Endstand
1:2
1:0 , 0:2
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Beichler trotz Sieg stinksauer: "Haben uns Meter gespart"

Der "Bullen"-Trainer ärgert sich "maßlos" über den teils lustlosen Auftritt seiner Mannschaft in Hartberg und bringt Verständnis für Vorgänger Letsch auf.

Beichler trotz Sieg stinksauer: "Haben uns Meter gespart" Foto: © GEPA

Für Daniel Beichler gab es am Sonntag im siebten Pflichtspiel an der Seitenlinie des FC Red Bull Salzburg endlich den zweiten Sieg - aber nur wenig Grund zur Freude.

Der Steirer zeigt sich nach dem 2:1 seiner "Bullen" beim TSV Hartberg (Spielbericht>>>) angefressen vom teils lustlosen Auftritt seiner Mannschaft in Halbzeit eins.

Beichler bringt Verständnis für Letsch auf

"Ich habe sehr viele Interviews von meinem Vorgänger (Thomas Letsch, Anm.) gehört, und es war genau dieses Thema: Dass wir in puncto Energie in der ersten Halbzeit nicht 100 Prozent da sind. Das können wir in dieser Art und Weise einfach nicht akzeptieren", stellt Beichler bei "Sky" klar. "Die erste Halbzeit ärgert mich maßlos."

Er wird sogar noch deutlicher: "Wir haben nicht nur zu leicht Bälle verloren, sondern waren dann auch nicht scharf genug, um sie zurückzuholen. Wir haben uns ein paar Meter gespart, das kann man auch klar ansprechen."

Dies sei trotz der Umstände - Beichler meint damit die schwierigen Platzverhältnisse in der Profertil Arena und die plötzlich hohen Temperaturen in der Oststeiermark - "nicht hinzunehmen. Vor allem in unserer derzeitigen Situation".

Motivationsprobleme bei den Salzburger Spielern?

Diese fehlende Bereitschaft, die Beichler am Sonntag in Hartberg erkannte, sei "kein grundsätzliches Einstellungsthema". Beim 1:1 im Spitzenspiel beim SK Sturm unmittelbar vor der Länderspiel-Pause seien die notwendigen Attribute bei seinen Spielern sehr wohl zu erkennen gewesen.

"Es war nicht das schönste Spiel zum Anschauen, aber da waren wir in puncto Schärfe, Aggressivität und Intensität am Anschlag. Das waren wir heute in der ersten Halbzeit nicht", so Beichler, der auch auf mögliche Motivationsprobleme seiner Mannschaft anspielt:

"Unser Anspruch muss sein, unabhängig vom Gegner oder, um welchen Platz es geht, immer 100 Prozent da zu sein."

"Natürlich tut ein Dreier sehr gut"

An Positivem bleibt für den Jungtrainer übrig, dass seine Mannschaft nach einer entsprechend gesalzenen Halbzeit-Ansprache "mit einer anderen Energie aus der Kabine rauskam".

So konnten die "Bullen" die Begegnung binnen 68 Sekunden doch noch drehen und so den Anschluss an die Spitze zumindest halbwegs behalten.

"Natürlich tut ein Dreier sehr gut, das soll den Jungs und uns allen ein gutes Gefühl geben. Aber trotzdem: Genau so wie nach Niederlagen zuletzt nicht alles schlecht war, ist nach dem Sieg heute nicht alles gut", betont Beichler.

Schmid: Weniger Ärger über die Niederlage als über den Schiedsrichter

Eine ähnliche Herangehensweise pflegt auch sein Gegenüber Manfred Schmid.

Der TSV-Trainer analysiert: "Wir haben Salzburg wirklich gefordert. Sie haben zum dritten Mal hintereinander große Probleme gegen uns gehabt. Es war ein Spiel der Großchancen und am Ende ein Sieg der Effizienz."

Wenn Schmid etwas ärgert, dann die Entstehungsgeschichte vor dem Salzburger 2:1-Führungstreffer, vor dem Karim Konate und Habib Coulibaly mit den Köpfen zusammenstießen und liegenblieben.

"Was ich nicht verstehe, dass der Schiedsrichter bei einer Kopfverletzung, wo Coulibaly am Boden liegt, nicht abpfeift. Das ist seine Aufgabe", richtet der Hartberg-Coach Schiedsrichter Safak Barmaksiz aus.

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