Und das hatte keineswegs mit der Qualität zu tun, von der ist sein Trainer überzeugt. Auch wenn Antiste die erhofften Scorerzahlen bislang nicht liefern kann, seit einigen Wochen sei er dennoch "einer der Besten im Training".
Für Antiste sei es eine große Enttäuschung gewesen, als sich das Transferfenster schloss und keine Alternative auftat. "Er ging für ein paar Tage zurück nach Frankreich, um den Kopf freizubekommen. Um sich nach seiner Rückkehr darauf zu fokussieren, was er in seiner Situation eben machen kann."
Hoff Thorup war eine Lösung der Situation nicht minder wichtig: "Darauf habe ich jeden Tag gehofft, denn er bringt Qualität auf den Rasen."
"Im Fußball kriegt man das, was man verdient"
Wie groß der Druck auf Antiste ist, dürften nicht erst die Tränen gezeigt haben, die ihm sofort nach dem Tor dazu veranlassten, sich das Trikot über das Gesicht zu ziehen.
Da mischte sich zur Erleichterung über die erreichte Meistergruppe bei den Kollegen auch etwas Freude über den besonderen Moment für den jungen Teamkollegen dazu.
"Es ist eine der schlimmsten Situationen, die einem Spieler passieren kann, dass er beim Verein nicht einsatzfähig, obwohl fit ist. Dass es eine Einigung gibt, ist sehr erfreulich, weil er uns weiterhelfen kann", war etwa Matthias Seidl als Kapitän auch nach einem Halbjahr mit wenigen Toren des Kollegen nach wie vor überzeugt.
Andreas Weimann, der Antiste erst seit Kurzem kennt, kann sich als Stürmer aber gut in die Gefühlswelt reinversetzen, wenn von einem vermeintlichen Scorer keine Scorer kommen: "Das war sicher nicht leicht. Seit ich hier bin, hat er stets gewusst, dass er am Wochenende nicht spielen darf, und hat trotzdem jedes Training Vollgas gegeben."
Der Routinier ist überzeugt: "Im Fußball kriegt man das, was man verdient."
Bleibt abzuwarten, ob sich für Antiste in den nächsten Wochen wenn schon keine langfristige Empfehlung, dann zumindest ein versöhnliches Ende seiner Rapid-Zeit ergibt.