Bundesliga-Konkurrenz verneigt sich vor Salzburg

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Die Gala des FC Red Bull Salzburg im Europa-League-Viertelfinale gegen Lazio hat auch bei der Bundesliga-Konkurrenz viel Eindruck geschunden. Am Tag nach dem 4:1 melden sich die Verantwortlichen der anderen Großklubs lobend.

"Wäre ich noch in der Schweiz, hätte ich gar keine Freude an diesem Resultat gehabt", spielt Fredy Bickel auf die Fünfjahres-Wertung an, in der sein Heimatland als Zwölfter unmittelbar hinter Österreich liegt. "Im Gegenteil, es hätte mich ziemlich genervt!"

Da er aber nun hierzulande werkt, sei die Freude groß. "So funktioniere ich jedenfalls, dass ich sehr glücklich bin, wenn die anderen Klubs im Europacup Erfolg haben. Das hilft der Liga und dir selbst damit auch. Es ist eine echte Freude, weil es für den österreichischen Fußball etwas Großartiges ist, wozu ich an dieser Stelle auch gratuliere."

Salzburg? Gehört nicht in diese Liga

Man könne den außergewöhnlichen Erfolg zum Vorbild nehmen, "um zu zeigen, was auch mit Mannschaften aus dieser Liga möglich ist. Wobei - ob jetzt Salzburg so eindeutig in diese Liga gehört, ist wieder irgendwo anders geschrieben. Sie haben Vorteile, aber spielen diese auch sehr gut aus", ergänzt Bickel.

"Es ist immer gut, wenn du eine Mannschaft hast, die vorauszieht, das hilft dir, gewisse Dinge zu ändern und aufzuzeigen, was alles möglich ist."


VIDEO - Rapid und Austria über den Salzburg-Erfolg:

(Artikel wird unterhalb fortgesetzt)


Auch sein Trainer Goran Djuricin schlägt mit seinen Gratulationsworten in eine ähnliche Kerbe: "Wir freuen uns alle miteinander, da muss man Marco Rose und der Mannschaft gratulieren. Das war riesige Mentalität, da ist viel Qualität da, vielleicht kann man sich auch das eine oder andere als Spieler, Trainer oder sonstwas abschauen", sagt der Rapid, Coach, stellt aber klar:

"Wir freuen uns für die österreichische Wertung, aber sollten auf uns schauen und darauf, ob wir das eine oder andere von Red Bull herauskratzen können - aber dass wir es so umsetzen, wie wir spielen wollen."

Auch Letsch gratuliert dem Ex-Klub

Auch beim Stadrivalen Austria richtet man Gratulationen aus: "Ganz Österreich hat dieses Spiel gesehen. Es war wieder so ein Beispiel, was im Fußball alles möglich ist. Am Anfang hat es nicht danach ausgesehen, dass das Spiel diese Richtung nimmt - aber man hat gemerkt, was die Psyche ausmacht. Man muss Salzburg gratulieren und beglückwünschen, es tut nicht nur ihnen, sondern dem ganzen österreichischen Fußball gut", sagt Trainer Thomas Letsch.

"Und ich drücke ihnen die Daumen, dass das Halbfinale noch nicht das Ende ist", fügt der Deutsche mit eigener RB-Vergangenheit an.

Eine direkte Auswirkung auf Sturm?

Bei Sturm Graz hätte man sogar direkten Nutzen, sollte Salzburg die absolute Sensation schaffen und am Ende den Europa-League-Pokal in die Höhe stemmen.

Sollte man die Bundesliga-Saison, wie aktuell zu erwarten wäre, als Zweiter und somit auf einem Platz für die Champions-League-Qualifikation beenden, würde man diese auf dem vermeintlich einfacheren Meisterweg in Angriff nehmen, da der EL-Sieger automatisch für die CL-Gruppenphase qualifiziert ist.

"Ich habe Marco Rose vor den letzten Spielen grundsätzlich viel Glück gewünscht. Mit dem Wissen (um die Auswirkungen auf die CL-Qualifikation, Anm.) hoffe ich auf drei weitere Siege. Weil es für uns gut ist, um egoistisch zu sein", sagt Sturm-Trainer Heiko Vogel grinsend.

"Es ist herausragend, was Salzburg geleistet hat. Das war so nicht zu erwarten. Jetzt drücke ich noch mehr die Daumen, weil es einfach gut für den österreichischen Fußball ist - da können wir alle Egoisten sein und Salzburg die Daumen drücken", fügt er hinzu.

Textquelle: © LAOLA1.at

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