Endstand
1:1
1:1 , 0:0
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Beichler hadert: "Hätten es verdient, zu gewinnen"

Salzburg spielt im Spitzenspiel bei Sturm 1:1. Trainer Daniel Beichler sieht sein Team über weite Strecken überlegen und spricht von zwei verlorenen Punkten.

Beichler hadert: "Hätten es verdient, zu gewinnen" Foto: © GEPA

Red Bull Salzburg nimmt aus dem Spitzenspiel der 24. Runde der ADMIRAL Bundesliga ein 1:1 bei Sturm Graz mit (Zum Spielbericht>>>).

Für Trainer Daniel Beichler fühlt sich der Punkt bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte allerdings eher wie zwei verlorene an.

Beichler: "War ein Mega-Fight"

"Wenn ich auf die 90 Minuten schaue, hätten wir verdient, das Spiel zu gewinnen", sagt der Salzburg-Coach nach der Partie. Seine Mannschaft habe mehr Möglichkeiten gehabt als der Tabellenführer und vor allem mit Leidenschaft, Aggressivität und Zweikampfstärke überzeugt. "Es war ein Mega-Fight."

Nach 382 Minuten beendet Yorbe Vertessen Salzburgs Torfluch. Der Belgier beschreibt die Szene später als Instinktentscheidung. "Das war einfach Intuition", erklärt er. Er habe kurz über die Schulter geschaut, gesehen, wo das Tor steht, und dann schnell abgeschlossen.

Dass Sturm kurz vor der Pause zum Ausgleich kommt, ärgert seinen Trainer besonders. Der Treffer sei zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt gefallen. Trotzdem habe ihm gefallen, wie seine Mannschaft danach reagiert hat.

Rückkehr für "Beichi"

Für Beichler war das Spiel auch emotional. In Graz traf er viele bekannte Gesichter aus seiner früheren Zeit als Sturm-Spieler. "Es hat mich super gefreut, viele alte Weggefährten wiederzusehen", sagt er über seine Rückkehr nach Liebenau.

Sportlich bleibt aber ein bitterer Beigeschmack. Salzburg kassiert den Gegentreffer nach einer Standardsituation – ausgerechnet gegen eine Mannschaft, die in diesem Bereich zu den gefährlichsten der Liga zählt. "Wir wussten, dass Sturm bei Standards sehr stark ist", erklärt Beichler.

Ausschluss für Chase: "Ärgert ihn am meisten"

Für Diskussionen sorgt auch die Gelb-Rote Karte gegen Startelfdebütant Anrie Chase, der von Schiedsrichter Weinberger vom Platz gestellt wird, nachdem er diesen nach einer Behandlungspause unerlaubt betritt.

Der Trainer stellt sich klar vor seinen Spieler. "Das war eine Mega-Leistung von ihm. Er hat richtig gut verteidigt." Die Emotionen seien in diesem intensiven Spiel einfach hochgekocht. Am meisten ärgere sich der Verteidiger selbst über den Platzverweis.

Zeit zum weiterentwickeln

In der Länderspielpause muss Salzburg nun improvisieren. Insgesamt zwölf Spieler sind mit ihren Nationalteams unterwegs, wodurch nur ein kleiner Teil des Kaders im Training bleibt. Mit diesen Spielern wolle man dennoch gezielt arbeiten und die Zeit nutzen, um einzelne Akteure weiterzuentwickeln.

Trotzdem bleibt für Beichler nach dem zweiten Spiel in der Meistergruppe ein klares Gefühl: "Aus zwei Spielen einen Punkt – das fühlt sich nicht gut an." Der Fokus liege nun aber bereits wieder auf dem nächsten Spiel.

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