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Admira plant Wende: "Der Geist entwickelt sich"

Trainer Geyer plant die Wende. Neuer Defensiv-Trumpf gibt Hoffnung.

Admira plant Wende:

Es lacht die Wintersonne über der Südstadt an diesem überraschend warmen Jännertag.

Die Admira befindet sich wieder im Trainingsalltag, lässt den Ball unter klaren Kommandos des Betreuerteams laufen. In unterschiedlichen Gruppen werden Spielformen trainiert, offensiv wie defensiv. Später Eckbälle. 

Cheftrainer Reiner Geyer, der einzige mit Kappe am Feld, hält sich zurück und schreitet wortlos von einer zur anderen Gruppe. Gegenüber anwesenden Beobachtern ist er zu Scherzen aufgelegt.

Sein Team ist Tabellenletzter, von Tristesse ist nicht viel zu spüren. Ist es Zweckoptimismus oder berechtige Hoffnung auf eine Wende?

"Wichtig ist das Hier und Jetzt", wiederholt er später gebetsmühlenartig.

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Da ist es ihm auch nicht so wichtig, wie lange er selbst Vertrag hat (offiziell bis 2020) oder ob dieser überhaupt für einen möglichen Gang in die 2. Liga Gültigkeit besitzt. "Das ist alles zu weit weg", sagt Geyer.

Gedanken an den Herbst "lenken nur ab"

Besonderen Fokus im Training gebe es keinen. "Es ist im Prinzip in jeder Einheit alles zu erkennen. Es ist nicht so, das wir nur Grundlagen bolzen. In jedem Training sind Spielformen drin, Technik, Taktik, Läufe."

Der Ernst der Lage ist dem Trainer bewusst: "Wir wollen schon stabil am Platz stehen, die Null halten. Und über die gute Verteidigung letztendlich unser Offensivspiel entwickeln. Das ist das Ziel."

Der Herbst ist noch nicht so lange her. In sechs Spielen unter Geyers Führung hat die Admira zwei Punkte geholt, acht Tore erzielt und 17 erhalten. Immerhin hat man Meister Salzburg Paroli bieten und einen Punkt abknöpfen können.

"Viele Spiele waren auf des Messers Schneide. Wir hatten das eine oder andere Problem, auch mit Verletzten. Im letzten Spiel (0:3 bei Sturm) kamen auch Gelbsperren dazu. Aber wir wollen auch nicht zu weit nach hinten schauen, das lenkt nur ab", sagt Geyer.

Schösswendter soll auch in der Kabine helfen

Im Hier und Jetzt steht der 54-Jährige mit einem Neuzugang da, auf dem große Hoffnungen ruhen. Christoph Schösswendter kehrte von Union Berlin zurück zur Admira, für die er bereits über 100 Mal auflief.

"Man merkt direkt, dass er Ruhe und Erfahrung mitbringt. Und Qualität", freut sich Geyer und hofft auf einen niedrigeren Gegentorschnitt als 2,1 pro Spiel nach dem Herbst.

"Schössi" soll der talentierten Admira auch abseits des Platzes Halt geben. "Er ist sehr kommunikativ, einfach eine Persönlichkeit. Mit seinen Fähigkeiten wird er der Mannschaft auch in der Kabine helfen", so Geyer, der mit Noel Knothe an diesem Tag einen weiteren Verteidiger beobachtet.

Manager Amir Shapourzadeh erteilt der Verpflichtung des 19-Jährigen Frankfurt-Youngsters gegenüber der "Krone" aber eine Absage.

Sahanek? "Er hat seine Qualitäten - und die hat er in der Offensive"

Keine Rolle in der Südstadt spielt auch Marco Sahanek mehr. Der Offensivspieler ging laut eigenen Aussagen nicht im Guten mit der Admira auseinander. Geyer verzieht, angesprochen auf den Abgang, keine Miene. "Er ist ein guter Fußballer, hat seine Qualitäten und die hat er mit Sicherheit in der Offensive. Er hat ja jetzt einen guten Verein auf Malta gefunden."

Verstärkungen in der Offensive seien ebenfalls möglich, allerdings steht mit dem Langzeitverletzten Sasa Kalajdzic, der nach seinem Mittelfußknochenbruch auch einen Syndesmosebandeinriss so gut wie überstanden hat, ein wichtiger Spieler für den Angriff in den Startlöchern für das Frühjahr.

Von einigen Spielern habe sich der Verein mehr erwartet, urteilte Manager Shapourzadeh nach dem Herbst. Für Geyer ziehen alle an einem Strang. "Ja, diesen Eindruck habe ich. Wir sind jetzt eine Woche im Training und der Geist entwickelt sich. Sowohl in der Kabine, als auch am Platz. Das wollen wir fortführen und uns auf die Dinge konzentrieren, die auf unserem Weg liegen."

Im Hier und Jetzt.

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