Aber an diesem Abend zählt der Wiener freilich zu jener Sorte Kicker, die gut gelaunt sind, und spricht dann doch noch rund drei Minuten weiter.
Sein erstes und bis dahin einziges Tor hat er im Dezember 2010 beim 1:1 gegen Red Bull Salzburg erzielt. 5.566 Tage liegen zwischen den beiden Treffern – das ist ein neuer Bundesliga-Rekord. Den bisherigen hatte Toni Polster mit 4.697 Tagen zwischen zwei Toren inne. Klagen in diesem Fall sinnlos.
Und dann versucht es Dragovic doch noch mit einer Antwort: "Aller guten Dinge sind drei, jetzt muss ich noch eines machen. Wenn es dann wieder so ist, darf ich kein Tor mehr machen."
Sein Jubel mit dem Co-Trainer
Der Weg nach dem 1:1-Ausgleich in der 47. Spielminute führte ihn schnurstracks zur Betreuerbank, wo er Co-Trainer Christian Wegleitner um den Hals fiel.
"Dragos" Erklärung: "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihm, ein spezielles Verhältnis. Wir reden viel, auch über Fußball. Ich schicke ihm teilweise am Abend WhatsApp-Nachrichten über Fußball. Ich bin sehr dankbar, dass ich so einen Menschen kennenlernen durfte."
Die Mitspieler sind erstaunt
Wenn es um den Abwehrchef als Torschützen geht, sind die Mitspieler jedenfalls erstaunt.
"Macht er überragend! Damit habe ich gar nicht gerechnet", lacht Johannes Eggestein, der wiederum zum fünften Mal in Serie angeschrieben hat ("Bei St. Pauli habe ich mal in sieben Spielen hintereinander getroffen.").
Kapitän Manfred Fischer grinst: "Mich wundert’s, dass er mal getroffen hat. Aber wenn du bei jedem Standard vorne mit dabei bist, muss dir der Ball ja mal vor die Füße fallen. Das gibt’s gar nicht anders. Hat er top gemacht, ein super Tor."
Nachsatz: "Es war ein extrem wichtiges Tor. Dass er uns in die Meistergruppe schießt, damit habe ich nicht gerechnet."