Bundesliga verschiebt die nächsten zwei Runden

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Spielverschiebungen statt Geisterspiele!

Die Bundesliga entschließt sich nach dem Corona-Erlass der Bundesregierung, den Spielbetrieb in der höchsten Spielklasse beziehungsweise in der HPYBET 2. Liga bis Anfang April auszusetzen.

Da Ende März eine Länderspielpause angesetzt ist, sind davon vorerst die Runden an den kommenden beiden Wochenenden betroffen - konkret die 23. und 24. Runde der Tipico Bundesliga bzw. die 20. und 21. Runde der HPYBET 2. Liga.

"Ziel ist es, alle Spiele mit Zuschauern durchzuführen. Deshalb haben wir uns in einem ersten Schritt für die Verschiebung und gegen mögliche Geisterspiele entschieden", erklärt Bundesliga-Vorstandvorsitzender Christian Ebenbauer.

Über die Nachtragstermine entscheidet die Bundesliga kommende Woche in einer Klubkonferenz.

"In erster Linie werden wir auf UEFA-Termine ausweichen. Jenachdem, wie weit der LASK in der Europa League kommt, haben wir mehr oder weniger Ausweichmöglichkeiten. Im schlimmsten Fall müssen wir die Vorbereitungszeit auf die EURO verkürzen", sagt Ebenbauer im ORF-Interview.

Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer über…

…das Veranstaltungsverbot: "Natürlich sehen wir alle am liebsten stimmungsvolle Spiele mit vielen Zuschauern, erleben aber gerade eine Ausnahmesituation im ganzen Land. Wir vertrauen voll und ganz den zuständigen Experten und setzen die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung selbstverständlich um."

…die Auswirkungen auf den Fußball: "Wie andere Veranstalter sind diese Maßnahmen für uns und unsere Klubs mit massiven organisatorischen und finanziellen Herausforderungen verbunden. Da geht es um fehlende Einnahmen aus Ticketing, Gastronomie, Merchandising und die gesamte Wertschöpfungskette wie Dienstleister und Sponsoren."

…die Entscheidung für eine Verschiebung und gegen Geisterspiele: "Ziel ist es, alle Spiele mit Zuschauern durchzuführen. Deshalb haben wir uns in einem ersten Schritt für die Verschiebung und gegen mögliche Geisterspiele entschieden."

…die Möglichkeit, Geisterspiele auszutragen: "Geisterspiele sind aus unserer Sicht immer das letzte Mittel, um die Bewerbssicherheit zu gewährleisten. Sollte sich die Situation nicht bessern, können sie eine Möglichkeit sein, um die Saison zu Ende spielen."

Geisterspiele letztes Mittel

Laut am Dienstagvormittag verlautbarter behördlicher Vorgaben hätten die Spiele ohne Zuschauer ausgetragen werden müssen. Nur 500 Personen sind aufgrund der Auswirkungen des Ausbruchs von Covid-19 aktuell für Freiluft-Veranstaltungen in Österreich zugelassen.

Spiele ohne Fans will die Bundesliga tunlichst vermeiden. Sollte sich in den kommenden Wochen jedoch keine Besserung der Lage einstellen, bleiben sie eine Option. "Geisterspiele sind aus unserer Sicht immer das letzte Mittel, um die Bewerbssicherheit zu gewährleisten. Sollte sich die Situation nicht bessern, können sie eine Möglichkeit sein, um die Saison zu Ende spielen", betonte Ebenbauer.

Die laufende Saison geht laut derzeitigem Stand Mitte Mai zu Ende. In Deutschland wurde bereits angedacht, sie bis Ende Mai zu verlängern.

Zustimmung von Bundesligisten

Von den Erstligisten gab es in ersten Reaktionen Zustimmung zur Entscheidung. "Unsere Spiele möchten wir natürlich vor gewohnt großem Publikum austragen, weshalb wir dafür plädieren, die kommenden Spielbegegnungen aller Bundesligisten auf Ersatztermine im April und Mai zu verschieben in der Hoffnung, dass sich die Situation bis dahin gebessert hat", sagte Rapids Geschäftsführer Christoph Peschek.

Die Hütteldorfer wären im Schlager der ersten Runde der Meistergruppe am Sonntag bei Meister Salzburg angetreten.

Austrias Vorstandsvorsitzender Markus Kraetschmer sagte: "Natürlich ist die Gesundheit immer das Wichtigste, und deswegen ist die Verschiebung eine sehr vernünftige Entscheidung. Alles stellt natürlich eine große Herausforderung dar, aber es ist besser so, denn es gibt jetzt ja noch terminliche Möglichkeiten, um diese Spiele zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können." Dann hoffentlich wieder mit Zuschauern, meinte Kraetschmer.

"Für die Mannschaft und das Trainerteam ergibt sich eine Situation, die es in dieser Form noch nie gab. In einer eigentlich sehr intensiven Phase der Meisterschaft gilt es jetzt, etwas andere Trainingsschwerpunkte zu setzen, ehe es in die entscheidenden Runden geht", meinte Salzburg-Sportdirektor Christoph Freund.

ÖFB will Länderspiele austragen

Um der Empfehlung der zuständigen Stellen hinsichtlich einer Einschränkung der sozialen Kontakte Folge zu leisten, werden bei Salzburg alle öffentlichen Termine von Spielern und Betreuern für die nächsten Wochen ausgesetzt.

Österreichs Fußball-Bund will indes alle Vorbereitungen und Vorkehrungen treffen, um die Länderspiele in Wales am 27. März und in Wien gegen die Türkei am 30. März unter Berücksichtigung der neuen Situation zur Austragung zu bringen.

Am Mittwoch findet diesbezüglich ein Treffen des Verbands mit den zuständigen Behörden und Vertretern des Krisenstabs statt. Man stehe aufgrund der Entwicklung rund um das Coronavirus bereits seit Tagen in intensivem Kontakt mit den Behörden, hieß es Dienstag vonseiten des ÖFB.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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