Austria: Vorwürfe gegen Zagiczek und Werner "substanzlos"
Die Untersuchung bezüglich der Anschuldigungen gegen den FAK-Finanzvorstand wurde abgeschlossen. Laut externen Wirtschaftsprüfern gab es nicht nur bei Harald Zagiczek kein Fehlverhalten.
Kehrt nun etwas Ruhe bei der Austria ein?
Sportlich läuft es beim Grunddurchgangs-Vierten seit Monaten ziemlich gut. In der Führungsebene kracht es allerdings fast ebenso lang.
Vor allem zwischen Finanz-Vorstand Harald Zagiczek und dem ehemaligen Sport-Vorstand Jürgen Werner entfachte sich ein Zwist. Alle Infos dazu >>>
Im Zentrum dieser Auseinandersetzung standen Vorwürfe gegen Zagiczek. Er soll sich bei Gesprächen mit einem potenziellen Investor unlauter verhalten haben. Im Gegenzug warf Zagiczek Werner Urkundenfälschung und die Abrechnung privater Spesen auf Vereinskosten vor.
Alle Vorwürfe substanzlos
Aufgrund all dieser Vorwürfe schaltete die FK Austria Wien AG eine externe Untersuchung durch Ernst & Young ein. Die Wirtschaftsprüfer kamen nach einer umfassenden Untersuchung zum Ergebnis, dass sämtliche Vorwürfe gegen Zagiczek "substanzlos" sind, wie die Austria mitteilt.
Unter anderem wurden Dokumente, E-Mails, Chatnachrichten, sowie Laptop- und Handy-Daten überprüft. Auch die Vorwürfe gegen Werner stellten sich als "substanzlos" heraus.
Gollowitzer: "Damit ist die Sache für uns erledigt"
"Integrität und verantwortungsvolles Handeln sind das Fundament von Austria Wien. Gerade deshalb war es uns wichtig, den Sachverhalt vollständig und unabhängig prüfen zu lassen. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Anschuldigungen gegen beide agierenden Vorstände haben sich als substanzlos erwiesen", wird Austria-Präsident Kurt Gollowitzer im Statement zitiert.
Gollowitzer weiter: "Die Überprüfung der gegen unseren Finanzvorstand erhobenen Vorwürfe und die dabei umfassend ausgewerteten Dokumente bestätigen eindeutig meine Einschätzung eines sorgfältig und im ausschließlichen Interesse unserer Austria agierenden Finanzvorstands. Dank seiner hervorragenden Arbeit in den vergangenen Jahren hat er einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität und Weiterentwicklung von Austria Wien geleistet."
Der Präsident unterstreicht zudem, "dass sich alle Anschuldigungen gegenüber den ehemaligen Sportvorstand Jürgen Werner als substanzlos erwiesen haben. Damit ist diese Sache für uns erledigt und wir richten den Blick nach vorne."
Zagiczek: "Die vergangenen Wochen waren sehr belastend"
Zagiczek selbst erklärt: "Ich habe die Entscheidung des Aufsichtsrats, eine unabhängige Wirtschaftsprüfung zu beauftragen, von Anfang an ausdrücklich begrüßt. Die vergangenen Wochen waren für mich persönlich sehr belastend. Unbelegte Vorwürfe, die medial verbreitet werden, treffen nicht nur die berufliche Rolle, sondern auch den Menschen und sein gesamtes persönliches Umfeld dahinter. Ich bin erleichtert, dass der Prüfbericht nun vorliegt und alle Anschuldigungen widerlegt wurden. Der Sachverhalt ist geklärt und ich bin froh, mich wieder ausschließlich auf meine Kernaufgaben bei Austria Wien konzentrieren zu können."