Den wenig berauschenden Ergebnissen Klagenfurts zum Trotz spendete Helm den Kärntnern Respekt.
"Sie sind sehr gut organisiert, haben mit Peter Pacult einen Trainer, der die Liga sehr gut kennt, viel Erfahrung besitzt und sein Team stets gut auf den Gegner einstellt", befand Helm und erinnerte an die jüngste und knappe 0:1-Niederlage Klagenfurts gegen den LASK oder das 0:0 gegen Salzburg zum Frühjahrsstart.
Trotz der aktuell so hervorragenden Aussichten steht der Austria angesichts der niedrigen Erwartungen zu Saisonstart, eine gewisse Erdung gut zu Gesicht.
"Wir schauen von Woche zu Woche. Wir geben Gas, machen uns aber keinen großartigen Druck", meinte Fischer. Man müsse schließlich nicht. "Wir wollen. Das sieht man in jedem Training und in jedem Spiel", betonte der Kapitän.
Für die Kärntner zerschellten die kleinen Hoffnungen auf die Top sechs endgültig in der 20. Runde mit dem Heim-1:2 gegen den LASK. Erstmals seit dem Aufstieg und nach drei Saisonen in der Meistergruppe muss man im unteren Play-off kämpfen.
Herbe Kritik von Hinteregger an Einstellung
Für Trainer Pacult ohnehin alles andere als eine Überraschung. Er hatte immer vom Klassenerhalt gesprochen. "Jeder, der von etwas anderem redet, kennt sich nicht richtig aus oder kann das nicht einschätzen", hatte er zu Saisonbeginn lapidar gemeint.
"Wir haben viele junge Spieler, befinden uns in einem Lernprozess, und darauf müssen sich alle einlassen. Wir werden hart arbeiten, um die nötigen Punkte einzufahren", blickte Pacult voraus.
Wie eng es in der zweiten Saisonphase wird, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Nur drei Punkte würden aktuell bei einer Punkteteilung die Klagenfurter vom letzten Platz trennen. "Jedem ist bewusst, dass wir eine schwierige Saison haben", betonte Abwehrroutinier Martin Hinteregger.
Der im Winter reaktivierte vielfache ÖFB-Teamspieler will den Blick freilich nach oben richten - Stichwort Europacup-Play-off. "Die Möglichkeit, etwas zu erreichen, ist nach wie vor gegeben, und dafür sollten wir kämpfen und in jedem Spiel auch alles geben", sagte der 32-Jährige.
Er will seine Kollegen wachrütteln und scheut selbst vor deutlicher Kritik nicht zurück. "Viele in unserer Mannschaft haben nicht den unbedingten Siegeswillen. Da muss man einfach durchgehen, auch dahin, wo es wehtut. Leider machen das nicht alle bei uns."