"Ich spreche viel über das Lernen. Aber wir sind langsam an einem Punkt, an dem wir aus einigen dieser Fehler gelernt haben sollten."
So kritisch sah es der Rapid-Trainer nicht. "Wenn ich mir die erste Hälfte ansehe, haben wir vieles unter Kontrolle und die Austria hatte Mühe, uns unter Druck zu setzen. Das ist ein Schritt in eine gute Richtung, dass wir hier auswärts herkommen und das Spiel in der ersten Hälfte doch in der Hand haben."
Dass zu wenig Chancen kreiert, geschweige denn verwertet werden, war für den Dänen aber jedenfalls ein Manko. Immerhin gab es diesmal wieder Torschüsse, nachdem gegen Sturm in dieser Kategorie ein glatter Nuller stand.
Aus Fehlern muss langsam gelernt werden
Wenn dann pro Spiel noch ein kapitaler Eigenfehler samt Eigentor dazukommt, wird die Aufgabe nicht leichter. Gegen den LASK gab es auf den Fehler von Serge-Philippe Raux-Yao in der ersten Minute nur Momente später die richtige Antwort, der fallengelassene Ball von Niklas Hedl gegen Sturm hatte letztlich keinen spielentscheidenden Einfluss.
Ganz anders der horrende Fehlpass von Romeo Amane zu Kelvin Boateng, der Rapid im Derby nicht nur auf der Anzeigetafel viel kostete, sondern auch das Spiel auf eine andere Ebene brachte.
"Ist das mangelnde Konzentration? Fokus? Oder nicht genau zu wissen, wo der Ball hingepasst werden soll und wohin die Bewegung gehen muss? Ich spreche viel über das Lernen. Aber wir sind langsam an einem Punkt, an dem wir aus einigen dieser Fehler gelernt haben sollten", monierte Hoff Thorup. "Das kann so nicht weitergehen."
Auf der anderen Seite sei das Spiel mit dem Risiko essentiell dafür, überhaupt in eine Kontrolle über das Spiel zu kommen, wie es zumindest in den Anfangsminuten noch gelang. "Also ist es eine stete Balance dazwischen, das Spiel nicht zu kompliziert zu machen, nicht zu viel Risiko zu nehmen, aber auch bewusst zu sein, dass wir so spielen müssen, wenn wir das Spiel kontrollieren wollen."
Gute Nachricht von und für Kara
Nun folgt das Doppel gegen den TSV Hartberg, das im Vergleich zu den bisherigen Partien ganz andere Vorzeichen mit sich bringt. Rapid kann sich schon erlauben, als Favorit in diese Duelle zu gehen. Das könnte zumindest auf die Dynamik Einfluss nehmen.
Zu weit will sich Hoff Thorup im Voraus aber nicht aus dem Fenster lehnen. "Gegen wen es für uns am leichtesten zu spielen ist, ist für mich schwer zu beantworten. In meiner Zeit hier haben wir das Punktemaximum gegen Red Bull Salzburg geholt."
Besonders im Umschaltspiel können die Steirer unangenehm werden. Darum gelte der Fokus nur den eigenen Aufgaben.
Aber vielleicht fallen diese Aufgaben mal anderen Spielern zu. Mit drei Partien binnen acht Tagen bietet die kommende Woche Notwendigkeit zur Rotation.
"Es macht mich happy, dass Erci (Kara, Anm.) auf den Platz kommt und trifft. Denn wir werden diese Partien nicht mit den gleichen Spielern bestreiten können. Und das hat mir gezeigt, dass er ready ist."