricht er von einer "Top-Leistung".

Ein Beispiel ist Konstantin Schopp. Zwar anfangs noch etwas nervös, steigerte sich der Leihspieler im Laufe der Partie deutlich. "Er hat alles, was man braucht", sagt Schmid. Spielpraxis sei nun der Schlüssel.

Am Ende bleibt ein Spiel, in dem Hartberg vieles richtig gemacht, sich aber nicht belohnt hat. Für Hartberg ist es der vierte Punkt in der laufenden Meistergruppe, der erste Sieg steht noch aus.

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