Bundesliga-Streit um TV-Geld-Verteilung ins Chaos?

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Die Bundesliga kommt nicht zur Ruhe, der nächste Aufstand steht kurz bevor.

Wieder einmal sorgt der Verteilungsschlüssel der TV-Gelder für Aufregung. Noch nicht lange beschlossene Sache, blitzte die Admira mit einem Antrag auf Änderung bereits einmal im Dezember 2018 ab.

Nun wagen die Südstädter gemeinsam mit dem LASK trotz damaliger Niederlage einen weiteren Anlauf, am 26. Februar muss deshalb eine Bundesliga-Klub-Konferenz stattfinden.

Rapid und Sturm legen sich schon jetzt quer. Aufgrund einiger Ungereimtheiten haben auch diese beiden Klubs als Reaktion auf das Vorpreschen der Allianz der vermeintlich kleineren Klubs ebenfalls einen Antrag eingebracht.

Rapid will damit dem Absturz ins Bundesliga-Chaos vorbeugen, pocht auf Planungs- und Rechtssicherheit und droht im Worst Case sogar mit rechtlichen Schritten und Einzelvermarktung.

UPDATE: Vom LASK gibt es eine scharfe Reaktion in Richtung Rapid:

LASK und Admira ließen die Bombe platzen

Die Wogen gehen schon seit längerem hoch. Nach dem gefassten Beschluss am 3. April 2017 blitzte die Admira beim ersten Versuch gegen eine 7:5-Mehrheit bei der Abstimmung aller Bundesligisten zur Änderung des TV-Verteilschlüssels ab, da keine 2/3-Mehrheit erreicht werden konnte.

Das Modell wurde für jeweils eine TV-Rechteperiode, also für vier Jahre ausgehandelt – trotzdem wird nun schon zum zweiten Mal versucht, vorzeitig eine Änderung herbeizuführen.

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Rapid und Sturm hingegen haben den Antrag eingebracht, erst nach Saisonende eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, um den derzeitigen Status quo zu evaluieren und etwaiges Verbesserungspotenzial bei der nächsten Klubkonferenz im Dezember für die Saison 2020/21 zu beschließen.

Diese Idee brachten die beiden Klubs bereits bei einem Treffen am Montag vor zwei Wochen, lanciert von Bundesliga-Präsident Gerhard Stocker und in Anwesenheit von Vertretern des LASK und Admira, ein. Diese waren nicht gänzlich zufrieden, wollten darüber nachdenken und ließen laut Rapid-Führungsriege rund um Präsident Michael Krammer und Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek die Bombe in Form des neuerlichen Antrags nur zwei Tage nach dieser Zusammenkunft platzen.

Rapid und Sturm legen sich quer

Das heißt im Klartext: LASK und Admira pochen auf eine sofortige Anpassung, Rapid und Sturm wollen erst mit Vorlaufzeit eine mögliche Neuregelung ab der Saison 2020/21 prüfen.

Die Linzer und Südstädter wollten im Dezember vorrangig, dass neben einem Sockelbetrag (derzeit 30 Prozent) nur der sportliche Erfolg in Form der Punkteausbeute (30) berücksichtigt wird. Aktuell werden die Gelder zudem noch nach einem Schlüssel für Stadionzuschauer (20) und eingesetzte Österreicher mit dem sogenannten Österreicher-Topf (20) vergeben. Der Ö-Topf soll anders als noch beim Antrag im Dezember jedoch diesmal bleiben.

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Den beiden vorpreschenden "Klein-Klubs" ist die Spreizung der TV-Gelder zu groß. In anderen Ländern seien die Unterschiede aber laut Rapid noch viel größer. Mit einer Neuregelung sollte diese Spreizung jedoch minimiert werden, also der Unterschied zwischen jenem Klub mit den meisten Einnahmen und jenem mit den wenigsten. Derzeit handelt es sich dabei um maximal das 2,5-fache.

Rapid und Sturm stellen den Wunsch der anderen Seite in Frage, um auch budgetär kein Risiko der Klubs zu diesem ungünstigen Saison-Zeitpunkt einzugehen.

Anfang März diesen Jahres ist wie gewohnt Abgabetermin für die Lizenzierungsunterlagen. Ein neuer Verteilschlüssel würde laut Rapid Veränderungen mit sich bringen, die nicht mehr bei der Budgetierung für die nächste Saison angepasst werden könnten.

Mit radikaler Veränderung hinein ins Chaos?

Somit kam der Vorschlag, nichts zu überstürzen, sondern mit Blick in die Zukunft für die übernächste Saison etwaige Adaptierungen vorzunehmen.

Was ebenfalls nicht auf Begeisterung stößt, ist die Tatsache, dass der bindende Beschluss für vier Jahre nun bereits zum zweiten Mal umgeworfen werden soll.

„Damals war klar, dass es bindend für alle ist, wenn wir das machen“, erinnert sich Peschek zurück. Rapid spricht sogar von einem Kompromiss, den man damals eingegangen sei, im Sinne des Großen und Ganzen und einem gemeinsamen Weg in der Bundesliga. Dafür nahm Rapid sogar bis heute Abstand von der Idee der Selbstvermarktung.

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Wichtig war den Grün-Weißen nur, dass Kriterien wie Zuschauerzahlen miteinfließen, da schließlich auch der Aufwand für mehr Reichweite Geld und Zeit kosten, welche andere Teams nicht investieren. Schließlich ginge es auch darum, die strategischen Ziele der Bundesliga für mehr Stadionbesucher und auch die Infrastrukturoffensive zu forcieren.

Nun sieht man sich jedoch an einer Weggabelung. „Konstruktiv gemeinsam in die Zukunft gehen oder den Weg der Destruktivität hinein ins Chaos“, wie es Peschek beschreibt.

Macht Rapid im Falle einer Änderung die Drohungen wahr?

Kommt es soweit, dass der Antrag des LASK und der Admira eine Mehrheit bei der Abstimmung bei der Bundesliga Klub-Konferenz erhält, würde Rapid alle Mittel ausschöpfen und auch juristisch das Recht einklagen, da damit die mit dem Beschluss gewährleistete Planungs- und Rechtssicherheit nicht mehr gegeben wäre.

Veränderungen in kürzester Zeit hätten massive Auswirkungen und wären laut Peschek „verantwortungslos“ – für Rapid wäre dies ein großer finanzieller Einschnitt, wie man selbst festhält, der nicht so leicht zu verkraften wäre und „weh tun würde“.

Es könne auch aus grün-weißer Sicht nicht sein, dass es keine Verbindlichkeit mehr gibt und Beschlüsse nicht mehr gelten. Eine Abkehr vom aktuellen Verteilungsschlüssel würde für die Wiener einem Vertragsbruch gleichkommen. Wenn dem Antrag der Gegenseite doch stattgegeben werden würde, dann steht neben der Einzelvermarktung der Rechtsweg außer Frage.

Ob die Bundesliga im Falle von Rapids Ausstieg mit Sanktionen bis hin zum Ausschluss aus der Liga drohen könnte, verneinen die Hütteldorfer, da die Liga als Monopol nach dem Wettbewerbsrecht niemanden zur Zentralvermarktung zwingen dürfe.

Kommt es somit zum großen Crash? Die Admira wird nicht ohne Hintergedanken und ohne neue Unterstützer ins Rennen gehen. Der 26. Februar wird für Klarheit sorgen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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