Bundesliga arbeitet an Videobeweis-Einführung

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Der Videobeweis, der in Russland erstmals bei einer Weltmeisterschaft zum Einsatz kommt, soll auch in Österreich einmal zum Fußball-Alltag gehören.

"Wir sind gerade voll in der Evaluierungsphase", sagt Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer der APA. Fest steht mittlerweile aber, dass es aufgrund der langen Vorlaufzeit nicht vor 2020/21 soweit sein wird.

"Der Prozess dauert 8 bis 12 Monate, für nächstes Jahr sind wir daher schon zu spät dran", erklärt Ebenbauer, der sich persönlich als Befürworter des Hilfsmittels outete.

Über kurz oder lang werde der Videobeweis unverzichtbarer Bestandteil des Fußballs sein. "Denn warum soll der Schiedsrichter weniger Augen haben als der Zuschauer?", fragt er.

Technikfrage: Liga mit Anbietern in Kontakt

Die Bundesliga sei um einen breiten Konsens mit den Vereinen und dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB), der für die Schiedsrichter zuständig ist, bemüht.

Erste Gespräche habe man bereits hinter sich gebracht, bis zu einer Beschlussfassung sei es aber noch ein weiter Weg.

Die Technik hinter dem Videobeweis würde auch finanziell einen Mehraufwand bedeuten. Ebenbauer sagt, die Bundesliga stehe mit entsprechenden Anbietern in Kontakt.

Der bekannteste ist das englische Unternehmen Hawk-Eye, das auch bei der WM 2018 die technische Ausrüstung zur Verfügung stellt. Detaillierte Schätzungen zu den Kosten gebe es aber noch nicht.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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