Austria: "Tut dem ganzen Verein gut"

 

Bei der Wiener Austria scheint nach den turbulenten Wochen endlich wieder etwas Ruhe einzukehren.

Nachdem das Bangen um die Bundesliga-Lizenz unter der Woche ad acta gelegt werden konnte, liegt der Fokus der Veilchen nun wieder auf dem Sportlichen - ein Bereich, in dem die Austria wieder für "Ausrufezeichen" sorgen will und kann.

Mit einem überzeugenden 2:0-Auswärtssieg bei Admira Wacker (Spielbericht >>>) stürmt die Wiener Austria am Samstag wieder an die Tabellenspitze der Bundesliga-Qualifikationsgruppe.

"Ich glaube, dass wir sportlich immer ein Ausrufezeichen setzen können und das haben wir heute mit dem Sieg auch gemacht. Das tut dem ganzen Verein gut, wenn man so eine Phase hinter sich hat", sagt Patrick Wimmer, der mit einem traumhaften Fallrückzieher auch für ein persönliches Ausrufezeichen sorgen konnte, nach dem Spiel gegenüber "Sky".

Stöger: "War mehr als verdient"

FAK-Coach Peter Stöger freut sich am Samstag vor allem über die Art und Weise, wie man in der Südstadt drei Punkte einfahren konnte. "Ich glaube, es war mehr als verdient. Wir haben eine sehr starke erste Halbzeit gespielt, hätten da eigentlich schon klarer führen sollen, für das, wie wir es angelegt haben. Es war vieles drinnen, was wir uns vorgenommen haben."

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Mit dem sehenswerten Akrobatik-Tor von Wimmer kurz vor der Halbzeit stellten die Veilchen die Weichen auf Sieg. "Bei der Entstehung war ein bisschen Glück dabei. Der Ball ist irgendwie zu mir gesprungen, dann habe ich mir gedacht, muss ich ihn anreißen, und dann habe ich ihn so gemacht", beschreibt Wimmer die Szene zu seinem Traumtor.

Trotz eines dominaten Auftritts musste die Austria aber ziemlich lange um den Sieg zittern. "Zweite Halbzeit haben wir auch etliche Abschlüsse gehabt. Wenn du kein zweites Tor machst, ist es halt immer eng", so Stöger.

Unachtsamkeit "hätte Spiel zerstören können"

Kurz vor Spielende hätten sich die vielen vergebenen Chancen fast noch gerächt, Andrew Wooten traf aus kurzer Distanz allerdings bloß die Latte. "Der Lattenschuss hätte uns das ganze Spiel zerstören können", findet der FAK-Coach.

Der Debüt-Treffer von Vesel Demaku, der nach nach langem Warten seinen ersten Bundesliga-Treffer markieren konnte, brachte der Austria den Sieg jedoch ins Trockene. "Es fühlt sich mega an. Es hat eh schon lange genug gedauert. Ich konnte mir schon oft genug was anhören in der Kabine. Deswegen bin ich extrem glücklich, dass es heute geklappt hat", freut sich Demaku über seine Tor-Premiere.

"Er ist von einer langen Verletzung zurückgekommen. Er hatte immer wieder Rückschläge, hat jetzt aber in die Mannschaft reingefunden, ist ein Faktor in unserem Spiel. Wenn er dann auch noch trifft, hat die Mannschaft viel Spaß mit ihm", streut Stöger seinem Schützling Rosen.

Stöger: "Es ist immer noch einiges an Unsicherheit da"

Stöger, der die Austria mit Saisonende verlassen wird, streicht am Samstag vor allem den Teamgeist seiner Mannschaft heraus. "Ich habe auch in den Wochen gesagt, wo es schwierig war, dass die Mannschaft zusammengewachsen ist. Sie haben verstanden, was ein Team ausmacht. Das sieht man auch jetzt."

"Es ist immer noch einiges an Unsicherheit für die Spieler da. Wir haben einen großen Teil dieser Mannschaft, die nicht wissen, wo sie nächstes Jahr Fußballspielen. Wie sie dann arbeiten am Trainingsplatz, ist schon bemerkenswert. Man kann da nicht sagen, das ist selbstverständlich, für das bin ich zu lange dabei", streicht Stöger den Charakter seines Teams heraus.

Bei der Verlautbarung unter der Woche, dass es jetzt endlich mit der Lizenz für die kommende Saison geklappt hat, ist auch Stöger eine große Last von den Schultern gefallen.

"Ich habe eine echte Freude, dass wir die Lizenz bekommen haben. Das Präsidium hat viele Leute animiert zu unterstützen. Da hat man gesehen, was für eine Kraft in diesem Klub sein kann. Das ist das, was ich auch für die Zukunft hoffe", so der scheidende Trainer.

Buric: "Uns wurden Grenzen aufgezeigt"

Während die Wiener Austria von der Tabellenspitze lachen darf, ist bei der Admira weiterhin Abstiegskampf angesagt. Eine echte Chance, gegen den FAK etwas Zählbares mitzunehmen, hatten die Südstädter laut Trainer Damir Buric am Samstag aber nicht.

"Man muss sagen, dass wir heute in vielen Bereichen Fehler gemacht haben. Man muss der Austria fairerweise zu einem verdienten Sieg gratulieren. Sie haben uns in gewissen Situationen die Grenzen aufgezeigt", so der Coach der Admira, die bereits am Dienstag eine Chance zur Revanche hat, wenn sein Team erneut auf die Veilchen trifft.

"Mir hat einiges nicht gefallen. Ich bin mir sicher, dass wir am Dienstag ein anderes Gesicht zeigen werden. Heute war es aber in allen Bereichen zu wenig. Austria hat heute gezeigt, wie man Fußball spielt. Ich muss Peter Stöger gratulieren. Da entsteht was. Wir haben das gleiche vor", gibt sich Buric fair.


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