Für Salzburg bedeutet der Rapid-Rekord wenig

 

Ein Rekord eingestellt! Wieder einmal.

Das 2:1 über den SK Rapid Wien (Spielbericht) war für Red Bull Salzburg der achte Sieg im achten Bundesliga-Spiel 2018/19. Damit wurde die Bestmarke, die ausgerechnet die Hütteldorfer in der Saison 1987/88 aufstellten, egalisiert.

Auch das 13. Duell seit dem letzten vollen Erfolg Rapids sollte für die Bullen am Ende kein verflixtes sein. Am 1. August 2015 entführten die Hütteldorfer mit einem 2:1 zuletzt drei Punkte aus der Red Bull Arena, danach sollten drei Remis bei zehn Niederlagen für die Wiener folgen, Cup-Finale 2017 inklusive.

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"Es ist schon etwas Außergewöhnliches, acht Liga-Spiele in Folge zu gewinnen", gab Marco Rose nach dem erneuten Erfolg zu.

Gerade mit Rapid gleichgezogen zu sein, bedeute ihm aber nichts: "Dass es irgendwann schon so war, dass jemand acht Spiele in Folge gewonnen hat – okay. Wir können damit nicht so viel anfangen, wir sind happy über acht Siege, weil das viel bedeutet, 24 Punkte."

Etwas, was öfter passiert

Zwar schrammte seine Mannschaft beim jüngsten Duell letztlich knapp an einem Punkteverlust vorbei, auf einen solchen deutete in den 90 Minuten aber lange nichts hin.

"Für mich ist es ein verdienter Sieg mit einer sehr, sehr guten ersten Halbzeit von uns. In der zweiten Hälfte ist Rapid besser ins Spiel gekommen, wir haben allerdings schnell wieder Zugriff bekommen und hätten die Chancen gehabt, das Spiel eher zu entscheiden", resümierte der Trainer.

"Und dann ist das passiert, was öfter passiert, was wir abstellen müssen: Wir lassen den Gegner noch einmal ins Spiel kommen. Nicht zum ersten Mal in den letzten Wochen."

Das kleine blaue Auge

Doch der Reihe nach.

Rapid trat beinahe mit einer komplett neuen Elf an und überließ den Hausherren die Spielgestaltung, nicht ganz freiwillig, in der ersten Hälfte völlig.

Beherzter Defensivkampf der Hütteldorfer sorgte dafür, dass die Torchancen in ihrer Häufigkeit ebenso im Rahmen blieben, wie der 1:0-Vorsprung Salzburgs durch den Treffer von Takumi Minamino zur Pause.

Mit dem 2:0 durch Munas Dabbur schien ein Punkt Rapids außer Reichweite, doch ein Kopfball nach Freistoß-Hereingabe durch Max Hofmann ließ die grün-weiße Hoffnung wieder keimen.

Der aberkannte Ausgleich ließ dem Salzburg-Sieg Bestand, weshalb man laut Rose "mit einem kleinen blauen Auge" davonkam.

Vor allem der Anschlusstreffer ließ dem Deutschen noch etwas Raum für Ärger: "Das geht einfach zu leicht. Hinter Hofmann war sicher noch einer, der einnicken kann, davor auch, und daneben noch einer. Das ist zu einfach, fertig, aus."

Man sieht das Verbesserungspotenzial

Für Stefan Lainer, der das Spiel als den erwarteten Schlager empfand, war es "ein sehr guter Auftritt von uns. Aber wenn man etwas meckern will, dann darüber, dass wir zum Schluss durch zwei Standards den Gegner wieder unnötig herankommen lassen", so der Verteidiger gegenüber LAOLA1.

"Das sind dann Kleinigkeiten, die das Spiel entscheiden können. Wenn der Schiedsrichter am Ende das Foul nicht gibt, ist es der Ausgleich und komplett unverdient. Da müssen wir dranbleiben und so sieht man, was wir noch verbessern können."

Wenn man zu viel will

In der ersten Halbzeit war der Weg in den Strafraum hin und wieder versperrt, Rapids veränderte Elf fokussierte sich auf die sichere Defensive. "Es ist schon Rapid Wien, aber wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut und nur in der gegnerischen Hälfte gespielt", war Lainer aber zufrieden.

Die besten Bilder der achten Bundesliga-Runde:

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Salzburg - Rapid 2:1

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Wacker Innsbruck - Admira 1:3

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Austria Wien - LASK 0:3

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Sturm-Mattersburg 1:2

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Altach - WAC 0:1

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St. Pölten - Hartberg 3:0

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"Sie sind hinten gut gestanden, haben auf ein Umschalten gelauert und das musst du natürlich auch verteidigen, kannst nicht alles nach vorne werfen. Von daher denke ich, dass es eine spielstarke und konzentrierte Leistung war. Wir haben den Gegner in keiner Phase unterschätzt", so der 26-Jährige.

Das Problem sei gewesen, "dass wir am Schluss zu viel wollten. Es sind frische Spieler drin, die sich auch zeigen wollen, aber es wäre vielleicht gescheiter, dass man zurückschraubt. Da musst du die Coolness haben, hinten souverän zu bleiben. So kommt die Innenverteidigung in eine 1:1-Situation, es gibt das Foul, den Freistoß und es wird brenzlig."

Der ganz besondere Wunsch

Auch mit diesem Kritikpunkt galt für Lainer: "Wir sind daheim ein schwerer und unangenehmer Gegner, aber man hat gesehen, dass es im Fußball schnell gehen kann und du bis zu den letzten Minuten konzentriert sein musst."

Und wie lange kann der Siegeslauf nun anhalten? "Wir haben sehr viel dafür investiert, mit diesem Lauf im Rücken dazustehen. Aber du darfst nicht den Fehler machen, zu glauben, es geht jetzt alles von allein", mahnte der ÖFB-Teamspieler.

"Dir muss in jedem Spiel klar sein, dass du hart daran arbeiten musst, sowie die Aggressivität und Laufbereitschaft an den Tag legen. Dann haben wir Qualitäten in unserer Mannschaft, die Spielfreude auslebt. Dann ist es schwer gegen uns."

Aber diese Basis müsse jedes einzelne Mal stimmen: "Sonst kann es mit dem Lauf schnell wieder vorbei sein."

Beherzigt man die Basis am kommenden Wochenende auch gegen den Wolfsberger AC, hätte man den Rapid-Rekord ganz pulverisiert.

Und wäre einen Schritt näher an einem Rekord, den sich Marco Rose dann vielleicht doch einmal wünschen würde: "Eigentlich hätte ich gerne einen Weltrekord – alle Spiele zu gewinnen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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