Freund zur Doping-Causa: "Versagen in Mali"

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Es herrscht weiterhin Unklarheit bei Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg. Wie geht es mit Sekou Koita und Mo Camara - die im vergangenen November positive Dopingtests nach einem Aufenthalt beim malischen Nationalteam abgaben - weiter?

Vor dem Spiel gegen die SV Ried, in welchem die "Bullen" mit einem klaren Erfolg ihre Tabellenführung behaupteten (Spielbericht >>>), gibt Sportchef Christoph Freund ein Update rund um die Doping-Causa.

"Es ist schon ein echt schwieriges Thema. Im Endeffekt vertrauen die Spieler der ärztlichen Meinung und wenn ein Arzt dieses Mittel verabreicht - das ist auch bei uns im Verein so - dann wird alles ganz genau kontrolliert und den Spielern wird nur etwas gegeben, was zweimal überprüft wurde", so der 43-Jährige gegenüber "Sky".

"Blöde Geschichte"

Freund verneint aber nicht, dass die jeweiligen Spieler immer noch selbst in der Verantwortung stehen, wenn es um die Einnahme der Medikamente geht. "Es ist natürlich eine blöde Geschichte und im Endeffekt ist immer der Athlet selber verantwortlich, was er nimmt", sagt der Sportdirektor.

Und führt weiter aus: "Ich glaube eben schon, dass man den Ärzten normalerweise vertrauen sollte und so werden die Spieler bei uns auch behandelt und so werden sie auch im Nationalteam behandelt. Es ist einfach eine ungute Geschichte für alle Beteiligten und für die Spieler natürlich selbst am meisten."

Natürlich wird zum großen Thema auch die Dauer einer etwaigen Dopingsperre, die unter normalen Umständen ein Urteil von mehreren Jahren bis hin zur lebenslangen Sperre nach sich zieht.

Diesbezüglich gibt sich der Salzburg-Sportdirektor aber bedeckt: "Es ist ganz schwierig zu sagen, weil es auch ein sehr senibles Thema ist - natürlich generell im Sport, aber auch bei der UEFA und da traut sich keiner wirklich eine Einschätzung zu geben."

"Versagen der ärztlichen Abteilung in Mali"

Allerdings haben die "Bullen" auch ihre Recherchen betrieben und hoffen, dass sie mit einem milden Urteil für ihre Spieler davon kommen, denn die Wichtigkeit von sowohl Koita als auch Camara ist unumstritten.

"Wir hoffen, dass es am Ende so dargestellt wird, wie es auch von den Spielern dargestellt wurde - nämlich, dass einfach ein Versagen der ärztlichen Abteilung in Mali vorhanden war! Wir hoffen, das man das in Betracht zieht", so Freund, der damit zum Rundumschlag gegen den malischen Verband ausholt.

Rechnen die Mozarstädter daher sogar von einem Freispruch ihrer Akteure? "Wie gesagt, mit etwas zu rechnen, ist wirklich schwierig. Es sind jetzt einfach Spekulationen und wir lassen's auf uns zukommen."

Abschließend betont der 43-Jährige noch einmal die volle Unterstützung für Koita und Camara: "Es liegt einfach nicht in unserer Hand. Wir haben die Spieler und wir werden sie auch bestmöglichst unterstützen, wenn nötig, mit allem rechtlichen Beistand den es auch gibt."

Das letzte Wort in der Doping-Causa ist also noch nicht gesprochen...

Textquelle: © LAOLA1.at

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