Grünwalds "gewisses Selbstvertrauen"

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Alexander Grünwald ist zurück. Der Kärntner hat diesen Satz schon wesentlich öfter gelesen, als ihm lieb war.

Der 29-Jährige hat schon mehrere längere Auszeiten hinter sich. Diesmal war es die Schulter, die den Kapitän der Wiener Austria mehrere Monate außer Gefecht gesetzt hat.

Das Heimspiel gegen den SK Sturm Mitte Oktober war eigentlich schon gelaufen, als der Mittelfeldspieler in einem Zweikampf unglücklich zu Sturz kam. Was folgte, waren Szenen, die selbst beim Zusehen körperliche Schmerzen bereiteten: Grünwalds Schulter war aus dem Gelenk gesprungen, unter Schmerzensschreien wurde er vom Feld geleitet.

Er erinnert sich: „Es war eigentlich ein harmloser Sturz, plötzlich war die Schulter draußen. Wenn die Schulter nicht im Gelenk ist, ist das extrem schmerzhaft.“ Eine gerissene Gelenklippe machte die Sache kompliziert. 75 Minuten lang wurde der Austrianer operiert.

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Das Leben danach war nicht gerade einfach: „Ich war wirklich sehr eingeschränkt. Ich bin meiner Frau sehr dankbar, die mir bei alltäglichen Dingen sehr geholfen hat. Es sind einfach Kleinigkeiten, die man als normal empfindet, die einem dann sehr schwer fallen.“

"Es war wieder eine harte Zeit"

Also wieder eine Reha, wieder der steinige Weg zurück. „Es war wieder eine harte Zeit. Ich will mit der Mannschaft einiges erreichen, wir haben große Ziele – das motiviert mich und deshalb habe ich mich in der Reha auch gequält.“

Die nachträgliche Hochzeitsreise nach Hawaii war zum Zeitpunkt der Verletzung längst gebucht, doch auch im Urlaub schuftete das Veilchen für sein Comeback. Es hat sich ausgezahlt. Bei den Leistungstests zum Trainingsstart kann der langjährige FAK-Profi praktisch ohne Einschränkungen mitmachen.

„Ich kann schon wieder relativ viel machen. Die Schulter ist zwischen 80 und 90 Prozent wieder bereit. Es fehlen nur noch ein paar Prozent, bis ich wirklich soweit bin, um mit der Mannschaft zu trainieren. Es fehlt mir noch an Kraft, Stabilität und Beweglichkeit“, berichtet er.

VIDEO: Violetter Jubel - der Kapitän ist wieder da!

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Im Laufe des Trainingslagers in der Türkei will Grünwald dann auch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Sein Kollege Florian Klein weist noch auf eine letzte Hürde hin: „So eine Verletzung hat man als Fußballer nicht so oft. Da ist es wichtig für ihn, dass er das Vertrauen in sich Selbst und vor allem seine Schulter wieder findet.“

"Nicht umsonst ist er unser bester Scorer, obwohl er nur rund die Hälfte der Spiele machen konnte"

Thomas Letsch

Grünwald selbst glaubt, dass ihm das nicht allzu schwer fallen wird: „Es war nicht meine erste Verletzung. Mit der Zeit bekommt man ein gewisses Selbstvertrauen, ein Selbstbewusstsein, dass man nach Rückschlägen wieder aufstehen kann.“

Dass die Austria ihren Kapitän, der noch bis Sommer 2021 unter Vertrag steht, gut gebrauchen kann, steht außer Frage. „Grünwald ist extrem wichtig. Bis zu seiner Verletzung hat er die meisten Tore und Assists gehabt, war der meistgefoulte Spieler – das unterstreicht seine Wichtigkeit“, sagt Sportdirektor Ralf Muhr.

Trainer Thomas Letsch ergänzt: „Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Nicht umsonst ist er unser bester Scorer, obwohl er nur rund die Hälfte der Spiele machen konnte.“

Ziel: Zum Saisonstart dabei

Die besten Bilder vom Trainingsstart 2019:

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Inklusive Cup hat der Mann, der bisher 230 Pflichtspiele für den FAK bestritten hat, in der laufenden Saison in 13 Partien fünf Tore und drei Assists angeschrieben. Nur Uros Matic (4 Tore, 4 Assists) kommt da mit, stand aber in acht Spielen mehr am Feld.

„Er ist ein Spieler, der den entscheidenden Pass spielen kann und selbst immer wieder torgefährlich wird, weil er einen super Schuss hat. So ein Spieler ist uns sicher abgegangen“, findet Klein. Grünwald ist zuversichtlich, bald schon wieder seine Top-Form abrufen zu können: „Ich denke, dass ich fußballerisch ganz gut drauf bin und schnell wieder an meine Leistungen anknüpfen kann.“

Ob sich das Cup-Duell mit dem GAK am 15. Februar ausgeht, ist noch offen. Eine Woche später auswärts gegen den LASK will die violette Nummer 10 dann aber wieder mit der Schleife voran aufs Feld gehen: „Ich will mir nicht zu viel Druck auferlegen, aber spätestens beim Liga-Auftakt will ich wieder voll dabei sein.“

Textquelle: © LAOLA1.at

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