Die Wiener erspielten sich Chance um Chance, um sie allesamt zu vergeben. "Wir müssen uns vorwerfen, dass wir nicht das 2:1 machen, nicht konsequent genug waren", weiß Stürmer Johannes Eggestein.
Coach Stephan Helm pflichtet ihm bei: "Es ist sehr ärgerlich, dass wir aus den Torchancen nicht mehr Profit schlagen konnten."
Fischers bittere Erkenntnis: "Sturm hat uns vorgezeigt, wie man mit Chancen umgeht." Die Grazer agierten vor dem gegnerischen Tor im Gegensatz zu ihren Gastgebern eiskalt und gingen entgegen dem Spielverlauf mit einer 2:1-Führung in die Kabine.
Komplett den Faden verloren
Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff verlor der FAK Tin Plavotic mit Gelb-Rot und infolge des verwandelten Elfmeters von Sturms Otar Kiteishvili komplett den Faden.
"Wir sind 15 Minuten lang ordentlich gestrauchelt. Auch wenn es schwierig ist, müssen wir den Laden besser zusammenhalten. So ein Spiel kriegst du dann nicht mehr gedreht", sagt Coach Helm.
Eggestein ergänzt: "Nach dem 1:3 dürfen wir nicht so auseinanderfallen und die Kompaktheit verlieren. Es war schwer, da psychologisch zurückzukommen."
Gut, aber zu wenig
Die Findungsphase in Unterzahl kostete die Austria final das Spiel, schon bald lag sie mit 1:5 zurück. "Da haben sie uns brutal bestraft", sagt Fischer.
Vorne die Chancen nicht verwertet, hinten bei Kontern viel zu anfällig. Letztendlich war es für die Austria trotz einer spielerisch starken ersten Hälfte in einigen Belangen zu wenig, um gegen den amtierenden Meister etwas zu holen.