Stöger nach Pleite: "Sind nicht im Homeoffice"

 

Die Saison der Austria bleibt ein Auf und Ab. Nach einem mauen Herbst und den soliden ersten Wochen 2021 muss die Mannschaft von Peter Stöger mit der 0:1-Heimniederlage gegen Hartberg wieder einen herben Dämpfer einstecken (mehr Infos >>).

An die zuletzt guten Leistungen, auch bei den beiden Niederlagen gegen Salzburg zeigte die Austria vielversprechende Ansätze, konnten die Violetten gegen die Oststeirer nicht anschließen. Vor allem "die erste Halbzeit, mit sehr wenig Inspiration im Spiel", warf für Veilchen-Trainer Peter Stöger bei "Sky" Fragen auf.

Leben konnte der Übungsleiter aber zumindest mit dem Auftreten seiner Elf in Halbzeit zwei, die für Stöger in Ordnung war: "Da habe ich gesehen, dass sie was unternehmen dagegen und sich wehren."

Meisterrunde in weiter Ferne

Durch die 0:1-Niederlage konnten die Steirer nach Punkten mit den Veilchen gleichziehen, im Gegenzug enteilte der WAC dank des Sieges bei der Admira (mehr Infos >>) und hat fünf Spiele vor Ende des Grunddurchganges sechs Zähler Vorsprung.

Im "Sky"-Interview nach dem Spiel war der Zug in Richtung Meisterrunde für Stöger damit schon mehr oder weniger abgefahren:

"Vor zwei Wochen haben wir noch von anderen Dingen geredet. Wir hätten gerne Salzburg überraschen wollen und heute nachlegen. Das ist beides nicht gelungen, da gehen dir irgendwann die Punkte aus, es schönzureden. Aber dann müssen wir uns einer anderen Situation stellen und versuchen, in der unteren Runde Bester zu werden. So ist Sport konzipiert."

"Irgendwann muss man mit dem Druck leben"

Vor dem Spiel hatte Stöger noch von einem Spiel gesprochen "aus dem wir etwas mitnehmen sollten". Die Partie zeigte aber, dass den Favoritnern doch noch ein guter Schritt fehlt, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Das musste der Trainer nach dem Spiel auch zugeben: "Irgendwann muss man mit dem Druck leben. Wir sind nicht im Homeoffice, sondern müssen uns jede Woche einer richtigen Aufgabe stellen. Wenn du als Fußballspieler wachsen willst, bei einem Verein wie es die Austria ist, dann ist es angesagt, dass du die Spiele gegen den direkten Konkurrenten um den Strich gewinnst."

Musste aber auch eingestehen: "Und wenn du das nicht hinkriegst, dann bist du halt noch nicht soweit."

Für die kommenden Wochen, ändere die Niederlage an der Herangehensweise nichts, trotzdem müsse man die Partie knallhart analysieren: "Man kann immer alles schön und halbherzig reden. Das ist aber nicht mein Zugang. Mein Zugang ist, klare Dinge anzusprechen, was die Tabelle und unsere Leistung hergibt. Dann wird irgendwann die Zeit kommen, in der wir entscheidende Spiele vielleicht auch gewinnen."

Die Highlights der Partie Austria gegen Hartberg:

(Text wird nach dem VIDEO fortgesetzt)

Flecker mit Traumeinstand

Besser als für die Veilchen verlief der Abend für die Hartberger, vor allem ein Neuzugang war der umjubelte Mann. Florian Flecker stand nach seiner Rückkehr erstmals für die Schop-Elf auf dem Platz und zeichnete sich gleich für den Siegtreffer verantwortlich.

"Für mich ist es wunderschön, dass ich nach der Zeit jetzt wieder hineinstarten konnte. Es ist eine Bestätigung für mich, dass ich immer weitergearbeitet und Gas gegeben habe", so der Goldtorschütze.

Das brachte ihm auch Lob von seinem Trainer ein: "Er gibt uns sehr viel, auf den Ball vor dem Tor, gehen von meiner Mannschaft nur wenige Spieler nach. Aber abgesehen davon, dass er heute getroffen hat, bin ich ganz generell froh, ihn bei uns zu haben. Er ist als Typ eine Bereicherung und sportlich auch."

Anders als die Wiener äußern sich die Steirer noch etwas optimistischer bezüglich Meisterrunde. Mit der Nachtragspartie gegen die WSG Tirol haben die Hartberger ein Spiel mehr in der Hinterhand. Nach dem ersten Sieg im Jahr 2021 hofft Markus Schopp außerdem, dass "diese drei Punkte einiges lösen".

Und auch Florian Flecker wollte nach einem für ihn perfekten Valentinstag die Meisterrunde noch nicht abschreiben: "Ich sage immer: Träumen muss man. Solange es möglich ist, werden wir alles probieren."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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